Behörde für Schule und Berufsbildung

Schülerzahlen Ganztag in der Grundschule stark von Familien angewählt

Bildungssenator stellt Kennzahlen und Neuerungen zum Schuljahr 2015/16 vor

Zum Schuljahresbeginn für das neue Schuljahr 2015/16 stellte Bildungssenator Ties Rabe jetzt Kennzahlen und Neuerungen vor. So steigt die Schülerzahl in Hamburg weiter an: Allein die staatlichen allgemeinen Schulen legten in einem Jahr um 3.950 Schülerinnen und Schüler von 168.590 auf 172.540 zu. Vor diesem Hintergrund ist insbesondere die Entwicklung der Ganztagsangebote an den Grundschulen beachtlich. Senator Rabe: „Die Anmeldequote hat mit rund 78% einen neuen Höchststand erreicht. 47.148 Kinder bleiben bis um 16 Uhr in den Grundschulen, 3.202 mehr als im letzten Jahr. Das ist ein gutes Zeugnis für Hamburgs Ganztagsschulen und zeigt, dass die Entscheidung des Hamburger Senats für einen massiven Ausbau der Ganztagsangebote richtig war.“

wachsende Schülerzahlen, Kennzahlen, Neuerungen, PMBildung

Hamburgs Schulen werden im kommenden Schuljahr deutlich mehr Schülerinnen und Schüler haben. Im Vergleich zum Vorjahr rechnet die Schulbehörde mit einem Anstieg der Schülerzahl an den staatlichen allgemeinen Schulen um +3.950 von 168.590 auf 172.540 sowie mit einem leichten Schüleranstieg an den staatlichen beruflichen Schulen  von 51.200 auf 51.800. Auch die Schülerzahl an den Privatschulen nimmt nach der Prognose leicht zu (+300).

Dabei steigt die Zahl der Erstklässler voraussichtlich von 13.700 (2014) auf 13.900 (2015), weitere 2.100 Kinder werden die Klassenstufe 1 der Privatschulen besuchen (Vorjahr 2.000). Die Zahl der Fünftklässler wird von 13.150 (2014) auf 13.350 (2015) ansteigen, davon 6.000 an Stadtteilschulen, 7.200 an Gymnasien und 150 an 6-jährigen Grundschulen. In Vorschulklassen werden 8.300 Kinder aufgenommen, 1.000 Kinder mehr als im Vorjahr. In der langfristigen Betrachtung wird das Wachstum besonders deutlich: In den letzten fünf Jahren nahm die Schülerzahl allein an den staatlichen allgemeinbildenden Schulen um rund 12.000 zu (+ 7%), während in anderen Bundesländern im gleichen Zeitraum die Schülerzahl zum Teil deutlich gesunken ist.

Senator Rabe: „Um die stark gestiegene Zahl von Schülerinnen und Schülern gut zu unterrichten, wird auch die Zahl der Lehrkräfte und weiteren Pädagogen weiter angehoben. So wollen wir weiterhin kleine Klassen ermöglichen. Im Schuljahr 2015/16 beträgt die durchschnittliche Klassenfrequenz in ersten Klassen der Grundschulen 21,0 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 21,1), in den fünften Klassen der Stadtteilschulen 21,9 (2014: 21,9) und in den Gymnasien 5. Klasse 27,8 (Vorjahr 27,2). Die Zahl der Lehrkräfte und weiteren Pädagogen steigt an den staatlichen allgemeinbildenden Schulen um 191 Vollzeitstellen für Lehrkräfte und 27 Vollzeitstellen für pädagogisch-therapeutische Fachkräfte auf einen neuen Rekordstand von 12.899 Vollzeitstellen für Lehrkräfte und 1.752 Vollzeitstellen für pädagogisch-therapeutische Fachkräfte. Weitere rund 2.455 Vollzeitstellen für Lehr- und Fachkräfte werden den berufsbildenden Schulen  zugewiesen.

