Studierende Mehr als 10.400 Studienanfängerinnen und -anfänger an Hamburgs staatlichen Hochschulen

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Mehr als 10.400 Studienanfängerinnen und -anfänger an Hamburgs staatlichen Hochschulen

Dazu nehmen im Wintersemester 2016/2017 fast 3.700 Studierende zusätzlich ein Masterstudium auf.

In dieser Woche besuchen 10.462 junge Leute ihre erste Vorlesung oder ihr erstes Seminar an einer der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen. Das ist ein neues Allzeithoch. Mehr als 64.000 Bewerbungen sind für Bachelor- und Masterstudiengänge bei den Hochschulen eingegangen. Zu den sechs staatlichen Hochschulen zählen die Universität Hamburg (UHH), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), die Technische Universität Hamburg (TUHH), die Hafencity Universität Hamburg (HCU), die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) sowie die Hochschule für Bildende Künste (HFBK).

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Die Zahl der Bewerbungen spricht für sich. Hamburg ist ein sehr attraktiver Ort zum Studieren. Einzigartig in Norddeutschland mit der Vielzahl und Vielfalt von Angeboten. Ob Konzertpianist, Zahnärztin, Informatiker, Architektin, Bildhauer oder Maschinenbauingenieurin – Hamburg bietet fast alle Fachrichtungen und erfüllt die meisten Studienwünsche. Mit der hohen räumlichen Nähe und inhaltlichen Vernetzung der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen untereinander ist Hamburg ein hervorragender Wissenschaftsstandort. Ich heiße alle neuen Studierenden herzlich willkommen und wünsche Ihnen einen guten Start.“

Im Einzelnen verteilen sich die Zahlen der Studienanfängerinnen und Studienanfänger (Bachelor) wie folgt (vorläufige Zahlen vom 17.10.16, erste amtliche Schnellmeldungen gibt es im November 2016. Die endgültigen amtlichen Zahlen können von den vorläufigen Zahlen abweichen):

UHH

6.459

HCU

384

HAW

2.029

HfMT

107

TUHH

1.354

HFBK

129

 

Neben den rund 10.400 Erstsemestern nehmen zum Wintersemester 2016/2017 rund 3.700 Studierende ein Masterstudium auf.

Im Folgenden eine kleine Auswahl an Themen und Schwerpunkten im Wintersemester 2016/2017:

Universität Hamburg (UHH)

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg (UHH) haben in den vergangenen Monaten wieder zahlreiche Förderungs-Erfolge erreicht und können nun im Wintersemester ihre Lorbeeren ernten oder ihre Projekte fortsetzen. 

Wie das morgendliche Einrühren der Sahne in den Kaffee – hochgerechnet auf die wirklich großen Strömungen: Im Transregio-Forschungsbereich „Energietransfer in der Atmosphäre und im Ozean“ wird geforscht, um Klimamodelle zu verbessern und um neue Modelle mit einem geschlossenen Energiehaushalt zu entwickeln: Rund neun Millionen Euro gibt es dafür für die UHH (Koordination) und die Uni Bremen (sowie weitere Partner) bis 2020 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Riesenerfolg für einen angehenden Hochschullehrer und Philosophen: Jun.-Prof. Dr. Moritz Schulz vom Philosophischen Seminar der UHH ist in das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgenommen worden – eine sehr große Ehre und Unterstützung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – und erhält knapp eine Million Euro für den Aufbau einer Nachwuchsgruppe zum Thema „Entscheidungen und Wissen“. Eine gute Entscheidung, auf jeden Fall. Die Gruppe startete bereits im Sommer und wird für vier Jahre gefördert. 

Starker Nachwuchs, herausragende Gesundheitsökonomie: Gleich fünf neue „Innovative Training Networks“ (ITN) des renommierten Marie-Curie-Programms der EU haben Forscherinnen und Forscher der UHH eingeworben, davon eines unter Federführung der Uni Hamburg („IQCE“ zum Thema Management im Gesundheitswesen). Diese Netzwerke zur Nachwuchsförderung geben jungen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu verbessern und ihre Karriere zu fördern. Das Marie-Curie-Maßnahmen-Programm gilt als Aushängeschild der europäischen Forschungsförderung. 

Die Gesundheitsökonomie an der UHH kann einen weiteren Erfolg verzeichnen: Das Hamburg Center for Health Economics (HCHE) wird für vier weitere Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und erhält dafür Forschungsgelder in der Höhe von 2,1 Millionen Euro. Fragen, die das HCHE beschäftigen, sind beispielsweise „Inwieweit könnte durch Gesetzesänderungen, beispielsweise ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot, ´Komasaufen´ bei Jugendlichen reduziert werden?“

Zeitaufgelöste Strukturbiologie: Für ein Verbundforschungsprojekt an der Röntgenlichtquelle PETRA III des Forschungszentrums DESY erhält die UHH rund zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Projekttitel: „Hadamard-Kristallographie als Methode zur zeitaufgelösten Untersuchung der Strukturdynamik von Biomolekülen.“ An dem Projekt sind Wissenschaftlerteams des Exzellenzclusters „The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ (CUI), des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Hamburg und vom Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) beteiligt. 

