Der Klimawandel und steigende Meeresspiegel sind eine Tatsache, auf die sich Hamburg einstellen muss. Deshalb werden alle Deiche Stück für Stück um mindestens 80 Zentimeter erhöht. Für diese Baumaßnahmen wird viel Erde bewegt, deshalb muss naturschutzrechtlich für Ausgleich gesorgt werden. Eine Maßnahme wird sein, Deiche zurück zu verlegen und artenreiches Deichvorland zu schaffen. Die Umweltbehörde hat prüfen lassen, ob dies an der Elbinsel umsetzbar ist. Ergebnis der Voruntersuchung: Am besten ist eine solche Maßnahme im Bereich des Altspülfeldes Ellerholz umsetzbar.
Deshalb geht der Senat den nächsten Schritt und bereitet die konkrete Planung und Umsetzung vor. Mit dem neu gewonnenen ökologisch wertvollen ca. 20 Hektar großen Deichvorland wird der Ausgleich für alle Hamburger Deichbaumaßnahmen komplett erreicht. Frühester Baubeginn könnte 2022 sein. Die Bauzeit nimmt mehrere Jahre in Anspruch. Als beispielgebende Maßnahme ist die erfolgreiche Deichrückverlegungs-Maßnahme Kreetsand zu nennen. Wichtig ist: Die Deichsicherheit bleibt zu jedem Zeitpunkt der Baumaßnahmen – auch bei einer Sturmflut – gewährleistet. Die alte Deichlinie wird erst dann zurückgenommen, wenn der neue Deich sich gesetzt hat und standsicher ist. Auch die Deiche in Ellerholz würden damit nachher höher und sicherer sein als bislang.
Jens Kerstan, Umweltsenator erklärt: „Wir erreichen mit dieser Maßnahme zwei wichtige Ziele auf einmal: besseren Hochwasserschutz und eine natürliche Flusslandschaft. Die Tideelbe ist ein einzigartiger Lebensraum. Welche Metropole hat das schon? Watt in der Stadt.“
Hintergrund: Mit dem Deicherhöhungsprogramm von 2012 hat sich der Senat verpflichtet, die insgesamt rund 103 Kilometer Deichlinie in Hamburg binnen 25 Jahren um mindestens 80 Zentimeter zu erhöhen.
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