Senatskanzlei

Opfer des Zweiten Weltkriegs Scholz: „Einsatz für Frieden und Verständigung ist jetzt und immer notwendig“

Überlebende der Atom­bomben­abwürfe auf Japan trafen Überlebende des Hamburger Feuersturms.

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Scholz: „Einsatz für Frieden und Verständigung ist jetzt und immer notwendig“

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat bei einer Diskussionsrunde im Mahnmal St. Nikolai Zeitzeugen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sowie Überlebenden des Hamburger Feuersturms gedankt, dass sie die Erinnerung an das Geschehene wach halten: „Hamburg hat großen Respekt für Ihren unermüdlichen Einsatz.“

„Nicht nur die Katastrophen selbst, sondern auch der öffentliche Umgang damit zwingen uns zum beständigen Überprüfen des eigenen Standpunkts und des eigenen Tuns“, so Scholz. Er appellierte an die Schülerinnen und Schüler im Publikum: „Ergreift heute Eure Chance, zu fragen und zuzuhören. Krieg und Frieden sind auch Euer Thema. Lasst Euch nicht nehmen, in Zukunft mitzureden. Der entschiedene Einsatz für Frieden und Verständigung ist jetzt und immer notwendig.“

Anlass für die Diskussionsrunde mit 55 Schülerinnen und Schülern aus Hamburg war die Reise des japanischen Friedensschiffs „Peace Boat“. Acht Überlebende der Atombombenabwürfe reisen einmal um die Erde und erinnern an die Folgen von Krieg und Vernichtung und geben Erlebtes an nachfolgende Generationen weiter. Die Weltreise der Zeitzeugen wurde durch das Netzwerk Mayors for Peace initiiert, dem Hamburg 2009 beigetreten ist, und wird vom World Future Council unterstützt. In Hamburg trafen nun drei Überlebende aus Hiroshima und Nagasaki auf drei Überlebende des Hamburger Feuersturms von 1943.

Aaron Tovish von Mayors for Peace sagte: „Dass die Überlebenden der Atombombenabwürfe aus Hiroshima und Nagasaki in Hamburg auf Menschen treffen, die wie sie Zeugen eines Feuersturms wurden, gibt dem Besuch in dieser Stadt ganz besondere Bedeutung. Sind es doch die Feuerstürme, die letztendlich die alles zerstörende Wirkung entfalten, und die bei einem Einsatz heutiger Atomwaffen das Klima so negativ beeinflussen würden, dass weltweit Hungersnöte entstehen. Allein das ist schon ein Grund, diese Waffen endgültig zu verbieten.“

Alexandra Wandel, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des World Future Council, fügte hinzu: „Lasst uns das Andenken der Opfer von Hiroshima, Nagasaki, Hamburg und den vielen anderen Städten, die in den Feuerstürmen des letzten Weltkrieges starben, dadurch ehren, dass wir dafür sorgen, dass es eines Tages keine einzige Massenvernichtungswaffe mehr auf der Welt gibt, so dass die zukünftigen Generationen ohne ständige Bedrohung –angstfrei – und in Frieden – leben können.“