Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Wettbewerb Siegerentwurf des Wettbewerbs „Wohnen am Volkspark“ steht fest

Schweizer Büro überzeugt mit kreativer Verbindung von Altonaer Volkspark und Wohnbebauung

Das Schweizer Büro Leismann AG/Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt hat den städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerb „Wohnen am Volkspark“ gewonnen.  Eine Fachjury kürte den Entwurf aus sieben Wettbewerbsbeiträgen in der zweiten Wettbewerbsphase zum Sieger, da er auf kreative Weise die Fläche des Altonaer Volkspark erweitert und so den Park bis in die Wohnquartiere hineinzieht. Das 46 Hektar große Wettbewerbsgebiet umfasst die Flächen der Trabrennbahn und reicht über die Kleingärten an der August-Kirch-Straße bis an die Autobahn A7. Ziel des Wettbewerbs war es, unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern Bahrenfeld als lebenswerten und grünen Stadtteil mit modernen Wohnungen in angemessener Dichte weiter zu entwickeln.

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Siegerentwurf des Wettbewerbs „Wohnen am Volkspark“ steht fest

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Das Wettbewerbsgebiet ‚Wohnen am Volkspark‘, das auch die jetzige Trabrennbahn umfasst, ist eine unserer bedeutendsten Flächen, die im Zusammenhang mit der Überdeckelung der A7 für den Wohnungsbau erschlossen werden. Hier entstehen in den nächsten Jahren in unmittelbarer Nähe zum Volkspark mindestens 2.200 neue Wohnungen. Dem Siegerentwurf gelingt es auf vorbildliche Weise, neue und alte Wohnquartiere miteinander zu verbinden und die Fläche des Altonaer Volksparks zu erweitern. Mit der intensiven Bürgerbeteiligung entsteht so ein Quartier mit hoher Lebensqualität und städtebaulicher Qualität. Das ist ein Gewinn für den gesamten Hamburger Westen.“

Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter: „Es ist schon eine aus dem Rahmen fallende Idee, alle freiraumbezogenen Funktionen in den neuen Quartieren – wie Sportflächen, Kinderspielplätze usw. – als Erweiterung des Volksparkes zu konzipieren und die neuen Wohnungsbauflächen als signifikante Parkkante im südlichen Teil entlang der Luruper Chaussee und der Autobahn zu konzentrieren. So entsteht ein prägnantes städtebauliches Bild, an dem Altonas ehemaliger Gartenbaudirektor Tutenberg und Bausenator Oelsner ihre Freude gehabt hätten.“

Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer: „Mit diesem vorbildlichen Entwurf wird sich der Stadtteil Bahrenfeld weiter zu einem interessanten und lebenswerten Wohnstandort entwickeln, der aber auch, wie es in Altona gute Tradition ist, die verträgliche Mischung von Wohnen und Arbeiten zulässt. Die konstruktive Beteiligung vieler Bahrenfelder Bürgerinnen und Bürgern hat mit dazu beigetragen – dafür danke ich allen Beteiligten.“

Das neue Stadtquartier am Volkspark soll überwiegend dem Wohnen dienen, aber auch andere, wohnverträgliche Nutzungen sowie Nahversorgungs- oder Sozialeinrichtungen aufnehmen. Geplant sind bisher mindestens 2.200 Wohnungen, davon ca. 1.300 auf der Fläche der Trabrennbahn. Ziel des städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerbs ist es, einen urbanen Ort mit eigener Identität zu schaffen, der der besonderen Lage zwischen der bestehenden Bebauung und dem Volkspark Rechnung trägt. Der Park und der Stadtteil sollen so besser miteinander vernetzt und die Landschaftsachse aufgewertet werden.

In der zweiten Phase des Wettbewerbs sollte die städtebauliche Entwurfsidee für die Flächen der Trabrennbahn und die unmittelbar angrenzenden östlichen Bereiche konkretisiert werden, etwa die Anbindung des Straßen-, Rad- und Fußwegenetzes an die Umgebung oder die Anzahl der Geschosse in der Wohnbebauung. Außerdem sollte die einmalige Lage des Volksparks deutlicher herausgearbeitet werden und der Ebertplatz als Schnittstelle zur vorhandenen Bebauung eine wichtige Rolle spielen. Aus den sieben Wettbewerbsbeiträgen hat die Jury folgende Arbeiten prämiert: 

1. Preis:Leismann AG, Biel-Bienne/Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt, Bern
2. Preis:Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt/Main/A24 Landschaft Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
3. Preis:

03 Architekten GmbH, München/grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising

Der Siegerentwurf des Schweizer Büros Leismann AG/Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt überzeugte die Jury mit seiner Idee, die notwendige Straße mit einer „grünen Fuge“ direkt an den Volkspark zu legen. Ein Teil der Wohnflächen wird so in die neuen Parkflächen integriert, während der Ebert-Platz als neuer Eingang zum Parkt dient. Auf Länge der Fuge sind Fuß- und Radwege sowie ausreichend Parkplätze vorgesehen, so dass auch die neuen Parkflächen gut zu erreichen sind. Das Bebauungskonzept sieht unterschiedliche Typologien vor, u. a. für Baugemeinschaften. Wegen der großen Kompaktheit hat der Entwurf zudem gute Voraussetzungen für eine zentrale und effiziente Energieversorgung.

Hintergrund zum Wettbewerb „Wohnen am Volkspark“

Der Wettbewerb „Wohnen am Volkspark“ wurde in zwei Phasen und unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt. In der ersten Phase sollte die städtebauliche Idee für die gesamten Flächen bis an den neuen Grünzug auf dem Lärmschutzdeckel der A 7 entwickelt werden. In der zweiten Phase sollte diese Idee im Bereich der Trabrennbahn und für die unmittelbar angrenzenden Flächen vertieft werden. Die städtebauliche Entwicklung beginnt in diesem Teilabschnitt früher als auf den östlichen Flächen, die voraussichtlich erst ab 2027 nach der Fertigstellung der Parkanlagen und Kleingärten auf dem Deckel zur Verfügung stehen. Die Grundzüge der zukünftigen Stadtentwicklung in Bahrenfeld wurden durch den im Jahr 2013 vorgelegten Rahmenplan Bahrenfeld-Nord festgelegt. Durch den Wettbewerb „Wohnen am Volkspark“ sollten die Planungen für einen Teilbereich weiter ausgearbeitet und konkretisiert werden. Durch den Bau des Lärmschutztunnels im Bereich Bahrenfeld / Othmarschen werden entlang der A7 Parkanlagen, Kleingärten und Fuß- und Radwegeverbindungen entstehen, die die getrennten Teile Bahrenfelds wieder verbinden werden. Der Wettbewerb hat aber auch eine besondere städtebauliche Bedeutung über die Grenzen Altonas hinaus. Mit dem Verfahren wird ein weiterer Schritt getan, um die Chancen des A7-Deckels und des Trabrennbahngeländes städtebaulich und landschaftsplanerisch wahrzunehmen und vorzubereiten.

Hinweis: Der prämierte Siegerentwurf und die sechs weiteren Entwürfe der zweiten Wettbewerbsphase werden ab dem 5. Dezember 2016 im Foyer der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in der Neuenfelder Straße 19 in Wilhelmsburg ausgestellt. Ab dem 9. Januar 2017 werden alle Arbeiten, auch die in der ersten Phase ausgeschiedenen, im CFEL-Gebäude auf dem Gelände der DESY in Bahrenfeld (Nebeneingang über Luruper Chaussee 149 bzw. Haupteingang über Notkestraße 85) gezeigt.

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