Wie in den Vorjahren veröffentlicht die Schulbehörde für die Schülerzahl des kommenden Schuljahres Planungszahlen, die auf der Anmelderunde aus dem Frühjahr basieren. Aufgrund von Umzügen und Umentscheidungen der Sorgeberechtigten können die tatsächlichen Schülerzahlen des kommenden Schuljahres davon abweichen. Der exakte Schülerbestand wird daher erst nach der Einschulung im Rahmen der Schuljahresstatistik genau erfasst.

Ganztagsschulen mit Rekordbetreuung: Alle Grundschulen und Sonderschulen bieten Ganztagsangebot – über 78% der Schüler nehmen teil

Im Schuljahr 2015/16 bieten 125 Grundschulen eine ganztägige Betreuung zusammen mit einem Kooperationspartner (GBS-Modell) und 78 Grundschulen in eigener Verantwortung (GTS-Modell). Für den Ganztag an den Grundschulen haben sich für das Schuljahr 2015/16 47.148 Schülerinnen und Schüler angemeldet (Vorjahr 43.946). Die Teilnahmequote an Ganztagsangeboten steigt damit auf 78,2% an (Vorjahr 74,5%). Die erweiterten Ganztagsangebote in den Randzeiten vor 8 und nach 16 Uhr nutzen 3.211 (Frühbetreuung) bzw. 5.052 Kinder (Spätbetreuung). Senator Ties Rabe: „Diese hohe Anmeldequote zeigt, dass der Ausbau der Ganztagsangebote dringend notwendig war. Während es im Schuljahr 2010/11 nur 49 Grundschulen mit Ganztagsangebot gab, haben nunmehr alle 203 Grundschulen ein solches Angebot. Hamburgs Eltern und Kinder nehmen das Ganztagsangebot gern an. Darüber freue ich mich sehr, bedanke mich bei allen am Ganztag Beteiligten. Nach dem rasanten Ausbau geht es weiterhin darum die Angebotsqualität stetig zu verbessern.“

Betreuungsleistung

Teilnahmezahlen

Teilnahmequote

Frühbetreuung (kostenpflichtig)

3.211

rund 5,3 %

Kernzeitbetreuung (kostenfrei)

47.148

rund 78,2 %

Spätbetreuung (kostenpflichtig)

5.054

rund 8,4 %

Auch in den Ferien bieten Hamburgs Grundschulen eine ganztägige Betreuung an. Die Teilnahme in den Ferienkernzeiten von 8 bis 16 Uhr wollen 17.405 Kinder in Anspruch nehmen. Darüber hinaus werden 3.424 Kinder in den Ferien zwischen 6 und 18 Uhr betreut. Durchschnittlich wird das Ferienbetreuungsangebot in 6 Ferienwochen (8 bis 16 Uhr) bzw. 7 Ferienwochen (6 und 18 Uhr) genutzt.

Betreuungsleistung

Teilnahmezahlen

Teilnahmequote

Ferien 8 bis 16 Uhr

17.405

rund 28,9 %

Ferien 6 bis 18 Uhr

3.424

rund 5,7 %

Erstmals Ganztags- und Ferienbetreuung an staatlichen speziellen Sonderschulen

Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 bieten erstmals auch alle 13 staatlichen speziellen Sonderschulen im Anschluss an die Unterrichtszeit eine Betreuung täglich bis 18 Uhr sowie eine Ferienbetreuung an. Dieses umfassende Angebot ersetzt die zuvor an einzelnen Schulen organisierten Betreuungsangebote, die bislang nur Schülerinnen und Schülern berufstätiger Eltern offen standen. Zwei Träger der Behindertenhilfe organisieren künftig an allen Schulen das erweiterte Ganztagsangebot. Die Teilnahme steht allen Schülerinnen und Schülern bis zum 14. Lebensjahr offen und ist freiwillig.

