Beiersdorf AG Klares Bekenntnis zu Hamburg

Senat begrüßt Standortentscheidung der Beiersdorf AG für Hamburg-Eimsbüttel

Drei Viertel der Hamburger sind der Meinung, dass die Industrie eine „wichtige bis unverzichtbare Rolle“ für die Zukunft der Stadt einnimmt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage zur Akzeptanz von Industrie in Hamburg, die im Zuge der Umsetzung des Masterplans Industrie durchgeführt wurde. Die Beiersdorf AG zählt mit ihrer Produktpalette darüber hinaus zu den Unternehmen, die jede Hamburgerin und jeder Hamburger kennt. Rund 230 Millionen Euro wird das Unternehmen nun in den Standort Hamburg-Eimsbüttel investieren. Das ist ein sehr deutliches Signal für die Zukunft des DAX-notierten Unternehmens und ein klares Bekenntnis die 135-jährige Tradition in der Hansestadt fortzuführen. Der Senat begrüßt diese Entscheidung außerordentlich. Mit diesem Investment werden langfristig rund 3.000 Arbeitsplätze in Hamburg gesichert. Neben der umfassenden Modernisierung der Gebäudestruktur wird in der Troplowitzstraße das neue Headquarter als Ergänzung der Werke 1,5 und 3 entstehen und das Unternehmen Beiersdorf noch stärker im Stadtteil Eimsbüttel sichtbar werden lassen. Die Forschungsinfrastruktur wird mit der Ergänzung des bestehenden Forschungszentrums auf insgesamt 11.000 Quadratmeter ebenfalls erweitert. In der Troplowitzstraße, genannt nach dem zweiten Gründer des Unternehmens, wird eine moderne Büro- und Arbeitswelt entstehen, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beiersdorf AG ein hochmodernes Arbeitsumfeld geben wird.

Klares Bekenntnis zu Hamburg

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation hat die Planungen der Beiersdorf AG von Beginn an begleitet. Es ging los mit der Flächenarrondierung im Bereich des Eidelstedter Weges, mit dem Abriss des Bunkers und der Verlagerung der Spielplatzfläche. Ein zweiter Schritt ist nun die Modernisierung des Werkes 5. Hier wird das neue Headquarter bis 2021 entstehen. Damit werden die Flächen im Werk 5 weiter optimiert und Flächenpotentiale ausgeschöpft. Die bestehende Produktion im Werk 3 soll langfristig durch den Verkauf der anliegenden Grundstücksfläche gesichert werden. Mit dem Verkauf der städtischen Fläche in der Größe von zirka zwölf Hektar sichert sich die Beiersdorf AG perspektivisch eine Erweiterungsmöglichkeit für das Werk 3, um auch zukünftig am Standort Hamburg Eimsbüttel wachsen zu können. Eine Änderung der Nutzung ist nicht vorgesehen. Der Kaufvertrag ist unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Senat und Bürgerschaft geschlossen worden. Eine entsprechende Drucksache wird vorbereitet und Senat und Bürgerschaft zur Entscheidung vorgelegt.

Bürgermeister Olaf Scholz: „Die Industrie zählt  zu den wichtigsten Arbeit-, Auftrags- und Impulsgebern in Hamburg. Ich bin froh, dass die Beiersdorf AG mit dem Neubau der Konzernzentrale und der Erweiterung der Forschungseinrichtungen ein deutliches Signal für Hamburg und den Standort Eimsbüttel sendet. 3.000 Arbeitsplätze in einem innerstädtischen Quartier werden so langfristig gesichert. Es zeigt, dass die Idee der Kombination von Wohnen und Arbeiten sehr aktuell ist. Quartiere werden lebendig und attraktiv, wenn Menschen direkt vor Ort Arbeit finden. Beiersdorf und Eimsbüttel waren schon immer eng verbunden und werden es auf diese Weise auch bleiben.“

Staatsrat Dr. Rolf Bösinger: „Aus Sicht der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation  freue ich mich sehr, dass ein weiterer Schritt zur langfristigen Sicherung des Standortes der Beiersdorf AG in Hamburg vollzogen ist. Investitionen in Innovation und Forschung sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Der Senat hat das Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen unterstützt, um die 135-jährige Tradition hier fortzusetzen. Ich danke allen Beteiligten, die an der Umsetzung beteiligt waren. Wir werden nun die entsprechenden Beschlüsse von Senat und Bürgerschaft zum Verkauf der Kleingartenfläche angehen und umsetzen.“

Hintergrund – Geschichte:

Im Jahr 1880 hatte sich Carl Beiersdorf als Apotheker in Hamburg niedergelassen und erhielt für seine Erfindung der Guttaperchapflastermulle 1882 sein erstes Patent, die gilt als Gründungsdatum der Beiersdorf AG. 1890 übernahm Oscar Troplowitz das Unternehmen und baute es zu einem weltweit führenden Hersteller von Konsumgütern im Bereich von Pflastern und Hautpflegeprodukten aus.

Zahlen:

Die Beiersdorf AG beschäftigt 17.600 Mitarbeiter, davon zirka 3.000 am Standort Hamburg Eimsbüttel. Der Jahresumsatz beträgt 6,6 Milliarden Euro pro Jahr. Das Unternehmen ist ein Dax-notiertes Unternehmen mit Sitz in Hamburg.

Zur Beiersdorf AG gehören die Marken:  8×4, Nivea, Tesa, Labello, Eucerin und Hansaplast.

Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
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