Radfernweg 1 Elberadweg

Über 1.000 Kilometer führt der Elberadweg durch eine der schönsten Flusslandschaften Europas.

Radtour Elberadweg

Elberadtour

Vom Elbsandsteingebirge an der deutsch-tschechischen Grenze, entlang der Weinberge bei Meißen, vorbei am Wörlitzer Gartenreich, mitten durch den großen Naturpark Elbtalauen und die Prignitz, durch das idyllische Wendland und durch den Obstgarten Deutschlands, das Alte Land, bis hin zur Elbmündung bei Cuxhaven. Städtische Highlights sind u. a. Dresden, Magdeburg und Hamburg.

Das Hamburger Teilstück zeichnet sich durch eine Vielseitigkeit aus, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnte: Grünes Marschland und Elbmetropole, seltene Vögel und große Schiffe, Bauernhöfe und Hafenspeicher, Altarme der Elbe und Hochwasserschutzdeiche am großen Strom. Bei alledem ist der Verlauf des Elbe-Urstromtales an vielen Stellen erkennbar.

Im südöstlichen Teil Hamburgs, den Vier- und Marschlanden, werden die Alternativrouten "Natur" und "Kultur" angeboten. Die südliche "Natur-Route" führt autofrei durch das Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiesen und über den Damm der ehemaligen Marschbahn. Die nördliche "Kultur-Route" dagegen führt entlang größtenteils schmaler Straßen durch Ortsteile, die noch über weite Strecken den dörflichen Charakter dieses Teiles von Hamburg erkennen lassen. Entlang der Kultur-Route gibt die Landschaft immer wieder den Blick frei auf die Dove-Elbe, einen Nebenarm des großen Stroms und beliebtes Gewässer für den Sonntagsausflug der Hamburger mit Kajak oder Kanu.

Wer am südlichen Flussufer auf niedersächsischem Gebiet in Richtung Hamburg unterwegs ist, der setzt bei Hoopte (Teil der Gemeinde Seevetal) mit der Elbfähre nach Zollenspieker über und gelangt über eine Stichverbindung zum ehemaligen Marschbahndamm durch die Vier- und Marschlande.

Ab der Mündung der Dove-Elbe in die Norderelbe verläuft die Route entlang des ehemaligen Elbwasserwerkes Kaltehofe, durch die City Süd, entlang der Speicherstadt und den Landungsbrücken entlang des nördlichen Ufers der Norderelbe, das zahlreiche Abstecher zu interessanten Zielen im Hamburger Zentrum ermöglicht. Es wird v. a. ein Besuch des HafenCity-Infozentrums empfohlen, das anschaulich die Planung und Umsetzung der geplanten Stadterweiterung zwischen Speicherstadt und Norderelbe erläutert. Eine Variante der Route führt in einem Bogen durch die Innenstadt zur Außenalster und wieder zurück zur Elbe.

Im westlichen Teil von Hamburg besteht abermals die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Alternativrouten: Bleibt man auf der nördlichen Seite der Elbe, so führt die Route weiter entlang des topografisch bewegten Ufers (Geesthang) meist direkt am Wasser über die touristischen Glanzlichter Neumühlen (Museumshafen), Övelgönne (Kapitänshäuser), Teufelsbrück (Jenischpark), Blankenese (Treppen- und Villenviertel am Elbhang) und Wittenbergen (Elbstrand) bis nach Wedel. Von dort erreicht man die Elbmündung auf schleswig-holsteinischem Gebiet über Glückstadt und Brunsbüttel.

Verkehrliche Besonderheiten im Hamburger Stadtgebiet

Am Ende des Marschenbahndammes wird der Tatenberger Weg erreicht, an dem seit 2012 Schutzstreifen bestehen. Ab Rothenburgsort wurde in 2014 eine verkehrsarme Führung entlang der Wasserkante des Oberhafens fertig gestellt und der Radweg ist seitdem gut befahrbar. Auf Teilabschnitten des Baumwalls wird der Elberadweg auf Radfahrstreifen geführt. In der Großen Elbstraße besteht abschnittsweise grobes, schlecht befahrbares Pflaster.

In Övelgönne, zwischen Neumühlen und dem "Alten Schweden"/ Hans-Leip-Ufer gibt es eine 1,0 km lange Schiebestrecke, auf der Radfahren nicht zulässig ist; eine Umfahrung ist möglich über die oben am Hang liegende Elbchaussee (ohne Radweg oder-streifen), ab Kaistraße bis Övelgönner Hohlweg (gegenüber Halbmondstraße), oder mit der Fähre von Neumühlen mit umsteigen in Finkenwerder bis Teufelsbrück.

Am Falkensteiner Ufer westlich Blankenese ist eine Fahrradstraße eingerichtet. Kurz hinter der Hamburger Stadtgrenze besteht eine Treppe mit Schieberille, wo vom Elbufer aus etwa 10 Höhenmeter bewältigt werden müssen (elbabwärts: treppauf, elbaufwärts: treppab). Eine (ebenfalls steile) Umfahrung ist möglich ab Falkensteiner Ufer, Wittenbergener Weg, Tinsdaler Kirchenweg. Hier müssen auf kurzer Strecke 35 Höhenmeter bewältigt werden, aber dies ist ohne Treppe möglich.

Am südlichen Elbufer ab Finkenwerder stromabwärts

Möchte man die Tour am südlichen Elbufer fortsetzen, so setzt man ab Teufelsbrück mit der HADAG-Fähre zum Nahverkehrstarif nach Finkenwerder über. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos. Von Finkenwerder aus gelangt man über Cranz in das Alte Land, das als größtes zusammen hängendes Obstanbaugebiet besonders zur Blütezeit sehr attraktiv ist. Interessant und sehenswert sind aber auch die z. T. imposanten typischen Bauernhäuser des Alten Landes.

Wenn Sie Ihre Radwanderung variieren möchten, stehen Ihnen für eine Verknüpfung der Nordroute mit der Südroute elbabwärts die Elbfähren Blankenese - Cranz / Neuenfelde, Schulau - Lühe und Glückstadt - Wischhafen zur Verfügung.

Seit seiner Eröffnung am 15. Juni 2002 ist der Elberadweg durchgehend mit dem einheitlichen Logo eines blauen "e" auf weißem Grund gekennzeichnet.

Weitere Informationen
Das Buch zum Elberadweg: Elberadweg, Teil 2: Von Magdeburg nach Cuxhaven, Esterbauer Verlag (www.esterbauer.com). Enthalten sind exakte Landkarten im Maßstab 1 : 75.000, zahlreiche Ortspläne, genaue Routenbeschreibungen sowie ein umfassendes Übernachtungsverzeichnis.

Im Buchhandel sind inzwischen auch zahlreiche andere Führer zum Elberadweg erhältlich.

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Elberadweg
Über 1.000 Kilometer führt der Elberadweg durch eine der schönsten Flusslandschaften Europas.
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