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Runder Tisch Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

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Am 10. Dezember 2018 tagte zum 4. Mal der Runde Tisch zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung auf Einladung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz. In diesem Gremium treffen sich jährlich die unterschiedlichsten Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, um gemeinsam Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zu beraten.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll, bei der Erzeugung (ohne die Verluste in der Landwirtschaft) und Verarbeitung, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten. Dies ist nicht nur ein ethisches, sondern auch ein ökologisches und ökonomisches Problem. Immerhin werden sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung von Waren Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt. Mit jedem Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, werden also wertvolle Ressourcen verschwendet (Quelle: Bundeszentrale für Ernährung, BZfE).

Der 4. Runde Tisch stand unter dem Motto „Ideen und Projekte gegen Lebensmittelverschwendung im Zeitalter der Digitalisierung“ und dazu wurden kreative und bereits sehr erfolgreiche Ansätze präsentiert. Neben solchen neuen, digitalen Angeboten ist die Tafel Hamburg e.V. ein relevanter Akteur bei der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und ist natürlich auch beim Runden Tisch vertreten. Mit Hilfe solcher Angebote kann jedes Unternehmen selber tätig werden und Ressourcenverschwendung vermeiden.

Hamburger Tafel e.V.

Die stetig steigende Zahl der Bedürftigen stellt immer höhere Ansprüche auch an die Hamburger Tafel e.V.. Als auch überregional tätige Tafel hat sie keine eigenen Lebensmittelausgabestellen und unterhält keine eigenen Essensausgabestellen. Vielmehr unterstützt sie Tafeln aus dem gesamten norddeutschen Raum. Von über 180 Lebensmittel spendenden Betrieben sammelt sie wöchentlich ca.  40 t Lebensmittel ein, die täglich direkt an 27 Ausgabestellen sowie 65 soziale Einrichtungen verteilt werden.

In den seit September bezogenen Räumen verfügt die Hamburger Tafel e.V. jetzt über 300 Paletten Stellplätze sowie 4 Kühlzellen. Zusätzliche Kapazitäten von ca. 600 Paletten Stellplätzen kann sie bei ihren Logistikpartnern nutzen.

Viele Tafeln, die Lebensmittel direkt ausgeben, haben nicht die Möglichkeit, größere Sachspenden aufzunehmen.  Die Hamburger Tafel nimmt  Sachspenden gern entgegen und benötigt dafür die Unterstützung der  Lebensmittelbetriebe der Region.

Damit die Spender sehen, wie ihre Spenden verwaltet werden, bietet sie gern eine Führung durch die Hamburger Tafel an.

Foodsharing.de

Foodsharing ist eine 2012 entstandene, gemeinnützige Initiative gegen Lebensmittelverschwendung, die überproduzierte und nicht gewollte Lebensmittel vor der Tonne "rettet" und sie unentgeltlich an Interessierte, Bedürftige und Organisationen verteilt.

Registrierte Foodsharer/Foodsaver können Essenskörbe (eigene überschüssige Lebensmittel) an andere Community-Mitglieder abgeben oder abholen. Ferner können Lebensmittel zu Fair-Teilern (Regale bzw. Kühlschränke an registrierten, frei zugänglichen Orten) gebracht oder dort mitgenommen werden. Schließlich können Lebensmittel von Betrieben gerettet, d.h. abgeholt und geteilt werden. Die Initiative arbeitet ehrenamtlich.

 Durch 200.000 registrierte foodsharing-NutzerInnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und über 48.000 freiwillige Foodsaver ist die Initiative zu einer internationalen Bewegung geworden, die bisher fast 20 Millionen Kilogramm Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt hat. Allein in Hamburg gibt es 2.267 Foodsaver und 38 BotschafterInnen, welche foodsharing lokal organisieren. Außerdem wird Wert gelegt auf eine gute Zusammenarbeit mit der lokalen Tafel, wobei auf Grundlage des bundesweiten Kooperations-Vertrages der Tafel immer Vorrang gewährt wird.

Kontakt: hamburg@lebensmittelretten.de

SIRPLUS

SIRPLUS ist ein deutschlandweit agierendes Social Impact StartUp, welches sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Produzenten und Großhändlern gelingt es, eine große Menge an überschüssigen Lebensmitteln zu retten und das Thema sowohl durch den Verkauf in den eigenen Rettermärkten, als auch dem Onlineshop in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren.

Sirplus übernimmt Lebensmittel von Produzenten, Händlern und Landwirten, die diese aus verschiedenen Gründen (Überproduktion, Ablauf des MHD, nicht marktkonformes Obst/Gemüse) nicht mehr verkaufen können. Die Produkte werden in sog. Rettermärkten in Berlin direkt verkauft, können aber auch im Online-Shop gekauft werden. Die Verantwortung für die Sicherheit dieser Lebensmittel, insbesondere nach Ablauf des MHD, liegt vollumfänglich bei Sirplus.

Too Good To Go

Too Good To Go ist die App zur Lebensmittelrettung. Um der sinnlosen Ressourcenverschwendung entgegenzuwirken, wurde mit der App ein Konzept erarbeitet, das gastronomische Betriebe mit Kunden vernetzt, damit überproduziertes Essen zum reduzierten Preis vor der Verschwendung gerettet werden kann. Seit 2016 hat das Konzept in Deutschland einen riesigen Zuwachs erfahren. Über die Plattform können gastronomische Betriebe ihr Essen, das am Ende der Betriebszeit noch nicht verkauft wurde, zu vergünstigtem Preis an Selbstabholer anbieten und das Essen muss nicht entsorgt werden. Für teilnehmende Betriebe wird ein Profil in der App erstellt, in dem die Anzahl der Portionen, die Abholzeit und der Preis der Portionen festgelegt wird. Außerdem wird beschrieben, welche Art von Essen übrig bleiben kann. Die Kunden laden die App kostenlos herunter, sehen, welche Geschäfte in ihrer Nähe Portionen anbieten und kaufen bargeldlos über die App. Auch in Hamburg sind schon 350 Betriebe auf der weltweit größten Plattform für Lebensmittelrettung zu finden, 25.000 Kunden nutzen Too Good To Go in der Hansestadt. Gemeinsam wurden hier so bereits 125.000 Mahlzeiten gerettet

Direkte Anmeldung für Betriebe: https://toogoodtogo.de/de/business

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