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Leichte Sprache Besondere Orte und Dinge im Rathaus


Besondere Orte und Dinge im Rathaus

Im Rathaus gibt es viele besondere Orte und Dinge.
Wir stellen Ihnen einige davon vor.

Das steht im Text:

  1. Der Brunnen im Innen-Hof
  2. Das Rathaus hat 2 Teile
  3. Ein versteckter Raum: Die Laube
  4. Der Silberschatz

1. Der Brunnen im Innen-Hof

Im Innen-Hof vom Rathaus ist ein schöner Brunnen.
Auf dem Brunnen ist eine Figur von einer Frau.
Die Frau heißt: Hygieia.
Das spricht man: Hü-gä-ia
Sie war eine griechische Göttin.
Sie war zuständig für Gesundheit und sauberes Wasser.
Der Brunnen heißt wie die Frau: Hygieia-Brunnen

Auf dem Foto: Der Brunnen mit der Figur Hygieia. Der Brunnen mit der Figur Hygieia
Bild 1

Darum steht der Brunnen im Innen-Hof vom Rathaus:
Der Brunnen soll die Menschen
an eine schlimme Zeit in Hamburg erinnern.
Vor mehr als 100 Jahren gab es eine schlimme Krankheit.
Die Krankheit hieß: Cholera.
Das spricht man: Ko-le-ra.

Die Krankheit war in vielen Ländern in Europa.
Viele Menschen haben sich angesteckt.
So konnte die Krankheit sich weit verbreiten.
Damals gab es noch keine Medikamente gegen die Krankheit.
Man konnte die Menschen nicht heilen.
Darum sind sehr viele Menschen gestorben.
In Hamburg sind fast 9 Tausend Menschen gestorben.

Die Politiker mussten etwas tun:
Sie mussten dafür sorgen,
dass die Krankheit sich nicht weiter ausbreiten kann.
Und dass sich nicht noch mehr Menschen anstecken.

Das haben die Politiker gegen die Krankheit getan:
Die Politiker für eine saubere Stadt gesorgt.
So konnten sie verhindern,
dass die Krankheit sich weiter ausbreitet.
Zum Beispiel:
Sie haben in Hamburg eine Anlage gebaut, die den Müll verbrennt.
Es war die 1. Verbrennungs-Anlage in ganz Deutschland.
So war weniger Müll auf den Straßen.
Und das Wasser war sauber.
Der Brunnen im Innen-Hof soll die Menschen an diese Zeit erinnern.

2. Das Rathaus hat 2 Teile

Im Rathaus arbeiten 2 Gruppen:

  1. Der Hamburger Senat:
    Das ist die Regierung vom Bundesland Hamburg.
    Hier finden Sie mehr Infos zum Senat: Infos zum Senat
  2. Die Hamburgische Bürgerschaft:
    Das ist die Volks-Vertretung vom Bundesland Hamburg.
    Hier finden Sie mehr Infos zur Hamburgischen Bürgerschaft:
    Infos zur Hamburgischen Bürgerschaft
    https://www.hamburgische-buergerschaft.de/leichte-sprache/

Jede Gruppe benutzt eine andere Hälfte vom Rathaus.

Der Plenarsaal Die linke Hälfte vom Rathaus:
Dort arbeitet die Hamburgische Bürgerschaft.
Das sind Politiker und Politikerinnen aus verschiedenen Parteien.
Sie treffen sich im Versammlungs-Saal.
Die meisten Menschen benutzen das Fremd-Wort: Der Plenar-Saal.

Auf dem Foto:
Der Plenar-Saal.
Hier arbeitet die Hamburgische Bürgerschaft.
Bild 2

Die rechte Hälfte vom Rathaus:
Diese Hälfte nennt man auch: Die Senats-Seite
Dort arbeitet der Hamburger Senat.
Das ist die Regierung von Hamburg.
Die Senats-Mitglieder treffen sich jeden Dienstag
in einem eigenen Raum.
Der Raum hat einen besonderen Namen: Die Rats-Stube.

Die Rats-Stube hat eine besondere Decke.
Die Decke ist aus Glas.
Das hat mit der Geschichte vom Senat zu tun.

Die Ratsstube So war es früher:
Die Senats-Mitglieder waren nicht nur die Regierung.
Sie waren auch Richter.
Sie haben Verbrecher verurteilt.
Dafür gab es diese Regel:
Ein Verbrecher muss den Himmel sehen,
wenn er sein Urteil bekommt.
Der Himmel erinnert ihn daran:
Nur das Urteil von Gott ist wichtiger ist als die Richter.
Darum ist die Decke im Saal aus Glas:
Sie soll die Menschen an den Himmel und an Gott erinnern.

So ist es heute:
Die Richter sind nicht mehr im Hamburger Rathaus.
Sie arbeiten in einem Gerichts-Gebäude.

Figuren mit 2 Frauen Am Eingang vom Senats-Gehege stehen besondere Figuren.
Die Figuren zeigen 2 Frauen.
Sie heißen: Gnade und Gerechtigkeit.
Die Figuren sollten die Senats-Mitglieder erinnern,
dass sie bei ihren Entscheidungen gerecht sein sollen.

Ein versteckter Raum: Die Laube
Hinter der Rats-Stube ist noch ein Raum: Die Laube.
Sie ist für besondere Gespräche da.
Viele Menschen kennen eine Laube als Garten-Haus.
Die Laube im Rathaus ist aber etwas ganz Anderes:
Sie ist ein besonders schöner Raum.

Im Raum ist viel Schmuck an den Wänden.
Der Raum hat Fenster aus bunten Glas-Scheiben.
Auf einer Seite ist eine Wand aus kleinen bunten Fliesen:
Sie sind blau und lila.
Und im Raum stehen schöne Holz-Möbel.

Die Laube
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Der Silberschatz

Silber ist sehr wertvoll.
Die Stadt Hamburg hat einen Silber-Schatz:
Der Schatz ist kein Geld, sondern verschiedene Dinge aus Silber:

  • Schalen
  • Pokale
  • Kerzenständer
  • Teller
  • Besteck
Das ist der Silberschatz.

Der Silberschatz ist in einem besonderen Raum.
Der Raum hat Wände aus Stahl
und Türen aus Panzer-Glas.
So ist der Schatz sicher vor Dieben.
Nur an ganz besonderen Tagen
holen die Mitarbeiter das Silber aus dem Raum.
Zum Beispiel zum Matthiae-Mahl:
An dem Tag dürfen die Gäste das Silber im Festsaal sehen.

Der Silberschatz
Bild 6

Infos zum Text:

  • Der Text ist von:
    Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, Senatskanzlei
  • Die Übersetzung in Leichte Sprache ist von:
    Büro für Leichte Sprache Hamburg
    Internet: www.LS.LHHH.de
  • Der Text ist geprüft von:
    Teilnehmern und Teilnehmerinnen am Campus Uhlenhorst
  • Die Fotos sind von: Bild 2 Michael Zapf, Bild 5 Hemke , alle anderen Bilder Pressestelle des Senats