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Materialverlust reduzieren Energieverbrauch und Kosten in der Produktion senken

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Die Umweltbehörde fördert die Einführung einer Materialflusskostenrechnung in Unternehmen und sucht dafür Teilnehmer. Vorgestellt wurde das Projekt während des diesjährigen Ressourceneffizienz-Treffs des ifu Ende Oktober.

Energieverbrauch und Kosten in der Produktion senken

145.000 Euro – so viel Geld können produzierende Unternehmen durchschnittlich im Jahr einsparen, wenn sie Materialverluste reduzieren. Das hat eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum effizienten Einsatz von Rohstoffen und Materialien eindrucksvoll belegt*. Ein Instrument dafür: die Materialflusskostenrechnung (engl. Material Flow Cost Accounting, MFCA). Die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) unterstützt im Rahmen der UmweltPartnerschaft mit dem Projekt „Einführung der Materialflusskostenrechnung in Hamburger Unternehmen“ mindestens zehn Unternehmen dabei, ein nachhaltiges Betriebswirtschaftssystem einzuführen. Ziel ist es, Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie zum Beispiel der Lebensmittelproduktion, Chemie-, Metall- oder Kunststoffverarbeitung  für das Projekt zu gewinnen.

Vorstellung des Projekts

Dr. Björn Dietrich, Leiter der Abteilung Energie in der BUKEA, stellte das Projekt während des diesjährigen Ressourceneffizienz-Treffs des ifu Ende Oktober im Ingenieurwerk Hamburg vor. Das Besondere: Die Einführung der Prozesse in den Unternehmen wird durch Beratung und eine spezielle Software unterstützt sowie durch Master-Studenten wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, sogenannte Templates für verschiedene Branchen zu erstellen, die es nachfolgenden Nutzern erleichtern, ebenfalls eine MFCA zu implementieren. „Wir wollen die Materialeffizienz in Hamburger Unternehmen sichtbar steigern; dieses auch, um den Klimaschutz engagiert in Hamburg voranzutreiben“, sagte Björn Dietrich.

MFCA findet Materialverluste

MFCA ist eine umfassende Produktkostenrechnung, die Materialverluste, also Abfälle und Ausschüsse, die nicht in das Endprodukt fließen, in jeder einzelnen Produktionsstufe aufzeigt. Klassische Rechnungsmethoden zeigen zwar die Kosten pro Produkt auf, vernachlässigen die Abfälle jedoch häufig. Die MFCA macht diese versteckten Kosten sichtbar. So kann jedes Unternehmen einschätzen, wo es sich tatsächlich lohnt, den Produktionsprozess zu verändern und wo zum Beispiel Möglichkeiten schlummern, den CO2-Fußabdruck zu verringern. „Wir wollen Prozesse und Kosten sichtbar machen, quasi ein Preisschild an jeden betriebswirtschaftlichen Prozess hängen. Auch, um unsere Kohlendioxid-Emission reduzieren zu können“, sagte Ralf W. Menzel, Betriebsleiter der Nordischen Oelwerke (NOW), am Rande der Veranstaltung. Die NOW, seit kurzem UmweltPartner, verarbeiten pflanzliche Öle und wollen eine MFCA einführen. Auch die Gebrüder Jancke GmbH ist daran interessiert, „um mehr Transparenz in die Stoffströme zu bekommen, die Materialeffizienz zu erhöhen und die Verluste zu reduzieren“, begründete Rainer Vent, Geschäftsführer des Lebensmittelproduzenten, seine Intention. Jancke ist ebenfalls UmweltPartner der Stadt.

Materialkosten sind größter Posten der Produktion

Materialkosten nehmen laut Statistischem Bundesamt mit 43 Prozent den mit Abstand größten Kostenblock in der Produktion ein. Sie beinhalten allerdings nicht nur die Preise wertvoller Rohstoffe. Auch Fremdkosten etwa für Vorprodukte oder Wasser sind darin enthalten. In den vergangenen Jahren haben sich die Materialkosten in Industrieländern wie Deutschland auf hohem Niveau eingependelt.

Die oben erwähnte Studie des BMWi hat noch einen weiteren positiven Effekt gezeigt: 67 Prozent der Investitionen, die zu einem effizienteren Materialverbrauch führen, amortisieren sich innerhalb eines Jahres. Ressourceneffizienz dürfte demnach das Mittel der Wahl sein, um die Materialkosten erheblich zu senken.

Seien Sie dabei und sprechen Sie uns an:
Antje Knaack, Tel.: 42840-2124

*Quelle
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/abschlussbericht-bmwi-innovationsgutscheine-go-inno.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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