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19. Dezember 2022 Rede zum Senatsempfang „Hamburg engagiert sich“

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Rede des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher. Es gilt das gesprochene Wort.

Rede zum Senatsempfang „Hamburg engagiert sich“

Sehr geehrte Ehrenamtliche,
sehr geehrte Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft,
sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen im Rathaus zum Senatsempfang „Hamburg engagiert sich“.

Nachdem uns die Corona-Pandemie aus dem Rhythmus gebracht hat, nehmen wir den „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ im Dezember jetzt wieder zum Anlass, das ehrenamtliche Engagement in Hamburg zu würdigen.

Traditionell steht dabei immer ein besonderer Bereich im Mittelpunkt. In diesem Jahr sind es Justiz und Verbraucherschutz.

Viele von Ihnen wirken zum Beispiel als Schöffinnen und Schöffen oder als ehrenamtliche Richterinnen und Richter bei Gerichtsverhandlungen mit. Einige bieten Rechtsberatungen an oder unterstützen Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind.

Unter Ihnen sind Ehrenamtliche, die Menschen helfen, die gerade aus einer Haft entlassen wurden, und sich nun wieder in der Gesellschaft zurechtfinden müssen. Andere wiederum engagieren sich im Verbraucher- oder im Tierschutz. Sie engagieren sich gegen Lebensmittelverschwendung, sind im Stiftungswesen tätig oder fördern auf andere Weise ein wichtiges Thema oder Projekt.

Das ehrenamtliche Engagement ist so vielfältig wie unsere Stadt, und eines haben Sie alle gemeinsam: Es geht nicht um die persönlichen Interessen, sondern Sie setzen Ihre Zeit, Ihre Kenntnisse und Erfahrungen ein, um anderen zu helfen oder ein Ziel zu verfolgen, das wichtig ist für unser Gemeinwesen.

Meine Damen und Herren,

das große ehrenamtliche Engagement in Hamburg hat eine lange Tradition, die bis in die Zeit der Hanse zurückreicht.

Es gab hier nie einen Kaiser, König oder Herzog, auf dessen Fürsorge man sich hätte verlassen können. Die Bürgerinnen und Bürger waren stolz auf ihre Freiheit und Unabhängigkeit und wussten zugleich, dass sie sich dafür selbst um ihre Angelegenheiten und das Gemeinwesen kümmern mussten.

In diesem Bewusstsein haben sich viele Initiativen aus der Zivilgesellschaft ergeben, die unsere Stadt vorangebracht haben. In Bildung und Teilhabe, im sozialen Bereich, in Wissenschaft und Kultur. Bis heute sind in Hamburg mehr als ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich aktiv.

Zuletzt während der Corona-Pandemie und aktuell bei der Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine zeigt sich: In Hamburg können sich die Menschen gerade in schweren Zeiten aufeinander verlassen.

Wir im Rathaus sind sehr froh über die großartige Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger bei vielen Aufgaben und unterstützen als Senat das Ehrenamt in unserer Stadt.

2014 hat Hamburg als erstes Bundesland eine eigene Engagement-Strategie beschlossen. Wir wollen zeigen, wie man sich ehrenamtlich einbringen kann, fördern die Qualifikation und Weiterbildung, und unterstützen den Ausbau ehrenamtlicher Strukturen.

Zu dieser Strategie gehört auch, die Arbeit der Ehrenamtlichen sichtbar zu machen und Wertschätzung auszudrücken für ihr Engagement.

Mit dem Empfang hier im Rathaus sagt der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg: herzlichen Dank! Durch Ihre Ehrenämter leisten Sie einen großen Beitrag für ein solidarisches Gemeinwesen und ein gutes Miteinander der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg.

Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtstage, alles Gute für das neue Jahr, und einen schönen Nachmittag hier im Rathaus.

Vielen Dank.

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