Damit ist der Ausbau der Ganztagsschulen ist abgeschlossen: Alle staatlichen allgemeinbildenden Schulen haben jetzt Ganztagsangebote: alle 191 selbständigen Grundschulen, alle 59 Stadtteilschulen (inkl. 12 Grundschulabteilungen), alle 13 Regionalen Beratungs- und Betreuungszentren (ReBBZ), alle 13 speziellen Sonderschulen und alle 60 Gymnasien, darunter 6 Gymnasien mit umfassenden Ganztagsangeboten. (Ausnahme: An der Inselschule Neuwerk findet in diesem Schuljahr kein Unterrichtsangebot statt, da es dort aktuell keine schulpflichtigen Kinder im Grundschulalter gibt).

Seit 2011 wurden 170 Grund- und Stadtteilschulen sowie 13 Sonderschulen zu Schulen mit Ganztagangebot erweitert, mehr als doppelt so viele wie in den gesamten 25 Jahren davor.

Beschulung von Flüchtlingskindern: Zusätzliche Schulplätze und Bildungsangebote

Eine der größten Herausforderungen für das Schulsystem ist die schnelle Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler, darunter viele Flüchtlingskinder und –jugendliche. So müssen laufend neue Schulplätze geschaffen, Klassen zusammengestellt, Klassenräume ausgewiesen und Lehrkräfte eingestellt werden - und das alles möglichst in gut erreichbarer Entfernung zu den Flüchtlingsunterkünften.

Rund 4.650 neu zugewanderte Kinder und Jugendliche werden zum Schuljahresbeginn in besonderen Klassen beschult. So steigt allein über die Sommerferien die Zahl der besonderen Vorbereitungsklassen für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche (Basisklassen und Internationale Vorbereitungsklassen) auf 168 Klassen an 79 allgemeinbildenden Schulen (153 Klassen an 66 Schulen zum Ende des letzten Schuljahrs). In diesen Klassen werden zu Beginn des Schuljahrs rund 2.400 Kinder unterrichtet. Weitere rund 1.650 jugendliche Einwanderer werden im neuen Schuljahr in 105 Schulklassen an 28 Berufsschulen unterrichtet. Hinzu kommen derzeit rund 50 Lerngruppen mit rund 600 Schülerinnen und Schülern in den Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEA). Es ist damit zu rechnen, dass trotz des Wechsels vieler Schülerinnen und Schülern aus diesen Vorbereitungsklassen in die Regelklassen die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Vorbereitungsklassen weiter zunehmen wird.

Der Unterricht beginnt bereits in den Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen, danach wechseln die Kinder und Jugendlichen in die Regelschule, wo sie im ersten Jahr in gesonderten Klassen gezielt Deutsch lernen sollen: entweder in Basisklassen für noch nicht alphabetisierte Schülerinnen und Schüler oder in internationalen Vorbereitungsklassen. Um möglichst schnell und gut Deutsch zu lernen, sind diese Klassen mit durchschnittlich 14 Schülerinnen und Schülern deutlich kleiner als die späteren Regelklassen. Nach in der Regel einem Jahr wechseln die Kinder und Jugendlichen dann in die Regelklassen ihrer Schule. Mit den besonderen Angeboten in den Vorbereitungsklassen sollen diese Kinder und Jugendlichen gut in unser Bildungssystem integriert werden, schnell Deutsch lernen und echte Bildungschancen erhalten.

Die Zuweisung von Lehrkräften für alle Vorbereitungsmaßnahmen erfolgt bedarfsgerecht und geht nicht zu Lasten der anderen Klassen. Vorrangig werden in den Basisklassen und IVK Lehrkräfte mit einer spezifischen Qualifikation für den Erwerb von Deutsch als Zweitsprache eingesetzt. Die Weiterqualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen und die Unterrichtsmaterialien für den Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht werden im Schuljahr 2015/16 noch einmal erheblich ausgebaut, u.a. durch begleitende Fortbildungen für die Lehrkräfte. Neben Fragen der Sprachförderung in Deutsch als Zweitsprache werden dabei auch Aspekte der rechtlichen und sozialen Situation von Flüchtlingen, des Umgangs mit kultureller Vielfalt und der Integration der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler in die Schulgemeinschaft berücksichtigt.

