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Projekt ProViel

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Professioneller Umgang mit Konflikten aufgrund von religiöser und kultureller Vielfalt in der Hamburger Kinder- und Jugendarbeit und Familienförderung.

ProViel - Projekt gegen religiös begründeten Extremismus in Hamburg

Logo des Instituts für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm)

ProViel ist ein dreijähriges Projekt, welches das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm) im Auftrag der Hamburger Sozialbehörde durchführt. 

Mit dem Projekt ProViel haben wir uns zum Ziel gesetzt, maßgeschneiderte Unterstützungsangebote zu entwickeln für einen professionellen Umgang mit Konflikten, in denen religiöse oder kulturelle Hintergründe von Bedeutung sind. Es geht um all jene herausfordernden Situationen und Konflikte, in denen die Zugehörigkeit der be­teiligten Personen zu bestimmten kulturellen Gruppen eine Rolle bei dem Konflikt spielt.

„Kulturen“ sind hier in erweitertem Sinne gemeint – das können zum Beispiel ethnische, nationale und/ oder religiöse Zugehörigkeiten sein, BI-PoC – also von Rassismus betroffene Menschen –, oder Familienkulturen. Es können auch weltanschauliche, politische oder genderbasierte Zugehörigkeiten sein. Je nachdem, wer die Einrichtung besucht, könnten diese kulturellen Komponenten auch von Fan-Grup­pen von Sportvereinen, Kunstformen, Musikrichtungen oder durch sexuelle Orientierungen geprägt sein.

Die Grundlage bietet eine Bedarfserhebung, welche von Juni - September 2020 in den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Bezirke HH-Mitte und HH-Harburg durchgeführt wird. Hierfür kooperiert das ikm mit dem Master-Studiengang Mediation und Konfliktmanagement an der Europa-Universität Viadrina. 

Folgende Angebote werden daraus entwickelt und allen Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt:

  1. Passgenaue Fortbildungen und Coachings für einzelne Mitarbeitende und ganze Teams, zu allen Konflikten, bei denen die Mitarbeiter*innen oder die Jugendlichen sagen, sie hätten einen kulturellen oder religiösen Hintergrund. Es sollen konkrete Handlungskompetenzen und Handlungsstrategien erweitert werden für die selbst genannten Konflikte zwischen Jugendlichen, zwischen Jugendlichen und Mitarbeiter*innen, unter den Mitarbeiter*innen oder zwischen Mitarbeiter*innen und Eltern.
  2. Professionelle Mediator*innen mit den verschiedensten Sprachkenntnissen, mit diversen religiösen oder weltanschaulichen Hintergründen werden ausgebildet und genau auf die von den Einrichtungen benannten Konflikte und Herausforderungen spezialisiert. Diese Mediator*innen werden für ihre Einsätze durch das Projekt finanziert und können somit kostenfrei von allen Erwachsenen oder auch Jugendlichen in den Einrichtungen angefragt werden.

Weitere Informationen: Katty Nöllenburg, noellenburg@ikm-hamburg.de 

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