Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Revitalisierung des CCH Revitalisierung des CCH kommt voran

Neue Fassade ist wichtiger Meilenstein im Planungsprozess

Mit der ersten öffentlichen Präsentation des prämierten Entwurfs der neuen Süd-Ost-Fassade für das 41 Jahre alte Congress Center Hamburg ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im Planungsprozess für die Sanierung und Erneuerung des CCH erreicht worden.

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Revitalisierung des CCH kommt voran

Der Entwurf der Hamburger Arbeitsgemeinschaft agnLeusmann/Tim Hupe Architekten ist in einem internationalen Fassadenwettbewerb von der Fachjury einstimmig auf den ersten  Platz gesetzt worden. Die Jury lobt dabei, dass „die Arbeit sich auf einfache und überzeugende Weise mit der Architektur des bestehenden CCH auseinander setzt. Die horizontale Gliederung mit weit auskragenden Platten schafft einen selbstverständlichen Bezug zum Sockel des Hotels und öffnet das CCH mit dem großzügigen Belvedere zum Park Planten un Blomen.“ Die Fassade zeichne sich darüber hinaus durch eine einfache Konstruktion aus. Aus der Sicht des Denkmalschutzes wird der Ensemblecharakter besonders gestärkt, so dass ein ganzheitliches Gestaltungskonzept von CCH, Hotel und Vorfahrtbauwerk erkennbar wird.

Senator Frank Horch: „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Entwurf, der dem CCH einen ganz neuen und selbstbewussten architektonischen Auftritt verleihen wird und sich gleichzeitig in das schöne städtebauliche Umfeld zwischen den Parks, dem weithin sichtbaren Hotel und dem Dammtorbahnhof harmonisch einfügt. Hamburg braucht als internationale Metropole eine erstklassige Infrastruktur für Tagungen und Kongresse. Der zentrale Standort des CCH ist hervorragend und international hoch anerkannt, jetzt aber muss das 4 Jahrzehnte alte Gebäude dringend saniert und zeitgemäß umstrukturiert werden. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass das CCH künftig von allen Besuchern barrierefrei erreicht werden kann.

Das ist eine sehr komplexe Aufgabe, die wir nach mehreren vergeblichen Anläufen im letzten Jahrzehnt nun systematisch und sorgfältig vorantreiben. Dabei werden die Grundsätze des Senats zum kostenstabilen Bauen konsequent umgesetzt, d.h. wir gehen schrittweise vor und entscheiden nach jedem wesentlichen Planungsabschnitt erneut über die Fortsetzung des Projektes. Ein „Reinstolpern“ in Großprojekte wird es mit diesem Senat nicht mehr geben.“

Mit der Planung und Steuerung dieses anspruchsvollen Projektes hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation die ReGe beauftragt. Als erste Aufgabe hat die ReGe mit der verantwortlichen Leitung des CCH als künftigem Mieter des erneuerten Gebäudes das Nutzungskonzept noch einmal sorgfältig überprüft. Das CCH ist das einzige Haus in Norddeutschland, das große Tagungen und Kongresse mit mehreren tausend Teilnehmern beherbergen kann und wird sich in der Zukunft noch stärker auf diesen für das wirtschaftliche Ergebnis des Kongresszentrums entscheidenden Geschäftsbereich konzentrieren. Dafür müssen weitere flexibel nutzbare Flächen geschaffen werden. Für die erforderliche Umstrukturierung wird der östliche Teil des Altbaus mit dem alten Eingangsbereich und dem Saal II abgerissen und neu errichtet, der mittlere Teil mit dem großen, denkmalgeschützten  Saal wird grundlegend saniert und mit neuer Gebäudetechnik für Sicherheit, Klima und Medien ausgestattet. Der 2007 angebaute Westteil sowie die im gleichen Zuge errichtete  große Halle H entsprechen den aktuellen Anforderungen und werden daher nicht verändert. Durch diese Umstrukturierungen werden künftig drei Gebäudeteile (Ost, Mitte, West) geschaffen, die parallel genutzt werden können. Dabei sollen hohe Standards für nachhaltiges Bauen realisiert werden. Neben dem ökologischen Aspekt ist dies auch eine wirtschaftliche Investition, denn „green meetings“ werden zunehmend nachgefragt. Parallel wird auch die Sanierung des großen Vorfahrtbauwerkes, das zusammen mit dem CCH-Gebäude und dem Hotel als Ensemble denkmalgeschützt ist, geplant.

Oberbaudirektor Jörn Walter kommentiert für das Preisgericht: „Dem Architekten agn Leusmann und Tim Hupe ist der überraschende Schachzug gelungen, dem CCH ein völlig neues und einladendes Gesicht zu geben und dennoch das charakteristische Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Ensembles zu bewahren. Eine ebenso selbstverständliche wie verblüffende Lösung, ein auf Basis der Vorarbeiten von Prof. Volkwin Marg plötzlich großzügig und übersichtliches Haus und  dennoch ganz unverkennbar: Hamburg.“

Besonderes Interesse gilt der Planung der neuen, großzügigen Eingangshalle, die den Besuchern nach dem Betreten eine unmittelbare Orientierung zu den drei Bereichen des fast 180 Meter langen Gebäudes und über die vier Geschosse ermöglichen wird. Durch die Optimierung der Personenströme soll eine bessere Ausnutzung der Flächen und damit eine höhere Wirtschaftlichkeit des Gebäudes erreicht werden. Gleichzeitig wird die Logistik für die gesamte Ver- und Entsorgung von der Nordseite her neu geordnet.

Senator Frank Horch: „Hamburg hat seit Jahrhunderten vom Austausch von Wissen und Erfahrungen der Kaufleute und Kapitäne profitiert. Heute ist es die Kommunikation in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die neue Entwicklungsimpulse in unsere Stadt bringt. Impulse, die wir dringend für die Bewältigung unserer Zukunftsaufgaben brauchen. Das CCH hat in den vergangenen 41 Jahren viele Weltkongresse, spannende wissenschaftliche Tagungen und große Konferenzen und damit Menschen, Wissen und Erfahrungen nach Hamburg gebracht. Ein revitalisiertes CCH kann diese Entwicklung ausbauen, die Erneuerung des Hauses ist deshalb eine notwendige und lohnende Investition in Hamburgs Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass wir dieses Projekt mit einer sorgfältigen, transparenten und wirtschaftlichen Planung auch realisieren können und 2017 sowie 2018 die Revitalisierung mit einer Wiedereröffnung 2019 durchführen werden. Für die Bauzeit wird eine Ersatzlösung in der Halle A 3 auf dem Gelände der Hamburg Messe eingerichtet."

Pressebilder nach dem Pressegespräch unter www.hamburg.de/bwvi/medien

Ausstellungshinweis:

Die Entwürfe aller eingereichten Beiträge im Fassadenwettbewerb Fassadenwettbewerbs werden bis zum 9. Juni 2014 öffentlich ausgestellt.

Ort: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg, Raum D.01.283.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr.

 

Anlage: Hintergrundinformationen zum Verfahren