Bildungssenator Ties Rabe: „Die vielen Flüchtlingskinder gut zu unterrichten und auf die Schule vorzubereiten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. An vielen Schulen engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, das Schulpersonal bis hin zu den Schulleitungen in beispielhafter Weise für diese Aufgabe und setzen damit ein Zeichen für die Weltoffenheit und Integrationskraft unserer Stadt. Ich danke ihnen ganz herzlich dafür und bin überzeugt, dass wir mit solch einem Engagement im Rücken die große Herausforderung im schulischen Bereich meistern werden.“

Qualitätsoffensive:

Konkrete Maßnahmen für besseren Mathematikunterricht

Um den Bildungserfolg im Fach Mathematik zu verbessern, setzt die Schulbehörde in diesem Schuljahr vier wesentliche Maßnahmen um:

 

  • Mehr Matheunterricht: Ab dem Schuljahr 2015/16 sollen Hamburgs Schüler in jedem Jahrgang der Sekundarstufe I wöchentlich mindestens vier Stunden Mathematikunterricht haben. Hierfür werden an Stadtteilschulen und Gymnasien Mathe-Stunden von 22 auf 24 erhöht.

 

  • Mehr Fachlehrer im Matheunterricht: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Lernergebnisse der Schüler entscheidend von der fachlichen Qualifikation der Lehrkräfte abhängen. Deshalb sollen ab dem Schuljahr 2015/16 in den Jahrgangsstufen 7 und höher nur noch studierte Mathematiklehrkräfte Mathematik unterrichten. Spätestens ab dem Schuljahr 2017/18 gilt gleiches für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Im Grundschulbereich soll pro Jahrgang mindestens eine Fachlehrkraft eingesetzt werden und insgesamt eine Fachlehrerquote von mindestens 50 Prozent in allen Unterrichtsstunden sichergestellt werden.

 

  • Qualifikation der Lehrkräfte stärken: Ab dem Schuljahr 2015/16 werden die Qualifikationsmaßnahmen für Grundschullehrer ohne zweites Staatsexamen ausgebaut, und für Lehrer der Sekundarstufe I wird das Fortbildungsangebot im Bereich Mathematik umfangreicher und spezialisierter. Das Institut für Lehrerbildung LI bietet in diesem Schuljahr entsprechende Fortbildungen an.

 

  • Matheunterricht-Fachleitungen stärken: Guter Unterricht braucht Teamarbeit der Fachlehrkräfte in der Schule. Deshalb soll an jeder Schule eine Mathematiklehrkraft als Fachleitung diesen Prozess koordinieren. Zu ihrer Unterstützung werden im Schuljahr 2015/16 zwei Landesfachkonferenzen sowie Foren für Fachleitungen durchgeführt, in denen wichtige Impulse zur Unterrichtsentwicklung diskutiert werden.   

Verbesserung des Rechtschreibunterrichts

Die Schulbehörde hat eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Rechtschreibunterrichts auf den Weg gebracht. Dazu zählen jährliche Rechtschreibtests in den Klassen 1 bis 10, das Einüben eines verbindlichen Kernwortschatzes an der Grundschule sowie eine Handreichung für Lehrkräfte mit inhaltlichen und methodischen Erläuterungen für guten Rechtschreibunterricht. Mit der Handreichung wird auch der Hamburger Bildungsplan präzisiert und klargestellt, dass richtiges Schreiben in der Schule von Anfang an geübt werden muss. Alle Maßnahmen sollen ab dem Schuljahr 2015/16 flächendeckend umgesetzt werden. Zudem werden Rechtschreibtests schrittweise in den jährlich stattfindenden, landesweiten Lernstandsuntersuchungen verankert.

