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25. März 2023 Trauerfeier anlässlich der Amok-Tat bei den Zeugen Jehovas

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Rede des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher. Es gilt das gesprochene Wort.

Trauerfeier anlässlich der Amok-Tat bei den Zeugen Jehovas

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Gemeinschaft der Jehovas Zeugen,
sehr geehrte Trauergäste,

die Amoktat vom 9. März 2023 im Saal der Jehovas Zeugen in Groß Borstel hat in ganz Hamburg und weit darüber hinaus größte Trauer und Entsetzen ausgelöst. Sieben Menschen wurden ermordet, viele weitere zum Teil schwer verletzt. Persönlich, im Namen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, im Namen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt spreche ich den Angehörigen der Opfer unser tiefes Mitgefühl und Beileid aus.

Ein bewaffneter Amoktäter, der in blinder Gewalt, in wenigen Minuten, in einer friedlichen, religiösen Zusammenkunft sieben Mensch aus dem Leben reißt, ein solches Verbrechen haben wir in Hamburg bisher noch nicht erlebt. Nur durch das schnelle Eingreifen der Sicherheitskräfte wurde noch Schlimmeres verhindert. Wir danken der Polizei für ihr schnelles und professionelles Eingreifen. Sie war wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort und hat in einer zunächst unklaren und gefährlichen Lage alles getan, um weitere Opfer zu verhindern. Auch den weiteren Rettungskräften und Seelsorgern, die zum Teil bis spät in die Nacht, bis in die Morgenstunden hinein geholfen haben, danken wir für ihren Einsatz.

Es ist zugleich unsere Verpflichtung, die Hintergründe dieses Verbrechens weiter aufzuklären und alles zu tun, was die Wiederholung solcher Taten verhindern kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir alle waren schockiert und zutiefst betroffen über die Amoktat und das menschliche Leid, das damit verbunden ist. Bei den Rettungskräften, denen ich am Folgetag bei meinem Besuch des Tatortes begegnet bin, war dieses in den Gesichtern abzulesen. Auch die Menschen in den angrenzenden Stadtteilen, die von dem Großeinsatz der Polizei betroffen waren, haben Stunden der Bedrohung und Angst erlebt.

Und dennoch ist diese Betroffenheit nicht vergleichbar mit dem, was die unmittelbar vom Täter Angegriffenen am Abend des 9. März erlitten haben:  Die Gemeinde der Jehovas Zeugen, diejenigen, die körperlich und seelisch schwer verletzt oder sogar getötet wurden.

Wir trauern mit den Familien und Angehörigen der Toten.

Jeden Tag kommen Bürgerinnen und Bürger ins Rathaus, um sich dort in das Kondolenzbuch einzutragen und so ihre Anteilnahme auszudrücken. Aus vielen Städten in Deutschland, aus anderen Ländern in Europa und weltweit erreichen mich Briefe, die den Jehovas Zeugen in Hamburg und unserer Stadt Anteilnahme und Beileid ausdrücken. Die Betroffenen in der Gemeinde und ihre Angehörigen bewältigen ihre Trauer und Verletzungen mit großer Tapferkeit. Was Ihnen neben der professionellen medizinischen, psychologischen und seelsorgerischen Versorgung hilft, sind 

  • die Unterstützung von Freunden und Familie, 
  • der enge persönliche Austausch und Zusammenhalt derjenigen, die diese Amoktat erlitten haben, und 
  • ihr tiefer christlicher Glaube. 

Ich wünsche Ihnen und der Gemeinschaft der Jehovas Zeugen weiterhin viel Kraft und alles Gute.

Herzlichen Dank.  

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