Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Zusätzliches Personal Kita-Plus – ein Mehr für besonders belastete Kitas

Das Programm Kita-Plus des Hamburger Senats geht in die zweite Runde

Mit rund 16 Mio. Euro wird der Hamburger Senat ab 01.01.2016 insgesamt 320 Kindertageseinrichtungen in besonders belasteten Quartieren zusätzlich fördern; das sind rund 40 Kitas mehr als bisher.

Kita-Plus – ein Mehr für besonders belastete Kitas

vergrößern Senator Detlef Scheele Senator Detlef Scheele (Bild: Bina Engel) Durch Kita-Plus erhalten Kindertageseinrichtungen, die besonders hohe Anteile an Kindern mit nichtdeutscher Familiensprache und Kindern aus sozialbenachteiligten Familien aufweisen, ab 1. Januar 2016 finanzielle Mittel für eine zusätzliche Personalausstattung im Umfang von 12 Prozent.

Senator Detlef Scheele: „Mit dem Programm Kita-Plus haben wir in Hamburg ein sozialpolitisches Signal gesetzt, das wir aufgrund seiner positiven Wirkung in der ersten Laufzeit des Programms fortsetzen werden. Die personelle Verstärkung in Einrichtungen mit einem besonders hohen Anteil an Kindern aus sozial benachteiligten Familien oder Familien mit nicht-deutscher Familiensprache hat sich bewährt, um möglichst alle Kinder auf dem Weg zu mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit von Anfang an mitzunehmen.“

Die Auswahl der zusätzlich geförderten Kitas erfolgte auf der Grundlage von Indikatoren, die von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration unter Beteiligung der Kita-Verbände und -Träger sowie dem Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung erarbeitet wurden. Die Neuausrichtung des Programms basiert darüber hinaus auf der Grundlage der Ergebnisse der Evaluation des Programms durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS Frankfurt). Gemeinsames Ziel war, eine möglichst bedarfsgerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel zu erreichen.

In den letzten Jahren haben sich die Nutzerstrukturen vieler Einrichtungen durch den massiven Krippenausbau, sowie durch städtebauliche und soziale Veränderungen zum Teil erheblich verändert. Viele Kitas wurden neu gegründet. Dadurch kam es auch bei der Auswahl der Kita-Plus-Kitas zu Veränderungen.

Kitas, die die Anforderungen für Kita-Plus nicht erfüllen, aber einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit einer nichtdeutschen Familiensprache aufweisen, können ein Zusatzentgelt zur Intensivierung der sprachlichen Bildung und Förderung erhalten.

Darüber hinaus haben Tageseinrichtungen, in denen der Anteil der Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache während der Laufzeit des Programmes bis Mitte 2019 deutlich ansteigt, zum Beispiel durch die Aufnahme von Flüchtlingskindern, die Möglichkeit einer nachträglichen Aufnahme in die beiden Maßnahmen.

„Mit dieser Nachsteuerung reagieren wir auf die zunehmende Herausforderung vieler Kindertageseinrichtungen, Flüchtlingskinder aufzunehmen und zu integrieren. Unser Ziel ist es auch, Kindertageseinrichtungen für die Arbeit mit Flüchtlingskindern und ihren Familien zu stärken, damit diese über den Zugang zu unserer Sprache in unserer Gesellschaft ankommen können. Das Programm Kita-Plus ist dabei ein kleiner aber sehr wichtiger Beitrag“, so Senator Detlef Scheele.

Hintergrundinformationen

Das Förderprogramm „Kita-Plus“ startete 2013. In der ersten Laufzeit, die am 31.12.2015 endet, erhielten rund 280 Kitas in sozial benachteiligten Quartieren eine um 24 Prozent erhöhte Personalausstattung im Bereich des Erziehungspersonals im Elementarbereich.

In der neuen Laufzeit 2016-2019 werden auch Krippenkinder im Programm berücksichtigt. 320 Kindertageseinrichtungen erhalten eine um 12 Prozent erhöhte Personalausstattung, nun aber bezogen auf das Erziehungspersonal im Krippen- und Elementarbereich.

Weitere Informationen zum Kita-Plus Programm sowie die Downloadmöglichkeit des Evaluationsberichten finden Sie unter:

http://www.hamburg.de/fachinformationen/3598536/kita-plus-programm
http://www.hamburg.de/fachinformationen/4487942/kita-plus-evaluation-zusammenfassung