Einbürgerungsbilanz 2015 Antragszahlen weiterhin auf hohem Niveau

Die Zahl der Einbürgerungsanträge und die der Einbürgerungen bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau. Im Jahr 2015 haben 6.666 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen Einbürgerungsantrag gestellt, 5.891 wurden eingebürgert. Damit dürfte Hamburg, das bereits 2014 mit Abstand die höchste Einbürgerungsquote aller Bundesländer verzeichnete, auch 2015 bundesweit vorn liegen.

Einbürgerungszahlen 2015 - Innenbehörde Hamburg - FHH

Einbürgerungsfeier im Hamburger Rathaus Einbürgerungsfeier im Hamburger Rathaus

Bearbeitungsdauer weiter verkürzt, beliebte Einbürgerungsfeiern im Rathaus

Hamburgs Innensenator Andy Grote: „Es ist erfreulich, dass sich auch weiterhin viele Menschen entschlossen haben, Deutsche werden zu wollen. Dieses Bekenntnis zur deutschen Staatsbürgerschaft ist das beste Beispiel für eine gelungene Integration.“

Die Entwicklung der letzten Jahre sieht wie folgt aus:

Jahr

Einbürgerung

 

erfolgt

beantragt

2011

5.639

5.249

2012

5.736

7.164

2013

7.246

7.247

2014

6.492

6.839

2015

5.891

6.666

Hauptherkunftsländer:

Spitzenreiter bei den Einbürgerungen sind Menschen mit afghanischer Abstammung, Menschen mit türkischer Herkunft liegen das zweite Jahr in Folge auf dem zweiten Platz. Näheres ergibt sich aus der folgenden Übersicht, die die herkunftsstärksten Länder der vergangenen fünf Jahre widerspiegelt:

Afghanistan

759

894

1.175

1.121

855

Türkei

1.447

1.345

1.344

951

737

Polen

245

256

441

462

386

Iran

429

390

502

355

343

Russische Föderation

185

283

280

203

177

Erfolgreiche Einbürgerungsinitiative:

Von Dezember 2011 bis März 2015 hat der Senat monatlich durch ein persönliches Anschreiben des Ersten Bürgermeisters für die deutsche Staatsbürgerschaft geworben. Dabei handelt es sich um einen Teil gelebter Willkommenskultur. Es wurden 154.192 Hamburgerinnen und Hamburger ohne deutschen Pass, die die zeitlichen und aufenthaltsrechtlichen Mindestvoraussetzungen erfüllen, zur Einbürgerung ermutigt. Vergleicht man die Antragszahlen von 2011 (vor Beginn der Einbürgerungsinitiative) mit den Zahlen von 2015 (nach Abschluss der Einbürgerungsinitiative) ist eine Steigerung von 27 % zu verzeichnen. Durch die Einbürgerungsinitiative wurde ein reges Interesse an der Einbürgerung geweckt. In den Jahren 2012 und 2013 entstand eine Sogwirkung, sodass sich auch schon die Menschen für eine Einbürgerung interessierten, die noch keinen Brief des Ersten Bürgermeisters erhalten hatten.

Schnellere Einbürgerung:

Die Bearbeitungsdauer konnte in den vergangenen vier Jahren von durchschnittlich knapp zwölf Monaten auf rund fünf Monate Ende 2015 mehr als halbiert werden. 

Beliebte Einbürgerungsfeiern:

Die im Großen Festsaal des Rathauses abgehaltenen regelmäßigen Einbürgerungsfeiern sind nach wie vor sehr beliebt. Im vergangenen Jahr haben an sechs Veranstaltungen insgesamt etwa 3.500 Gäste teilgenommen.

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