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Institut français Scholz: „Wir wollen uns gemeinsam mit unseren französischen Freunden für eine demokratische und handlungsfähige EU einsetzen“

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Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat heute dem Institut français zu seinem 65jährigen Bestehen in Hamburg gratuliert: „Mit kontinuierlichem Engagement und immer wieder neuen Angeboten hat sich das Institut français eine wichtige Position im großen Netz der deutsch-französischen Initiativen erarbeitet. Ich gratuliere Ihnen für diese Leistung und möchte Ihnen im Namen der Stadt Hamburg herzlich danken!“

Scholz: „Wir wollen uns gemeinsam mit unseren französischen Freunden für eine demokratische und handlungsfähige EU einsetzen“

In seiner Rede erinnerte der Bürgermeister an die Eröffnung des Institut français im Jahr 1951 unter dem damaligen Hamburger Bürgermeister Max Brauer: „Mit der Gründung des Institut français wurde ein neues Kapitel in den Hamburgisch-französischen Beziehungen aufgeschlagen. Die offizielle Kulturvertretung machte unsere Stadt zu einem Standort französischer Kultur, endlich konnten die Bürgerinnen und Bürger wieder Französisch lernen und an die Tradition der friedlichen Verbindungen zu Frankreich anknüpfen.“

Scholz lobte das Engagement des Instituts français: „Seit 65 Jahren repräsentiert das Institut die französische Welt hier in der Hansestadt. Es hat das Frankreichbild unzähliger Hamburger geprägt. Das Institut français ist eine verlässliche Institution für alle, die Frankreich mögen, die Frankreich kennen lernen oder professionell mit Frankreich zusammen arbeiten wollen. Hier wird das Frankreich von heute gezeigt und Lernen interessant gemacht.“

Im weiteren Verlauf seiner Rede, berichtete Scholz über seine Arbeit als Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit: „Als ich im Jahr 2015 dieses Amt übernommen habe, wusste ich, Hamburg ist ein sehr guter Standort für diese Aufgabe. Seit Jahren haben wir gute und stabile Französisch-Lerner Zahlen. Nahezu 30.000 Schülerinnen und Schüler lernen in jedem Jahrgang an Hamburger Schulen Französisch. Manche machen sogar das doppelte Abitur, das für Deutschland und Frankreich gilt, das Abibac. Wir haben mit dem Kulturfestival arabesque ein großes und einmaliges Kulturprogramm. 15.000 Französinnen und Franzosen leben in Hamburg. Wir haben Hamburg Accueil, die Begrüßungsinitiative für die nach Hamburg kommenden Französinnen und Franzosen und Amicale, den Verein der Geschäftsfreunde. Viele Museen haben spezifische Angebote und die Kunsthalle hat sich mit der Sonderausstellung zu Manet selbst noch einmal übertroffen. Ich weiß, Sie alle setzen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Kreativität für die deutsch-französische Idee ein.“

Weiter sprach Scholz über Hamburgs Vorbildrolle in der Ausbildung von Jugendlichen: „Hamburg ist für viele ein Vorbild: Als Bevollmächtigter werde ich immer wieder nach dem Konzept der Jugendberufsagentur und nach dem Programm zur Ausbildungsvorbereitung für Migranten AvM Dual gefragt. Wir tauschen eben nicht nur Güter, sondern immer auch Erfahrungen aus.“

Der Bürgermeister äußerte sich zur aktuellen politischen Lage in Europa: „Mit dem Referendum im Vereinigten Königreich ist eine neue Herausforderung auf die Europäische Union zugekommen. Das Ergebnis ist enttäuschend, sollte uns aber nicht entmutigen. Aus der globalisierten Welt kann man nicht austreten. Staaten können die Anliegen ihrer Bürgerinnen und Bürger nur wirksam vertreten, wenn sie sich zusammentun. Die EU ist ein Kraftverstärker, mit dem die europäischen Nationen überhaupt erst die nötige Handlungsmacht gewinnen. Dass die Bürgerinnen und Bürgern der EU ihre Institution nicht als Instrument der Einflussnahme in der globalisierten Welt sehen, ist allerdings ein Problem. Das muss sich ändern. Eine veränderte Inszenierung wird nicht reichen, es geht auch um die Politik. Die EU ist stark, wenn sie von ihren Bürgerinnen und Bürgern verstanden und getragen wird. Mehr Demokratie nach innen und nach außen handlungsfähig, das ist die EU, für die wir uns gemeinsam mit unseren französischen Freunden einsetzen.“

Zum Ende seiner Rede ermunterte Scholz die anwesenden Gäste: „Die europäische Zusammenarbeit lebt von Persönlichkeiten wie Ihnen, von Ihrem Engagement und Ihren Erfahrungen. Sie tragen Netzwerke, binden junge Menschen ein und geben die Werte der deutsch-französischen Freundschaft, der Verständigung und der europäischen Zusammenarbeit an die kommenden Generationen weiter. Menschen wie Sie sind das Herz Europas. Machen Sie weiter so!“

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Kontakt

Simone Ollesch

Pressereferentin

Freie und Hansestadt Hamburg
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Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
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