Förderung besonders begabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Mit dem „Aktionsprogramm Begabtenförderung“ 2014 erhält die Förderung besonders begabter, hochbegabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler in den Schulen eine besondere Aufmerksamkeit. An allen weiterführenden Schulen sollen besonders beauftragte Lehrkräfte entsprechende Förder- und Beratungsangebote sicherstellen. Zur Unterstützung der Schulen bildet die Beratungsstelle Besondere Begabungen (BbB) des Landesinstituts Lehrkräfte für die Begabungsförderung in allen Stadtteilschulen und Gymnasien in einer gesonderten Qualifizierungsmaßnahme aus. Für Lehrkräfte und Eltern stellt das Landesinstitut neben der Einzelberatung auch neue Informationen sowie Materialien online zur Verfügung. Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat seit Dezember 2014 zudem eine Ombudsstelle „Besondere Begabungen“ eingerichtet, die eine niedrigschwellige Beratung und Unterstützung für alle Eltern sowie Schülerinnen und Schüler anbietet.

Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung

Die  verbindliche Umsetzung des Konzept der Berufs- und Studienorientierung für die Jahrgänge 8 bis 10 der Stadtteilschulen startete im Schuljahr 2014/15 und wächst im Schuljahr 2015/16  bis zum Ende der Sekundarstufe I durch.

Die Schulbehörde bereitet im Schuljahr 2015/16 eine Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung an den Gymnasien und den gymnasialen Oberstufen an Stadtteilschulen und Gymnasien unter enger Mitarbeit von Schulleitungen der Gymnasien und Stadtteilschulen vor. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler individuell auf Anschlussmöglichkeiten in Studium (auch duale Studiengänge) und Berufsausbildungen vorzubereiten. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium ab Jahrgangsstufe 8 oder die gymnasiale Oberstufe vorzeitig verlassen.“

Zahl der Schulen

Im neuen Schuljahr 2015/16 gibt es in Hamburg insgesamt 473 Schulen, davon 378 staatliche und 95 nicht staatliche Ersatzschulen („Privatschulen“).

Im Einzelnen haben sich folgende Änderungen ergeben:

  • Die staatliche Stadtteilschule Langenhorn ist mit dem Ende des Schuljahres 2014/15 ausgelaufen. Dadurch sinkt die Zahl der staatlichen Stadtteilschulen auf 58.
  • Durch Fusion von berufsbildenden Schulen hat sich die Zahl der staatlichen berufsbildenden Schulen zum Schuljahr 2015/15 um fünf reduziert: Die Schulen „Staatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Weidenstieg“ (H 5), „Wirtschaftsgymnasium St. Pauli“ (H 16) und „Staatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Kieler Straße“ (H 19) fusionierten zu „Berufliche Schule für Banken, Versicherungen und Recht mit Beruflichem Gymnasium St. Pauli“ (BS 11). Die Schulen„Berufliche Medienschule Hamburg-Wandsbek“ (H 8) und „Staatliche Fremdsprachenschule“ (H 15) fusionierten zu „Berufliche Schule für Medien und Kommunikation“ (BS 17). Die Schulen „Berufliche Schule für Wirtschaft und IT City Nord“ (H 7) und „Berufliche Schule Bramfelder See“ (H 20) fusionierten zu „Berufliche Schule City Nord“ (BS 28).
  • Die nicht staatliche Schule „DIE SCHULE – Berufsschule für Altenpflege“ hatte bereits kurz nach dem Beginn des letzten Schuljahres ihren Betrieb eingestellt.

