Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

CampusNet stärkt Bildungsstandort Hamburg

Vertrag über einheitliches Management System für alle staatlichen Hamburger Hochschulen abgeschlossen

CampusNet stärkt Bildungsstandort Hamburg

vergrößern Ein Ausschnitt einer PC-Tastatur auf der zwei Finger tippen., (Bild: Gerd Altmann (geralt)) Mit Mitteln der Behörde für Wissenschaft und Forschung sind Lizenzen zur Nutzung von integrierten Campus Management Systemen des führenden Anbieters Datenlotsen jetzt für alle staatlichen Hamburger Hochschulen erworben worden. Die Universität Hamburg nutzt CampusNet bereits seit dem Jahr 2006. Nunmehr können auch die anderen Hochschulen mit dem campusweiten, integrierten Kommunikations- und Organisationsnetz „CampusNet“ ausgerüstet werden. Als grundlegenden Vorteil verspricht die Systemumstellung eine umfassende Unterstützung der Verwaltungsprozesse der Hochschulen hin zu einem integrierten Studienmanagement. 

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach ist von der Förderlichkeit dieser Perspektive überzeugt: „Von dem landesweiten Vertrag zwischen den Datenlotsen und den Hamburger Hochschulen versprechen wir uns wachsende Synergien und damit eine effiziente und wirtschaftliche Mittelverwendung. Als strategischen Vorteil steigt die Wettbewerbsfähigkeit des Hochschul-Standortes Hamburg: Wir schaffen eine einheitlich hohe Qualität auf Ebene der IT-Infrastruktur und -Abläufe und stärken damit den Bildungsstandort Hamburg.“ 

Für Stephan Sachse, Geschäftsführer der Datenlotsen Informationssysteme GmbH, ist der Vertragsabschluss ein grundlegender Meilenstein in der Bildungsbranche: „Die landesweite Einführung von CampusNet könnte künftig auch die hochschulübergreifende Zusammenarbeit stärker unterstützen. Mit der Kooperation zwischen den Hamburger Hochschulen und den Datenlotsen ist das strategische Fundament für einen ersten IT-gestützten Bildungscluster in Deutschland geschaffen worden.“ 

In einer Vorreiterrolle läuft CampusNet an der Universität Hamburg seit 2006 unter dem Namen STiNE (Studien-Info-Netz) erfolgreich. Seit Wintersemester 2007/2008 können sich Studieninteressierte über STiNE auch online für ihren Studienplatz bewerben, was das Verfahren für beide Seiten schneller und unkomplizierter macht. Damit hat sich das STiNE als höchst erfolgreich erwiesen. Eine Studierendenbefragung im Oktober 2007 zeigte, dass auch die Studierenden die Idee eines integrierten Informationssystems befürworten. Zum Wintersemester 2008 konnten mit STiNE trotz der erneut gestiegenen Zahl der Studienplatzbewerbungen bereits 84 Prozent aller Studienplätze schon am 21. August vergeben werden. 

Mit dem Erwerb der Lizenzen zur Nutzung des einheitlichen Managementsystems wird CampusNet damit auch in der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), der HafenCity Universität Hamburg (HCU), der Hochschule für bildende Künste (HFBK) und der Hochschule für Musik und Theater (HfMT) eingesetzt werden. Die Hochschulen haben dafür ein Konsortium gebildet und einen Vertrag – mit Öffnung für alle Hochschulen – geschlossen. An der Technischen Universität Hamburg-Harburg ist eine konkrete Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. 

Bernd Klöver, Kanzler der HAW Hamburg, sieht die bevorstehende Umstellung als Möglichkeit für eine lang geplante prozessuale und organisatorische Verbesserung. „Unsere Hochschulverwaltung und die Fakultäten haben ein gemeinsames Bestreben: Steigerung der Kosteneffizienz, Optimierung der Planbarkeit, und Entlastung der Mitarbeiter in der Verwaltung und in den Fachbereichen durch ein leistungsstarkes, modernes System.“ 

Niels Helle-Meyer, Kanzler der HafenCity Universität Hamburg, ergänzt: „Die Vorteile der neu geschaffenen Basis für die reibungslose Unterstützung unserer Abläufe werden wir für den weiteren Aufbau unseres Studienangebotes und die Profilierung unserer Universität nutzen“. 

Durch die Integration sämtlicher Bereiche der Hochschulorganisation sollen die Verwaltungsaufwendungen gesenkt sowie eine verbesserte Effizienz der Abläufe sichergestellt werden. Ein personalisiertes Webportal ermöglicht es den Studierenden, den Studienverlauf zeit- und ortsunabhängig zu organisieren und vielfältige Informationen rund um das Studium zu erhalten. Neben der gestiegenen Kosteneffizienz und Servicequalität innerhalb einer Hochschule bietet die landesweite Einführung eine Perspektive zur Modernisierung der gesamten Hochschullandschaft Hamburgs.