Agenda 2030 Nord-Konferenz zur bundesdeutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeitsdialog der Bundesregierung in Hamburg

Am 11. Februar 2016 tagte in Hamburg die Regionale Dialogkonferenz zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Senatoren, Staatsekretäre und Vertreter norddeutscher Ministerien diskutierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft, wie sich die nationale Nachhaltigkeitsstrategie aussehen soll, nachdem die Vereinten Nationen im vergangenen Herbst als „Agenda 2030“ 17 Ziele formuliert hatten.

Senator Kerstan beim Nachhaltigkeitsdialog Senator Kerstan beim Nachhaltigkeitsdialog.

Nord-Konferenz zur bundesdeutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Teilgenommen hatten neben Gastgeber Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, Bremens Umweltstaatsrat Ronny Meyer sowie Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein. Die Bundesregierung wurde von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Bau, Naturschutz und Reaktorsicherheit, vertreten.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, erklärte: „Hamburg will und muss seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Wir wollen das Thema Nachhaltigkeit dabei ganz konkret und erfahrbar machen, indem wir z.B. die Beschaffung der Stadt an nachhaltigen Kriterien ausrichten, die Energiewende vorantreiben und mit der Schaffung von mehr Grünflächen Bewegung und das soziale Miteinander in Stadtteilen fördern.“
Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Bau, Naturschutz und Reaktorsicherheit, erklärte: „Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zeigen uns den Weg - es geht darum, möglichst vielen Menschen ein gutes, gesundes Leben zu ermöglichen und dies auch für zukünftige Generationen sicherzustellen.“

Hintergrund:

Hamburg engagiert sich bereits zu vielen Aspekten der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit und setzt dabei an ganz konkreten Punkten an, in denen die Stadt Handlungs- und Gestaltungsspielraum hat. Mit dem Leitfaden für ökologische Beschaffung z.B. hat die Umweltbehörde gerade erst ein verbindliches Regelwerk für den Einkauf der Stadt geschaffen. Die Kriterien für Produkte wie Büropapier, Lebensmittel, IT-Hardware und Möbel sollen nun zu einem nachhaltigen Leitfaden weiterentwickelt werden, der neben den ökologischen auch verstärkt soziale und ökonomische Standards berücksichtigt. Aber auch die Energiewende, die Investition in Grünflächen als Erholungs- und Bewegungsräume, die Bemühungen um gesunde Luft und gute Wasserqualität stehen ganz im Zeichen nachhaltiger Politik. Diese Erfahrungen will Hamburg in die Diskussion mit der Bundesregierung und den anderen norddeutschen Bundesländern einbringen.

Nachhaltigkeitsstrategie und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen

Nach Veranstaltungen in Berlin, Dresden, Stuttgart und Bonn bildete die Hamburger Konferenz den Abschluss der Ländertour der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Die Anregungen und Ideen der Konferenzen werden in die Aktualisierung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie einfließen, die ganz im Zeichen der Agenda 2030 stehen wird.
Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen im September 2015 erstmals 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung definiert, die nicht nur für die Länder des Südens, sondern gleichermaßen auch für die Industriestaaten gelten. Damit sollen gemeinsam die großen globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung angegangen werden – u. a. Hunger, Armut, fehlende Bildung, Umwelt- und Klimaschutz. Deutschland zählt als entwickelte Industrienation zu den 20 Prozent der Weltbevölkerung, die 80 Prozent der globalen Ressourcen verbrauchen. Deshalb ist Deutschland in der Verantwortung, bei vielen Zielen zunächst einmal bei sich selbst anzusetzen.

Weitere Informationen zum Programm:

www.dialog-nachhaltigkeit.de/Programm-Hamburg.html
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Behörde für Umwelt und Energie
Pressestelle, Jan Dube
Tel.: 040 / 428 40 - 8006,
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