Behörde für Umwelt und Energie

Nicht von Pappe! Kaffeegenuss und Umweltschutz in einem Becher

Umweltbehörde setzt in eigener Kantine auf Mehrwegbecher

Pro Jahr wird in Deutschland rund 2,8 Milliarden Mal Kaffee aus Wegwerf-Pappbechern getrunken – das verursacht ca. 40.000 Tonnen  vermeidbaren Müll.  Und das nach einer sehr kurzen Lebensdauer: Ein Coffee-To-Go-Becher landet im Schnitt nach nur 15 Minuten im Müll. Allein in der gemeinsamen Kantine der Umwelt- und Stadtentwicklungsbehörde fielen bislang mehr als 15.000 Wegwerfbecher jährlich an. Dies ändert sich jetzt: Ab heute bietet das Bistro am Standort Neuenfelder Straße in Wilhelmsburg anstelle der Pappbecher einen Pfandbecher an.

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Kaffeegenuss und Umweltschutz in einem Becher

Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) will damit ein Beispiel liefern, dem auch andere städtische Stellen folgen können; und sie will zeigen, wie einfach Umweltschutz und Müllvermeidung im (Büro-)Alltag geht – wenn man die richtigen Alternativen anbietet. In dem 2013 bezogenen Behördengebäude haben rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BUE der BSW (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) sowie des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung (LGV) ihr Büro.

Jens Kerstan, Umweltsenator, erklärt dazu: „Die Flut an Wegwerfbechern ist ein Problem, das es so vor zehn Jahren noch nicht gab. Wir wollen dazu beitragen, dass dieser Müll möglichst gar nicht erst entsteht. Allein in der Kantine unserer Behörde fallen pro Jahr mehr als 15.000 Wegwerf-Kaffeebecher an. In Deutschland sind es Milliarden. In unserer Kantine bieten wir ab sofort einen Mehrwegbecher an. Dieser ist praktisch und sieht auch noch gut aus. Wir sind überzeugt, dass die Kaffeegenießer unter den rund 1.500 Menschen, die in diesem Gebäude arbeiten, hier gern mitziehen und so einen Beitrag für die Umwelt leisten. Mittelfristig kann ich mir gut vorstellen, dass auch andere Behörden, Ämter und Institutionen der Stadt nachziehen und einen solchen Becher in ihren Kantinen anbieten.“

Hintergrund: Mit dem Umweltleitfaden hatte der Senat im Januar 2016 bereits den Verzicht auf Alu-Kaffee-Kapseln und Einwegflaschen in der Hamburger Verwaltung beschlossen. Neben grundsätzlichen Regelungen und Vorgaben zu Verpackung, Transport und Reparaturfreundlichkeit und konkreten Beschaffungsvorgaben zu 19 Produktgruppen gibt es in dem Leitfaden eine Negativliste für einzelne Produkte, die die FHH grundsätzlich nicht mehr beschafft. Dazu zählen auch Einweggeschirr und Einwegbesteck, einschließlich Einweg-Coffee-To-Go-Becher.

Rückfragen:

Behörde für Umwelt und Energie
Pressestelle - Jan Dube
(040) 428 40 – 8006
Mobil: 0176.42853-406
jan.dube@bue.hamburg.de
www.hamburg.de/bue

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