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Oelsner-Bau geht an Baugemeinschaft Wohnschule

Oelsner-Bau geht an Baugemeinschaft Wohnschule

Mit dem Beschluss der Kommission für Bodenordnung für eine Anhandgabe des ehemaligen Schulgebäudes an die Baugemeinschaft Wohnschule, ist die gesamte Fläche der ehemaligen Pestalozzi-Schule mit den denkmalgeschützten Schulgebäuden sowie die südlich an die Simon-von-Utrecht-Str. angrenzende Fläche verkauft bzw. Anhand gegeben worden. Damit entstehen im Quartier insgesamt 80Wohnungen, zum Teil öffentlich gefördert, die von einem privaten Bauherren und Baugemeinschaften errichtet bzw. in den Schulgebäuden geschaffen werden.

Angrenzend entsteht ein gewerblich genutztes Gebäude für die Firma AIDA Entertainment GmbH. Die AIDA Entertainment GmbH produziert schwerpunktmäßig das komplette Entertainmentprogramm/Bühnenshows der AIDA Kreuzfahrtflotte. In dem neuen Gebäude werden Werkstattflächen, Schneiderei, Büros und Probebühnen errichtet. Außerdem entsteht ein Gründerzentrum, in das junge, kreative Unternehmen einziehen sollen. Baubeginn ist noch in diesem Jahr. Die gewerbliche Bebauung soll eine Abschirmfunktion für den neu entstehenden angrenzenden Wohnungsbau übernehmen.

Die Wohnungsbauflächen auf denen Neubauten errichtet werden, sind im Rahmen der 2. Wohnungsbauoffensive zu ermäßigten Grundstückskaufpreisen verkauft  worden. Damit entsteht hier überwiegend bezahlbarer Wohnraum für junge Familien und ältere Menschen.

Das zentrale denkmalgeschützte Schulgebäude  an der kleinen Freiheit, mit der typischen Architektur von Oelsner ist im November 2011 im Rahmen einer Konzeptausschreibung angeboten worden. Dabei werden das Konzept mit 70% und der Kaufpreis lediglich mit 30% bei der Auswahlentscheidung berücksichtigt. Rund ein Dutzend Bewerbungen waren dafür eingegangen. Aufgrund des überzeugendsten Konzeptes ist die Baugemeinschaft Wohnschule ausgewählt worden.

Das Konzept der Baugemeinschaft hat die denkmalpflegerischen Aspekte in besonderer Weise berücksichtigt. Sie möchte das ursprüngliche Erscheinungsbild des Oelsner-Baus überwiegend wieder herstellen. Insbesondere die eingeschossigen Eingangsvorbauten sollen ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurück erhalten und die bauzeitliche Fenstereinteilung soll wieder hergestellt werden. Vorgesehen ist die Wiedererschließung der Dachterrasse, eine umfangreiche energetische Sanierung durch den Einbau von Wandheizungen, Einbau eines Fahrstuhls und eines barrierefreien Eingangsbereichs. Die Baugemeinschaft plant zudem eine Espressobar im Eingangsfoyer und eine Galerie mit alten Bildern der Schule und wechselnden aktuellen Stadtbildern.

Kernstück des Konzeptes der Baugemeinschaft ist die Absicherung der Turnhallennutzung für das Quartier und den Vereinssport für zunächst 20 Jahre. Damit konnte insbesondere der Befürchtung vieler Anwohner und insbesondere der Tischtennisabteilung des FC St.Pauli entgegen gewirkt werden, eine weitere Sportstätte zu verlieren.