Bike+Ride B+R-Ausbau nimmt Tempo auf

- Entwicklungskonzept des Senats auf Bedarfe der Fahrradfahrer zugeschnitten
- Knapp 2 000 neue Fahrradstellplätze allein in 2017
- Bau von weiteren Anlagen und neuen Fahrradstationen an zentralen Orten

Bike+Ride von links nach re: Klaus Uphoff, GF P+R Betriebsgesellschaft, Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin und Staatsrat Andreas Rieckhof

B+R-Ausbau nimmt Tempo auf

Knapp 2 000 zusätzliche Bike+Ride-Abstellplätze allein in diesem Jahr: die P+R-Betriebsgesellschaft baut ihr Angebot zum „clever umsteigen“ parallel an 13 U-Bahn-Haltestellen, an vier S-Bahn-Haltestellen und am Hamburger Hauptbahnhof deutlich aus. In Ohlstedt konnte die erste Anlage des Jahres mit über 200 Plätzen bereits im März eröffnet werden, die neue Anlage in Berne folgt Ende Mai mit dann insgesamt knapp 750 Fahrradstellplätzen. Insgesamt werden im Jahr 2017 3 400 Abstellplätze renoviert und neu gebaut.

Andreas Rieckhof, Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Mit einem attraktiven B+R-Angebot und sicheren Abstellmöglichkeiten an den Schnellbahnhaltestellen machen wir die Kombination von Rad und ÖPNV noch attraktiver und entlasten die Innenstadt vom Autoverkehr. Lärm und Emissionen spielen eine immer bedeutendere Rolle. Das wollen wir in den Griff bekommen. Es wird oft unterschätzt, welche Potenziale in der Verknüpfung von Fahrrad und Öffentlichem Personennahverkehr liegen.“ 

Das Entwicklungskonzept des Senats zur besseren Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV in Hamburg aus dem Jahr 2015 hat das Ziel, bis zum Jahr 2025 insgesamt 28 000 B+R-Plätze an allen 133 Schnellbahnstationen bereitzustellen. Darunter fallen allein 12 000 neu zu bauende Stellplätze. Hierfür stellt der Senat insgesamt 31 Millionen Euro zur Verfügung. Umgesetzt wird das Programm durch die P+R-Betriebsgesellschaft. In den vergangenen Jahren entstanden schon drei neue Anlagen: Saarlandstraße (180 Plätze), Poppenbüttel (540 Plätze) sowie Othmarschen (110 Plätze). Künftig sollen pro Jahr acht bis dreizehn Anlagen neu- bzw. umgebaut und renoviert werden.

Stichwort Neubau: Aktuell laufen die Planungen für drei neue B+R-Anlagen an den Verkehrsknotenpunkten Hoheluftbrücke, Schlump und Kellinghusenstraße. An diesen Stellen besteht großer Handlungsbedarf aufgrund des „wilden Abstellens“ von Fahrrädern. Die neue B+R-Anlage Hoheluftbrücke soll noch in diesem Herbst fertig gestellt werden, für die B+R-Anlagen Kellinghusenstraße und Schlump laufen die Machbarkeitsuntersuchungen. Allein an diesen drei Strandorten sollen insgesamt rund 1 500 neue und komfortable Abstellmöglichkeiten entstehen.

Klaus Uphoff, Geschäftsführer der P+R-Betriebsgesellschaft: Wir bieten unseren Kunden ein Höchstmaß an Komfort – vom einfachen Abstellplatz über den überdachten Stellplatz bis hin zum abschließbaren Stellplatz mit Lademöglichkeit für Pedelecs. Aber wir denken weiter: Elektronische Zugangssysteme und spontane Buchungsmöglichkeiten via App sollen die Nutzung unserer B+R-Anlagen noch attraktiver machen.“

Eine deutliche Förderung des innerstädtischen Radverkehrs sehen die P+R-Planer in einem komplett neuen Mobilitätsangebot für Hamburgs Fahrradfahrer: spezielle Fahrradstationen an allen Hamburger Fernbahnhöfen (Harburg, Hauptbahnhof, Dammtor, Altona und Diebsteich). Diese sollen Pendlern die Nutzung des eigenen Fahrrads für den Weg in die Stadt oder zum Bahnhof komfortabel ebnen. Vorbild sind hier Fahrradstädte wie Amsterdam, Kopenhagen und Münster, die solche Fahrradstationen mit großem Erfolg eingeführt haben. Fahrradstationen ermöglichen nicht nur ein sicheres Abstellen der Fahrräder, sondern bieten auch Zusatzangebote wie Reparaturservice und Fahrradwaschanlagen. Aktuell laufen hier die Machbarkeitsuntersuchungen.

Ihr Ansprechpartner: Klaus Uphoff – Geschäftsführer – Tel.: 040/32 88-3452

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Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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