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Radverkehrsstrategie Warum fördert Hamburg das Radfahren?

Es gibt gute Gründe, warum Hamburg den Radverkehr fördert. Einer davon lautet: Radfahren ist gesund und macht Spaß. Viele weitere Argumente sprechen für das Zweirad.

Warum fördert Hamburg das Radfahren?

Radfahren ist nach dem Zufußgehen die einfachste und natürlichste Art, sich fortzubewegen. Es ist so selbstverständlich, dass viele Städte vergessen, es in Betracht zu ziehen. Dabei hat der Radverkehr viele Vorteile. Hamburg hat dies erkannt und fördert deshalb den Radverkehr.

Warum sich die Förderung des Radverkehrs lohnt

  • Regelmäßiges Radfahren verbessert die Gesundheit und verlängert die Lebenserwartung
    (Grundregel: 5 mal 30 Minuten körperliche Bewegung pro Woche).
  • Radfahren benötigt keine fossilen Brennstoffe. Man verbrennt nur sein eigenes Fett
    ("cars burn money, bikes burn fat" - übersetzt: "Autos verbrennen Geld, Fahrrad verbrennt Fett").
  • Radfahrer und Radfahrerinnen sparen Platz, sind leise und bewegen sich fort, ohne Schadstoffe zu erzeugen.
  • Die Förderung des Radverkehrs kostet wenig und bringt finanziellen Nutzen: zwei investierte Euro in den Radverkehr ersparen fünf Euro an Aufwendungen im Gesundheitssystem, gab das EU-geförderte Projekt Trendy Travel bekannt.
  • Radfahren ist die schnellste Verkehrsart in der Stadt: Bei Strecken bis 5 Kilometer kommt man auf zwei Rädern schneller ans Ziel als mit dem Auto, ergab die Studie Mobility Cultura 2003. Das "Hamburger Abendblatt" hat für Strecken bis zu 10 km in Hamburg ähnliche Ergebnisse erzielt.
  • Radfahren ist sicherer, als viele meinen. Nur 1 Prozent der Kopfverletzungen gehen auf Radunfälle zurück, genauso viele wie bei Fußgängerunfällen. Aber 48 Prozent der Kopfverletzungen haben in Autounfällen ihre Ursache, so das Kuratorium ZNS 2004.
  • Städte mit viel Rad- und Fußgängerverkehr sind in der Regel lebenswerte Städte.

Gerade für regelmäßige tägliche Wege  zur Schule oder zur Arbeit ist das Fahrrad gut geeignet. Die Bewegung an frischer Luft baut Stresshormone ab, das Herz-Kreislauf-System wird trainiert und die Muskulatur gestärkt. Bei regelmäßig Rad Fahrenden treten  seltener Probleme bei Bluthochdruck und mit der Rückenmuskulatur auf. Es ist nachgewiesen, dass regelmäßige Radfahrer seltener krank und insgesamt kürzer gemeldet sind als ihre Kollegen, die selten oder gar nicht Rad fahren. Nach einer derartigen Studie ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn von 2.000 bis 4.000 Euro pro Person durch konsequente Radverkehrsförderung möglich.

Was die Förderung des Radverkehrs bewirken soll

Hamburg hat eine Radverkehrsstrategie zur Förderung des Radverkehrs verabschiedet und verfolgt damit unter anderem folgendes Ziel: 18 Prozent der von Hamburgern zurückgelegten Wege (Modal-Split) sollen mit dem Rad erfolgen. Dies entspricht einer Verdoppelung gegenüber 2002, ein Zieljahr wird inzwischen nicht mehr genannt. In 2008 wurden bereits 12 % erreicht, neuere Zahlen liegen aktuell nicht vor.  Der Trend, der sich aus Zählungen des Radverkehrs an regelmäßig den gleichen Standorten ableiten lässt, zeigt aber, dass der Radverkehr weiter steigt. 

Dass eine fahrradfreundliche Politik den Radverkehrsanteil erhöht, haben Städte wie Freiburg oder Kiel schon erfolgreich bewiesen.

„Da geht was!“

Der Film zeigt wie man fröhlich und klimafreundlich in Hamburg mobil sein kann. Egal ob zu Fuß, mit dem Rad, per Longboard, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem CarSharing-Auto – nur mit vielen vernetzten Verkehrsmitteln lassen sich Klimaschutz und zeitgemäße Mobilitätsbedürfnisse vereinbaren.

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Warum fördert Hamburg das Radfahren?
Es gibt gute Gründe, warum Hamburg den Radverkehr fördert. Einer davon lautet: Radfahren ist gesund und macht Spaß. Viele weitere Argumente sprechen für das Zweirad.
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