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Ehemalige Polizeibarkasse Restaurierung der „Otto Lauffer“ gesichert

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Sanierung der ehemaligen Polizeibarkasse "Otto Lauffer"

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Kulturbehörde haben sich auf einen Finanzierungsbeitrag von 490.000 Euro zur Restaurierung der ehemaligen Polizeibarkasse „Otto Lauffer“ geeinigt. Die Wirtschaftsbehörde steuert davon 400.000 Euro bei, die Kulturbehörde 90.000 Euro. Auf Initiative Hamburger Bundestagsabgeordneter hat der Bund bereits aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundesministeriums für Kultur und Medien 400.000 Euro für die notwendige Generalrestaurierung zur Verfügung gestellt. Die 1928 als „Hafenpolizei VI“ in Betrieb gegangene Barkasse „Otto Lauffer“ wird nach der Restaurierung im Museumshafen Oevelgönne ihr neues Zuhause finden.

Wirtschaftssenator Frank Horch: „Historische Schiffe, Hafenanlagen und Arbeitsgeräte sind die Sachzeugen der maritimen Geschichte Hamburgs. Sie zu bewahren ist auch die Aufgabe eines Standortes mit einer über 800jährigen Hafengeschichte. Mit der Restaurierung und Präsentation der ‚Otto Lauffer‘ erhält Hamburg einen weiteren touristischen Anziehungspunkt. Besucher können die Bedeutung der maritimen Tradition Hamburgs ganz praktisch erleben.“

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Schiffe als bewegliche Denkmäler gehören zu Hamburg wie Michel, Alster und St. Pauli und sind ein wesentlicher Teil unseres maritimen Kulturerbes. Die ‚Otto Lauffer‘ ist ein hervorragendes Beispiel für die Entwicklung der Schifffahrt. Deshalb ist ihr Erhalt ein besonderes Anliegen der Kulturbehörde.“

Andreas Schildhauer, Erster Vorsitzender Museumshafen Oevelgönne e.V.: „Als Eigner freut sich der Museumshafen natürlich ganz besonders über die zugesicherten Mittel. Das Schiff wird nun über den kommenden Winter von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern für die Generalrestaurierung vorbereitet, die dann 2016 beginnen kann. Neben vielen schiffbaulichen Arbeiten wird die ‚Otto Lauffer‘ einen neuen Dampfkessel als Herzstück erhalten. Wir danken den Hamburger Behörden und den Abgeordneten sehr für ihr erfolgreiches Engagement.“

Die Barkasse „Otto Lauffer“ ist nach dem Verlust zahlreicher Dampfschiffe heute ein seltenes Beispiel für den Dampfschiffbau der 1920er-Jahre. Im Vergleich zu den seltenen erhaltenen dampfgetriebenen Schiffen wie Eisbrechern oder Dampfschleppern ist sie als Dampfbarkasse bundesweit einzigartig. Seinerzeit von der Finanzdeputation Hamburg in Auftrag gegeben und bei der Hamburger Werft H.C. Stülcken & Sohn gebaut, besitzt die ehemalige Polizeibarkasse eine besondere Bedeutung für den Hamburger Hafen. Als über 40 Jahre aktives Hamburger Behördenschiff mit einem Aktionsradius von weit über 100 Kilometern auf der Elbe ist sie ein wichtiges Zeugnis des Hafenbetriebs von den 1920er Jahren bis in die späten 1960er Jahre. Nach der Ausmusterung wurde sie dem Museum für Hamburgische Geschichte übergaben. Bei der Inbetriebnahme als Museumsschiff erhielt sie zu Ehren des ersten Direktors des Museums den Namen ‚Otto Lauffer‘.

„Die ‚Otto Lauffer‘ war 1969 der erste Museumsdampfer Deutschlands und besitzt alleine aufgrund dieser Geschichte eine hohe Bedeutung für die Traditionsschiffszene in Hamburg. Noch vor der Gründung des Museumshafens Oevelgönne wurde das komplette Schiff durch den damaligen Direktor des Museums, Walter Hävernick, in die Sammlung übernommen. Dabei ging es nicht nur um den Erhalt eines hafengeschichtlich wichtigen Objekts, sondern gleichzeitig um die Funktionsfähigkeit historischer (Dampf-)Technik durch Ehrenamtliche. Diese Idee war neu und ein Konzept, das seiner Zeit voraus war“, erklärt Bjørn Nicolaisen, Geschäftsführer des Vereins Museumshafen Oevelgönne e.V.

Anfang der 1980er Jahre wurde das Schiff bei Blohm + Voss aufwändig restauriert und galt als das bestrestaurierte Dampfschiff Deutschlands. Nach genau 75 Dienstjahren erlosch 2003 die Betriebserlaubnis des Dampfkessels, zwei Jahre später übereignete das Museum das Schiff dem Museumshafen Oevelgönne e.V. Die begonnene Komplettsanierung bei Jugend in Arbeit stagnierte 2010, seitdem ruhte das Projekt mit ungewisser Zukunft – bis heute.

Die „Otto Lauffer“ besteht zurzeit aus einem sanierten, aber vollständig entkernten Schiffsrumpf, einem irreparablen Dampfkessel und zahllosen Einzelteilen. Der Wiederaufbau in einen betriebsfähigen Zustand ist für den Verein eine große Herausforderung, die sorgfältig vorbereitet werden muss. Das gesamte Projekt wird mindestens ein Jahr Laufzeit haben.

Link:

https://www.museumshafen-oevelgoenne.de/

Kontakt

Enno Isermann

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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