Widmet sich den zahlreichen Gefahren des Internets: Vor wenigen Tagen ist das Forschungsnetzwerk „Constructing an Alliance for Value-driven Cybersecurity“ (CANVAS) gestartet – ein gemeinsames Projekt der UHH, des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein mit neun anderen Institutionen aus sieben Ländern. Das von der Europäischen Kommission und dem Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation mit einer Million Euro geförderte Projekt erforscht die technischen und ethischen Perspektiven der Digitalisierung.

Fälschern auf der Spur: Und schließlich wird an der UHH auch erfolgreich an der Authentizität von Lebensmitteln geforscht: Im Rahmen des Verbundprojekts „FOOD PROFILING“ erhält eine Forschungsteam der UHH jetzt 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), 280.000 Euro gehen zudem an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren Lebensmittel mittels ultra-hochauflösender Technologien.  

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)

Bewerbungsstart Masterstudiengang „Digitale Kommunikation“ mit WhatsApp-Beratung: Vom 10. bis zum 14. Oktober 2016 haben Studieninteressierte die Möglichkeit, sich via WhatsApp über den neuen Master-Studiengang „Digitale Kommunikation“ zu informieren. In diesem Zeitraum werden unter folgender Nummer Fragen rund um Zulassung und Bewerbung beantwortet: 01575-7669820. Ab dem 15. Oktober beginnt das zweistufige Bewerbungsverfahren. Studienstart ist März 2017.

Die Fakultät Design, Medien und Information (DMI) der HAW Hamburg setzt auch beim neuen Masterstudiengang „Digitale Kommunikation“ auf innovative Lehrmethoden: In Deutschlands erstem hochschuleigenen Newsroom studieren ab dem kommenden Sommersemester 24 Studierende. Die Kommunikationsprofis von morgen produzieren unter realistischen und professionellen Bedingungen ein eigenes Onlinemagazin. Darin wird tagesaktuell über das Stadt- und Campusgeschehen berichtet. Die Studierenden arbeiten in kleinen Teams mit intensiver, praxisorientierter Betreuung. Das Bewerbungsportal für die Eignungsprüfung ist vom 15. bis zum 30. Oktober 2016 geöffnet. Weitere Information zu dem neuen Studienangebot http://www.haw-cc.com/digitale-kommunikation/

Studiengänge Gefahrenabwehr und Rettungsingenieurwesen erhalten neuen Kooperationspartner: Die Bundesschule des Technischen Hilfswerks (THW). Erneut gute Nachrichten für die Studierenden der Studiengänge „Gefahrenabwehr/Hazard Control“ und „Rettungsingenieurwesen/Rescue Engineering“ an der Fakultät Life Sciences am Standort Bergedorf der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg). Nach Kooperationsvereinbarungen der HAW Hamburg mit der Feuerwehr Hamburg in 2015, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Brandschutzunternehmen „hhpberlin“ in 2014 kommt nun als neuer großer Kooperationspartner das Technische Hilfswerk (THW) – im Speziellen der Landesverband Bremen, Niedersachsen und die Bundesschule Standort Hoya – hinzu. Diese vier bedeutenden Kooperationspartner bringen in Zukunft ihre Expertise in das Curriculum der beiden Bachelor-Studiengänge Gefahrenabwehr/Hazard Control und Rettungsingenieurwesen/Rescue Engineering ein, das inhaltlich an die Anforderungen der späteren vielfältigen Berufsfelder angepasst ist. Die Kernkompetenzfächer der bundesweit nachgefragten Bachelor-Studiengänge der HAW Hamburg im Bereich von In- und Auslandseinsätzen werden durch die neue Kooperation mit dem THW weiter ausgebaut. Den Studierenden steht dafür in Zukunft das hochqualifizierte Fachpersonal der THW-Bundesschule Hoya für Forschung und Lehre zur Verfügung.

Technische Universität Hamburg (TUHH)

An der Technischen Universität Hamburg (TUHH) ist der Maschinenbau auch in diesem Zulassungsjahrgang mit 392 neu eingeschriebenen Studierenden das attraktivste Fach. Es folgen die Fächer Bau- und Umweltingenieurwesen, Allgemeine Ingenieurwissenschaften und Logistik und Mobilität. Aufsteiger ist der auf Platz fünf liegende und seit 2014 angebotene Studiengang Computer Science mit 97 Immatrikulationen (Bachelor). Das Studienfach Computer Science beinhaltet alle Kerngebiete der Informatik und greift den grundlegenden gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung auf.

