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Marktüberwachung Sind Spielzeuge für Kinder unter drei Jahren stabil genug?

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Ergebnisse zu Untersuchungen von Spielzeug für Kinder unter drei Jahren auf Fall-, Druck- und Schlagfestigkeit sowie auf Stoßsicherheit.

Spielzeuge für kleine Kinder müssen so stabil sein, dass sich keine Teile lösen, die verschluckt werden können. Eine Überprüfung durch das Referat Produktsicherheit hat ergeben, dass dies leider nicht immer so ist.

Im Jahr 2013 hat das Referat Produktsicherheit insgesamt 50 Spielzeuge aus Holz und Kunststoff für Kinder unter drei Jahren auf Fall-, Druck- und Schlagfestigkeit sowie auf Stoßsicherheit bei akkreditierten Prüfstellen untersuchen lassen.

Holzspielzeug Prüfschablone

Dabei wurde festgestellt, dass 16 Spielzeuge – das sind 32 Prozent der überprüften Spielzeuge – den diesbezüglichen Anforderungen der Spielzeugnorm EN 71 und damit der Spielzeugrichtlinie nicht genügten. Bei ihnen lösten sich bei den Prüfungen Teile vom Spielzeug ab, die so klein waren, dass sie verschluckt werden und dadurch zur Erstickung oder zu Verletzungen des Magen-Darmtraktes führen konnten. Stabförmige Griffe an rasselförmigen Spielzeugen für kleine Kinder müssen entweder so kurz sein oder am Ende so breit, dass Kinder sich nicht verletzen, wenn sie darauf fallen. Geprüft wird dies mit einer speziellen Schablone.

Im Einzelnen wurde folgendes festgestellt:

  • Bei fünf Spielzeugen lösten sich verschluckbare Kleinteile bei der Schlagprüfung
  • bei vier Spielzeugen lösten sich verschluckbare Kleinteile bei der Fallprüfung
  • bei fünf Holzspielzeugen lösten sich verschluckbare Kleinteile nach der Einweich- und anschließenden Schlagprüfung (mit der Einweichprüfung soll in erster Linie die Festigkeit von Verleimungen überprüft werden)
  • bei einem Spielzeug (Rassel) lösten sich verschluckbare Kleinteile bei der kombinierten Fall- und Schlagprüfung
  • bei einem Spielzeug (Rassel) war der Griff zu lang, sodass bei sehr kleinen Kindern (unter 18 Monaten) die Gefahr bestand, dass sie sich an diesem Griff beim Hinfallen stoßen, zum Beispiel wenn sie den Griff in den Mund gesteckt haben

Erkenntnisse

Holzspielzeug Verletzungsgefahr durch Kleinteile
Bei Spielzeugen aus Holz fiel auf, dass die Hersteller noch zu wenig die Inhomogenität des Werkstoffes Holz berücksichtigen. Holz weist in Faserrichtung eine hohe Festigkeit auf, senkrecht zur Faserrichtung dagegen nur eine geringe. Insbesondere bei ringförmigen Körpern kann dies zu einer nicht ausreichenden Festigkeit und damit zu Gefahren durch verschluckbare Bruchstücke führen.

Maßnahmen
Von den 16 bemängelten Spielzeugen wurden zehn an die für den jeweiligen Hersteller/Importeur zuständige Marktüberwachungsbehörde weitergeleitet, bei drei Spielzeugen wurde der weitere Verkauf untersagt und eine Rapex-Meldung initiiert, bei zwei Spielzeugen wurde der Import unterbunden und ebenfalls eine Rapex-Meldung initiiert und ein Spielzeug wurde vom Hersteller konstruktiv geändert.

Links zu den Rapex-Meldungen:

Tipps für Verbraucher
Wenn Sie Zweifel haben, ob ein Spielzeug für Ihr unter drei Jahre altes Kind stabil genug ist, lassen Sie es aus circa einem Meter Höhe auf einen harten Fußboden (zum Beispiel Fliesen) fallen. Dabei dürfen sich keine kleinen Teile ablösen, die Ihr Kind verschlucken könnte. Bei Holzspielzeugen sollten Sie zusätzlich insbesondere bei filigranen Teilen (zum Beispiel Ringen aus Holz) überprüfen, ob sie sich leicht zerbrechen oder vom übrigen Spielzeug lösen lassen.

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