Was wäre wenn? Bewertung der Hochwasserrisiken

Für Hamburg gibt es eine Bewertung der Risiken, die durch Binnenhochwasser und Sturmfluten bestehen. Die EG-Richtlinie zum Hochwasserrisikomanagement gibt einen 6-Jahreszyklus vor, in dem diese Bewertung überprüft werden muss. Die jüngste Bewertung stammt vom 22. Dezember 2018.

Elbwasser dringt durch eine geöffnete Tür in eine Sparkasse. Nikolaus-Sturmflut 2013

Bewertung der Hochwasserrisiken

Zeitliche Vorgaben

Zum 22. Dezember 2011 wurde für Hamburg erstmals eine Risikobewertung nach den Vorgaben der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtline vorgenommen. Zum 22. Dezember 2018 wurde diese Bewertung überprüft und aktualisiert. Die nächste Überprüfung der Bewertung muss zum 22. Dezember 2024 erfolgen.

Verfahren zur Bewertung

Bei der Bewertung wird für jedes Gewässer ermittelt, ob dort Hochwasserrisiken bestehen und ob diese erheblich (signifikant) sind.

Im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) ist „Hochwasserrisiko" definiert als „Kombination der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Hochwasserereignisses mit den möglichen nachteiligen Hochwasserfolgen“. Das heißt, maßgeblich für die Höhe des Risikos ist nicht allein die Tatsache, wie oft und weiträumig ein Gewässer über die Ufer tritt. Die Höhe des Risios bemisst sich auch danach, wie groß der mögliche Schaden in dem betroffenen Gebieten ist. Bei der Ermittlung des Schadenpotenzials werden folgende Schutzgüter berücksichtigt:

  • menschliche Gesundheit
  • Umwelt
  • Kulturerbe
  • wirtschaftliche Tätigkeiten und erhebliche Sachwerte

Länderübergreifende Vereinbarungen darüber, welche Kriterien ein signifikantes Risiko beschreiben, stellen eine Vergleichbarkeit der Risikobewertungen zwischen den Bundesländern sicher.

Verfahren zur Überprüfung

Alle Ereignisse, die seit 2011 bekannt wurden und in Zusammenhang mit einer Überflutung aus einem Gewässer stehen könnten, wurden darauf gepfüft, ob sie auf ein bisher nicht bekanntes signifikantes Hochwasserrisiko hinweisen. Außerdem wurde mit allen zwischenzeitlich aktualisierten Daten, beispielsweise aus jüngeren Statistiken, detaillierteren Kartengrundlagen oder neueren Rechenverfahren, die bestehende Risikobewertung überprüft. Grundsätzlich führen risikomindernde Wirkungen umgesetzter Maßnahmen aus dem Managementplan zu einer Änderung der Risikobewertung.

Darstellung für das Elbeeinzugsgebiet

In der FGG-Elbe arbeiten die zehn Bundesländer zusammen, die im Einzugsgebiet der Elbe liegen oder Anteile daran haben: Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern. Wie schon für die Risikobewertung 2011 haben diese zehn Elbe-Länder einen gemeinsamen Bericht erarbeitet, der die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Überprüfung der Risikobewertung im deutschen Einzugsgebiet der Elbe beschreibt. In diesem Bericht sind alle lokalen und länderspezifischen Unterschiede berücksichtigt. Auch die Vorgehensweise und die Ergebnisse Hamburgs sind entsprechend eingeflossen.

Der Bericht steht auf der Internetseite der FGG-Elbe zum Download zur Verfügung.

Darstellung für Hamburg

Die Behörde für Umwelt und Energie veröffentlicht einen ergänzenden Bericht, in dem die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Überprüfung in Hamburg detaillierter dargestellt werden. Ergänzend stehen eine Karte mit der linienhaften und eine Karte mit der flächenhaften Darstellung der Risikogebiete im Maßstab 1:150.000 zur Verfügung. (Der Maßstab gilt bei Ausdruck in Din A3).

Ergänzender Bericht Hamburg

Der Bericht ist eine Fortschreibung der Information der Öffentlichkeit über das Ergebnis der Bewertung der Hochwasserrisiken in der Freien und Hansestadt Hamburg von Dezember 2011.

Kontakt

Abteilung Wasserwirtschaft

Hochwasserschutz

Behörde für Umwelt und Energie
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
Adresse speichern

Empfehlungen