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Unterrichtsqualität Bildungssenator Rabe warnt vor Krisenstimmung: „Stadtteilschulen sind großartige Schulen“

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Guter Fachunterricht und besondere Förderung auch der leistungsstarken Schüler

Nach Veröffentlichung der Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen steht Hamburgs jüngste Schulform erneut im Fokus. Aufgeregt wird darüber diskutiert, dass die Anmeldequote an den Stadtteilschulen leicht gesunken ist, an den Gymnasien dagegen leicht gestiegen. Das ist tatsächlich so, doch warum diese Aufgeregtheit? Hamburg ist kein Einzelfall. Überall in Deutschland steigt die Zahl der Gymnasialempfehlungen, vor allem in den Großstädten gehen immer mehr Kinder aufs Gymnasium. Das ist kein Problem der Stadtteilschulen. „Wir sollten uns deshalb von dieser Aufregung nicht anstecken lassen“, mahnt Bildungssenator Ties Rabe. Vielmehr sei es wichtig, mit der Herausforderung der wachsenden Gymnasialempfehlungen richtig umzugehen. „Und zwar mit Ernsthaftigkeit, Gelassenheit und Vernunft, nicht mit Alarmgeschrei und Krisenstimmung.“ 

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Um den bundesweiten Run auf die Gymnasien zu stoppen, müssten die Stadtteilschulen gezielt die Erwartungen der Kinder ansprechen – und erfüllen -, die ihre Hoffnung bisher auf das Gymnasium gesetzt haben. Wer etwas leisten will, muss nicht automatisch aufs Gymnasium gehen. Denn Leistung und gute Bildung sind keine Alleinstellungsmerkmale der Gymnasien. Rabe: „Guter Fachunterricht in den klassischen Unterrichtsfächern, ein organisierter, manchmal anstrengender Lernprozess mit Tests und Hausaufgaben und vor allem eine besondere Förderung nicht nur der schwächeren, sondern auch der leistungsstarken und hochbegabten Schüler – diese Erwartungen kann auch die Stadtteilschule erfüllen.“

Und sie kann noch mehr: In Stadtteilschulen haben Schüler mehr Unterricht und mehr Zeit zum Lernen und Leben, denn Stadtteilschüler machen ihr Abitur erst nach 13 Jahren statt nach zwölf Jahren wie die Gymnasiasten. Den Ersten Allgemeinen Schulabschluss (ESA) erreichen sie hier nach zehn statt wie früher nach neun Jahren. „Diese Zeit kann die Stadtteilschule für anspruchsvolle Pädagogik und gutes soziales Lernen nutzen“, so Senator Rabe. „Eltern wünschen sich nicht nur erstklassige Bildung, sondern auch glückliche Kinder, die sozial denken und handeln.“ 

Erst im August 2010 eingeführt, ist die neue Schulform inzwischen in allen Stadtteilen präsent und steht nicht nur zahlenmäßig mit den Gymnasien auf Augenhöhe: 58 Stadtteilschulen und 61 Gymnasien gibt es heute in der Hansestadt, in beiden Schulformen ist der Abschluss Abitur möglich. Hamburgs „jüngstes Schulkind“ hat innerhalb von nur fünf Jahren enorm viel erreicht: Die Quote der Schulabbrecher wurde um 25 Prozent reduziert, immer mehr Schüler schaffen gute Schulabschlüsse, die Zahl der Abiturienten an den Stadtteilschulen hat sich – trotz Zentralabitur - verdoppelt, und 50 Prozent mehr Jugendliche schaffen den Sprung von der Schule direkt in die Ausbildung. Senator Rabe: „Deshalb sage ich klipp und klar: Hamburg braucht die Stadtteilschule, und unser Senat steht fest hinter dieser Schulform. Hamburgs Stadtteilschulen sind großartige Schulen, in denen 58.000 Kinder – mehr als am Gymnasium – gut lernen und rund 5.500 Pädagogen gute Arbeit machen.“

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Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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