3D-Druck Innovationsschub durch Corona

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Not macht erfinderisch, sagt der Volksmund. Die Corona-Krise zeigt: Mit dem sogenannten 3D-Druckverfahren lässt sich der Trend zur Re-Lokalisierung beschleunigen. Das nützt Mensch und Umwelt.

3D Druck

Innovationsschub durch Corona

In China werden ganze Quarantänezimmer im 3D-Druckverfahren hergestellt. In Italien retten Beatmungsmaschinen-Ventile aus dem Drucker Leben. Eine Studierende der Technischen Universität Hamburg-Harburg stellt Protective-Face-Shields mit dem hauseigenen 3D-Drucker her, um sie ins notleidende Spanien zu schicken. Ein belgisches Unternehmen stellt eine Vorrichtung her, um Türklinken berührungslos öffnen zu können. Wo die Zeit für den Aufbau von Produktions- und Lieferketten fehlt, wird Technik relevant und ihre Entwicklung beschleunigt.

Drucken statt fräsen – additive Fertigung ist nachhaltig

3D-Druckverfahren, die zu den sogenannten additiven Fertigungen zählen, stehen zwar schon länger zur Verfügung. Sie werden jedoch vor allem für die Herstellung von Kunststoffteilen oder individuellen Einzelteilen genutzt. Produktionsmittel oder ganze Serien aus dem Drucker zu nehmen, hat sich bisher hingegen kaum durchgesetzt. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie könnte nun allerdings 3D-Druck einen deutlichen Schub bekommen. Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten fordern schon lange einen Re-Lokalisierung als Antwort auf die Probleme der Globalisierung. Inzwischen gehen auch konservative Ökonomen davon aus, dass dieser Prozess durch Corona beschleunigt wird. Statt Waren wie Atemschutzmasken und Medikamente über tausende Kilometer um die halbe Welt zu transportieren – oder in Krisenzeiten eben nicht – sollen bald nur noch Daten ausgetauscht und die Produkte mittels 3D-Druck an Ort und Stelle hergestellt werden. Schon in 20 Jahren könnte die Hälfte aller Konsumgüter auf diese Art nahe beim Verbrauchenden produziert werden.

Die additive Fertigung verkürzt die Wertschöpfungskette, verringert Transportwege und damit den Kohlendioxid-Ausstoß und spart Material. Zudem seien die Bauteile selbst erheblich effizienter etwa in Mechanik und Thermodynamik, sagt Professor Claus Emmelmann, Leiter des Instituts für Additive Produktionstechnologien der Fraunhofer-Gesellschaft (IAPT) Hamburg. Das IAPT ist mit rund 100 Experten Weltmarktführer im Technologietransfer. Es bietet Hamburger Unternehmen beispielsweise kostenlos die Möglichkeit, 3D-Projekte auf ihre Realisierbarkeit hin testen zu lassen. Die Handelskammer Hamburg hat zudem ein 3D-Druck-Netzwerk initiiert, um den Austausch unter Expertinnen und Experten, Dienstleistenden und Unternehmen zu fördern. Die Stadt selbst hat 3D-Druck in den „Masterplan Industrie“ aufgenommen. Das Potenzial für derartige Produkte wird in Hamburg als hoch eingestuft.

Im Rahmen der UmweltPartnerschaft Hamburg schließlich fördert das Programm PROFI Umwelt Transfer Projekte zur Steigerung der Ressourceneffizienz, u.a. durch 3 D-Druck.

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