Lehre und Forschung gehen in der TUHH Hand in Hand: Im Wintersemester 15/16 wurde der deutschlandweit erste Master-Studiengang Materialwissenschaft (M.Sc.) mit Schwerpunkt Multiskalige Materialien an der TUHH eingeführt. Er richtet sich an Bachelor-Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften, Physik oder Chemie. In der Forschung stärkt die TUHH mit dem Sonderforschungsbereich SFB 986 „Maßgeschneiderte Multiskalige Materialsysteme – M3“ die internationale Materialforschung. Das beweisen nicht nur die wissenschaftlichen Ergebnisse. Auch die Gründung des Zentrums für Hochleistungsmaterialien (ZHM) und weitere Investitionen in den Wissenschaftsbereich Elektronenmikroskopie sind langfristig angelegte Maßnahmen, um den erfolgreichen Verbund als eine feste Instanz in Norddeutschland in der Materialforschung zu etablieren.

Der Sonderforschungsbereich SFB 986 „Maßgeschneiderte Multiskalige Materialsysteme – M3“ wird seit dem 1. Juli 2016 weitere vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Der SFB 986 ist eine Kooperation der Technischen Universität Hamburg (TUHH), des Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), der Universität Hamburg (UHH) und des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY). Das Gesamtvolumen der Förderung beträgt 13 Millionen Euro.

HafenCity Universität (HCU)

Die jüngste der staatlichen Hamburger Hochschulen, die HafenCity Universität (HCU) ist bei den Studienanfängerinnen und -anfängern beliebt: 4315 Bewerbungen gingen für den Studienstart im Wintersemester 2016/17 ein, 606 neue Studierende nehmen nun ihr Studium an der HCU Hamburg auf. Die fünf Bachelor- und sechs Master-Studiengänge mit fachlichen Schwerpunkten auf den Themen Bauen und Stadtentwicklung sind interdisziplinär miteinander vernetzt. Die Studierenden erhalten so nicht nur fachliche Expertise in der eigenen Disziplin: gemeinsame Seminare, die Teilnahme an Wettbewerben oder Summer Schools, wie die jährlich stattfindende „Baltic International Summer School“, ermöglichen darüber hinaus bereits im Studium praktische Erfahrungen und den Austausch mit Nachbardisziplinen und europäischen Partneruniversitäten.

Auch interessierten Hamburgerinnen und Hamburgern ermöglicht die HCU Hamburg den Blick über den Tellerrand: Ab Oktober finden erneut zahlreiche öffentliche Veranstaltungen und Vortragsreihen im Universitätsgebäude in der HafenCity statt. Am jährlichen Forschungstag am 31. Oktober präsentieren HCU-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre laufenden und neuen Forschungsprojekte, unter anderem zu den Themen Zukunftsstadt und Smart City. Als Gast wird dabei Anna-Lena Scholz (DIE ZEIT) Einblicke in den Wissenschaftsjournalismus geben. In der Fortsetzung der HafenCity Lectures werden wissenschaftliche, künstlerische und publizistische Positionen zur Stadtentwicklung präsentiert. In gemeinsamen Vorträgen von Architekten und Tragwerksplanern im Rahmen der „Tea Time Lectures“ werden die Dynamik und Komplexität der Entwicklungsprozesse von Bauwerken verdeutlicht.

Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)

Die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) kann sich zum Semesterstart erneut über eine Steigerung der Bewerberzahlen um gut 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr freuen, wobei rund die Hälfte der 1615 Bewerbungen auf das Bachelor- und Master-Studium „Bildende Künste“ (inklusive Lehramt) von internationalen Bewerberinnen und Bewerbern kamen. Insgesamt wurden 129 Bachelor- und 86 Master-Studierende zum Wintersemester 2016/17 immatrikuliert. Zeitgleich ist zum 1. Oktober 2016 die zweite Runde des im Sommersemester erfolgreich an der HFBK gestarteten Vorstudienprogramms „Artistic and Cultural Orientation“ (ACO) mit 35 künstlerisch interessierten und vorgebildeten Geflüchteten gestartet. Mittels vier künstlerischer Workshops in den Bereichen Film, Fotografie/Grafik, Malerei/Bildhauerei und Design und eines Theorieseminars werden Einblicke in die künstlerische Praxis an einer westlichen Kunsthochschule gewährt  und eine Studienplatzbewerbung vorbereitet. Ein zentraler Fokus des ACO-Programms liegt darüber hinaus auf dem  Austausch über kulturelle Transfers und verschiedene „Schulen des Sehens“, wobei die Netzwerkbildung mit hiesigen Künstlerinnen und Künstlern und die Einbindung in die Hamburger Kunstszene im Vordergrund stehen.

Hochschule für Musik und Theater (HfMT)

Die Hochschule für Musik und Theater (HfMT) wird in diesem Semester 107 neue Studierende im ersten Semester aufnehmen, 98 Musikerinnen und Musiker beginnen ein Masterstudium. Für die Raumbuchung wird ab dem Wintersemester die neue elektronische Raumverwaltung „ASIMUT“ allen Studierenden zur Verfügung stehen. Damit können künftig alle Unterrichts- und Überäume  über das Internet  gebucht werden. Dazu reicht ein Internetzugang über PC, Notebook, Tablet oder Smartphone. Für Smartphones gibt es eine optimierte Nutzeroberfläche.

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