 

 

staatliche

nicht staatliche

Gesamt

Sonderschulen

13 (13)

5 (5)

18 (18)

ReBBZ

13 (13)

- (-)

13 (13)

Eigenständige Grundschulen

191 (191)

31 (31)

222 (222)

Stadtteilschulen

58 (59)

27 (27)

85 (86)

Gymnasien

60 (60)

11 (11)

71 (71)

Erwachsenenbildung

4 (4)

1 (1)

5 (5)

berufsbildende Schulen

39 (44)

20 (21)

59 (65)

Gesamt

378 (384)

95 (96)

473 (480)

Kleinste Hamburger Schulen

Die kleinsten Hamburger Schulen (nach Schülerzahl, ohne Sonderschulen) werden im Schuljahr 2015/16 die Grundschulen Schule Cranz (75 Schüler/innen), die Schule Neuland (90) und die Schule Altengamme-Deich (103) sein.

Größte Hamburger Schulen

Die größten Hamburger Schulen sind im kommenden Schuljahr die Stadtteilschulen Julius Leber-Schule (Schnelsen, 1.749 Schüler/innen), Goethe-Schule Harburg (1.623) und die Stadtteilschule Fischbek/Falkenberg (Süderelbe, 1.567). Die größten Hamburger Gymnasien sind das Gymnasium Grootmoor (Bramfeld, 1.243 Schüler/innen), das Gymnasium Ohmoor (Niendorf, 1.217) und das Gymnasium Lohbrügge (1.109).

Prognose der Schülerzahlen Schuljahr 2015/16 1)

 

Plan 2015/162)

IST 2014/15

Plan 2014/153)

Diff. Plan 2015 / IST 2014

Diff. Plan/
IST in %

Staatliche Schulen

Allg.bildende Schulen

172.540

168.590

170.490

+3.950

+2,3

Berufliche Schulen

51.800

51.200

52.700

+600

+1,2

Zusammen

224.340

219.790

223.190

+4.550

+2,1

Nicht staatliche Schulen

Allg.bildende Schulen

20.500

20.200

20.000

+300

+1,5

Berufliche Schulen4)

.

2.200

.

.

 

Zusammen

.

22.400

.

.

 

Insgesamt

.

242.190

.

.

 

 

  1. Einschließlich Schülerinnen und Schüler, die ins Ausland beurlaubt sind.
  2. Basis ist die Schülerprognose auf Basis der Schuljahresstatistik 2014 und der BDA-Prognose zur Bevölkerungszahl, korrigiert durch die Anmeldezahlen in den Eingangsklassen der staatlichen Schulen (Stand Personalorganisationskonferenz 15.06.2015).
  3. Basis ist die Schülerprognose auf Basis der Schuljahresstatistik 2013 und der BDA-Prognose zur Bevölkerungszahl, korrigiert durch die Anmeldezahlen in den Eingangsklassen der staatlichen Schulen.
  4. Keine Prognose für die nicht staatlichen berufsbildenden Schulen.

Prognose der Schülerzahlen Vorschulklassen und 1. Klassen 1) (einschließlich Schülerinnen und Schüler an Sonderschulen)

 

Plan 2015/16

IST 2014/15

Plan 2014/15

Diff. Plan 2015

/ IST 2014

Diff. Plan/

IST in %

Staatliche Schulen

Vorschulklassen

407 Kl. /
8.300 Sch.

404 Kl. /
7.300 Sch.

403 Kl. /
8.100 Sch.

+3 Kl. /
+1.000 Sch.


+13,7

Klassenstufe 1

13.900

13.700

14.100

+200

+1,5

Nicht staatliche Schulen*

Vorschulklassen

720

740

700

-20

-2,7

Klassenstufe 1

2.100

2.000

2.000

100

+5,0

 

1) Ohne Basis- und IV-Klassen

*Die Planzahlen 2015/16 basieren auf der Schülerprognose auf Basis der Schuljahresstatistik 2014, korrigiert durch die Anmeldezahlen in den Eingangsklassen (Stand Personalorganisationskonferenz 15.06.2015). Da für die nicht staatlichen Schulen keine Anmeldezahlen erhoben werden, sind die Prognosezahlen für die nicht staatlichen Schulen nicht um Anmeldezahlen korrigiert.

