Ausbau der Verkehrsangebote Schaffung zusätzlicher S-Bahn Kapazitäten im ÖPNV

12 neue S-Bahnzüge ab Dezember 2019 im Einsatz – Entlastung für den Hamburger Süden

Hamburg hat beste Aussichten für eine im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittliche ökonomische Entwicklung. Gleichzeitig ist von einer weiteren Zunahme der Bevölkerung auszugehen. Hamburg wächst und wird in absehbarer Zeit die 2-Millionen-Marke überschreiten. Hieraus leitet sich die Notwendigkeit zum Ausbau der Verkehrsangebote in der Stadt ab. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) erfreut sich in Hamburg wachsender Beliebtheit. Auf einigen Strecken nähert sich die Nachfrage bereits der maximalen Leistungsfähigkeit der S-Bahnen. Insbesondere die Strecken zwischen der Innenstadt und dem Hamburger Süden sowie von und zum Flughafen verzeichnen anhaltend starke Nachfragezuwächse. Aus diesem Grund beauftragt der Senat die S-Bahn Hamburg GmbH mit der Beschaffung von 12 neuen S-Bahnzügen. Senator Frank Horch: „Wenn wir wollen, dass die Menschen auf den ÖPNV umsteigen, muss das Angebot stimmen. Busse und Bahnen müssen komfortabel, zuverlässig und sicher sein. Mit der Beschaffung weiterer neuer Züge werden wir den Fahrgästen ein deutlich verbessertes Angebot machen.“

Schaffung zusätzlicher S-Bahn Kapazitäten im ÖPNV

Das soll in Zukunft mit den 12 neuen Zügen konkret so aussehen:

  • Umstellung der heute auf der Linie S11 noch eingesetzten „Kurzzugfahrten“ (Züge mit nur drei Waggons) auf „Vollzüge“ (Züge mit sechs Waggons). Damit verdoppelt sich die Zahl der Sitzplätze; hierfür sind insgesamt sechs neue Fahrzeuge erforderlich. Diese Umstellung  ermöglicht – mittelfristig - auch eine Kapazitätserhöhung auf der Strecke Ohlsdorf – Flughafen (durch  Vollzugeinsatz auf der S1.
  • Ausweitung des „Langzugeinsatzes“ (Züge mit neun Wagen) auf der stark frequentierten Linie S3 im Abschnitt Neugraben – Innenstadt – Elbgaustraße. Hierfür sind vier Fahrzeuge erforderlich. Z.B.: „Bei weiter steigender Fahrgastnachfrage auf der Strecke Innenstadt – Harburg bleibt die Taktverdichtung, z.B. durch Einführung einer neuen Linie „S32“, Ziel des Senats. Dafür sind allerdings weitere Fahrzeuge und auf der Strecke zusätzliche Infrastruktur (zusätzliche Signale) nötig, die erst ab 2020/21 verfügbar sein kann.“
  • Zwei weitere Fahrzeuge erhöhen die Bestandsreserve und sichern eine Flexibilisierung des netzweiten Fahrzeugeinsatzes ab, um künftig durch Fahrzeugmangel verursachte Komforteinbußen durch fehlende Zugteile vermeiden zu können.

Zusammen mit der bereits zu Vertragsbeginn Ende 2018 erfolgenden Leistungsausweitung und den neu bestellten Fahrzeugen erhöht sich der Fahrzeugpark der S-Bahn von heute 164 auf 184 Fahrzeuge. Ergänzend erfolgt ein Ausbau der Werkstatt- und Abstellanlagen. Auf den Hauptstrecken werden dann alle Linien planmäßig mindestens mit Vollzüge mit sechs Wagen und 380 Sitzplätzen bedient.

Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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