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Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte 20.04. - 08.05.2022 Preisträgerin und Preisträger "Verantwortung – damals und heute" 2022

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Auszeichnung der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte für Zivilgesellschaftliches Engagement  in Memoriam Esther Bejarano

Ein Porträt einer Frau. Preisträgerin Helga Obens

Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte

Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte vergibt am Dienstag, 3. Mai 2022, um 19.30 Uhr  im Museum für Hamburgische Geschichte in Gedenken an Esther Bejarano den Preis "Verantwortung - damals und heute" 2022, um herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement im Sinne von Esther Bejarano sichtbar zu machen, zu ehren und zu fördern. Der Preis soll Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen auszeichnen, die sich ehrenamtlich für die Hamburger Erinnerungskultur und Gedenkarbeit engagieren oder sich für Demokratieförderung, Toleranz und  Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft einsetzen.

Mit dem Hauptpreis "Verantwortung – damals und heute" 2022 zeichnet die Jury das Jahrzehnte lange kontinuierliche Engagement gegen das Unrecht im Nationalsozialismus von Helga Obens aus. Ihre beharrliche Erinnerungsarbeit reicht von der Gründung des Arbeitskreises „Bücherverbrennung – Nie wieder!“ 1981 über den „Zug der Erinnerung“, der 2008 in Hamburg an die Deportation von mehreren hunderttausend Kindern erinnerte, bis zur Beteiligung an Mahnwachen und der Namenlesung auf dem Joseph-Carlebach-Platz („Jeder Mensch hat einen Namen“). Ihre konstruktive Rolle im Zuge der Mediation zum Projekt Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof führte zuletzt im Januar 2022 dazu, dass das Dokumentationszentrum ein eigenes Haus am Ende des Lohseparks erhält. 16 Jahre lang stand sie im Vorstand des Auschwitz-Komitees neben Esther Bejarano, mit der sie seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft verband. 

Der Hauptpreis ist dotiert mit 2.000 Euro.

Mit dem Förderpreis "Verantwortung – damals und heute" 2022 werden Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann für das Filmprojekt „Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe“ ausgezeichnet. Der Film dokumentiert die Lebens- und Widerstandsgeschichte der Helmuth-Hübener-Gruppe in der NS-Zeit, zugleich zeigt er das vielfältige Engagement von Jugendlichen und Erwachsenen, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen. Das filmische Vermächtnis ist damit auch ein aktueller Beitrag zu einer aktiven und kreativen Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der Förderpreis ist dotiert mit 500 Euro.

Die Preisträger:innen des Hauptpreises und der Förderpreises werden in der morgigen Preisverleihung im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte ausgezeichnet. Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte wird ein Grußwort sprechen. 

Der Jury des Preises "Verantwortung - damals und heute" 2022 gehören an:

  • Prof. Dr. Detlef Garbe, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
  • Prof. Dr. Dr. Rainer Hering, Historiker und Archivar
  • Barbara Hüsing, Vorstand Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V.
  • Shelly Meyer, Studentin der Bildungswissenschaft, ehrenamtlich in der jüdischen Kinder- und Jugendarbeit tätig
  • Prof. Bettina Probst, Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte 

Die Preisverleihung wird musikalisch begleitet von Bejarano & Microphone Mafia. Der 91jährige Hamburger Zeitzeuge Claus Günther trägt zwei seiner Poetry Slam-Texte vor.

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