Prognose der Schülerzahlen Klassenstufe 51)

Schulform

Plan 2015/16

IST 2014/15

Plan 2014/15

6jährige Grundschule

150

150

150

Stadtteilschulen

6.000

5.900

5.800

Gymnasien

7.200

7.100

7.100

Insgesamt

13.350

13.150

13.050

 

1) Ohne Basis- und IV-Klassen
Basis: Schülerprognose auf Basis der Schuljahresstatistik 2014, korrigiert durch die Anmeldezahlen in den Eingangsklassen (Stand: Personalorganisationskonferenz 15.06.2015)

Vier neue berufsbildende Schulen ab Schuljahr 2015/16

Im neuen Schuljahr starten entsprechend dem Schulentwicklungsplan für die berufsbildenden Schulen die ersten vier Fusionsschulen, in denen nahe und verwandte Bildungsgänge fachlich sinnvoll zusammengeführt wurden. Schulleitungen und Kollegien, aber auch die Ausbildungsbetriebe und Sozialpartner begrüßen die Fusionsprozesse und haben sie mitgestaltet und begleitet:

  • In St. Pauli startet am Standort Budapester Straße die Berufsbildende Schule für Banken, Versicherungen, Recht mit Wirtschaftsgymnasium St. Pauli mit 2.500 Schülerinnen und Schülern und rund 100 Lehrkräften.
  • In der City Nord entsteht die Berufliche Schule City Nord, eine berufsbildende Schule für Wirtschaft mit den Schwerpunkten IT, Büromanagement, Event und Gesundheit mit rund 2.400 Schülerinnen und Schülern sowie rund 90 Lehrkräften.
  • Im Eulenkamp (Dulsberg) startet die Berufsbildende Schule für Medien und Kommunikation mit 2.100 Schülerinnen und Schülern und ca. 90 Lehrkräften.
  • An den Standorten Schlankreye und Lutterothstraße (Eimsbüttel) startet die Berufsbildende Schule für Wirtschaft Hamburg-Eimsbüttel mit den Schwerpunkten Industrie, Immobilien und Steuern mit 2.000 Schülerinnen und Schülern und ca. 90 Lehrkräften.

Alle bisherigen Bildungsangebote, auch Ausbildungsberufe mit geringen Ausbildungszahlen,  bleiben bei der Neugestaltung in vollem Umfang erhalten und werden durch die Fusionen zukünftig gesichert. Die Schulen erhalten eine optimierte Größe, die ihre Entwicklungsperspektive auch mittelfristig sichert und eine ausreichende Anzahl an Funktionsstunden, z.B. für die Schulentwicklung gewährleistet. Auch das Schulmanagement und die Leitungsstruktur der neuen Schulen werden gestärkt. Um ihre Kernaufgaben für die Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung intensiver wahrnehmen zu können, werden die Schulleitungen großer berufsbildender Schulen (ab 80 Vollzeitlehrerstellen) von ihren verwaltend-organisatorischen Aufgaben durch eine zusätzliche Verwaltungsleitung entlastet.

Im kommenden Schuljahr werden weitere acht Schulen zu vier Schulen zusammengeführt, zum Schuljahr 2017/18 erfolgen dann die letzten drei Zusammenlegungen aus ursprünglich sechs berufsbildenden Schulen.

Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten wird weiter ausgebaut

Im Pilotmodell „Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten (Av-M)“ wurde im vergangenen Schuljahr in Hamburg erstmals erprobt, wie neu zugewanderte Jugendliche in der dualisierten Ausbildungsvorbereitung mit integrierter betrieblicher Sprachförderung und Begleitung besser in Ausbildung integriert werden können. Das zweijährige Ganztagsangebot umfasst 180 Plätze an vier berufsbildenden Schulen und bietet dieser Gruppe erstmals ein Bildungsangebot, das dem der Hamburger Jugendlichen entspricht. Im Schuljahr 2015/16 wird es um weitere 180 Plätze ausgebaut.