Russisch-Orthodoxe Kirche

Gnadenkirche

Aus der ehemaligen "Gnadenkirche" zwischen Messehallen und dem Heiligengeistfeld ist eine Begegnungsstätte für Osteuropäer geworden. Das Gotteshaus wartet mit wertvollen Gemälden, Skulpturen und Reliefs auf.

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Fredrik Matthaei

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Einmalige Fresken und Malereien sind sehenswert

Die Russisch-Orthodoxe Kirche der Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt ist ein sehenswertes Schmuckstück. Das prunkvolle Gebäude mit vielen wertvollen Gemälden, Skulpturen und Reliefs wurde nach Entwürfen von Fernando Lorenzen 1907 gebaut.

Nach aufwendiger Renovierung locken einmalige Fresken die Besucher. Die Ikonostase der Russisch-Orthodoxen Kirche war ein gewagtes Projekt der besten Moskauer Ikonenmaler. Auf Stein entstanden Malereien, die in dieser Art einmalig in Europa sind. Enthalten sind auch Ikonen von drei Deutschen, welche die Russisch-Orthodoxe Kirche heilig sprachen.

Ein protestantisches Gotteshaus wandelt sich zur Russisch-Orthodoxen Kirche

Fast hundert Jahre war das Gotteshaus als evangelische Kirche für das nördliche St. Pauli geweiht und trug den Namen Gnadenkirche, damit wurde zur Zeit des Baues der Kirche bewusst auf ihren Standort zwischen dem nahen Gefängnis und den Gerichten angespielt.

Die geräumige Kirche hat eine für die westliche Bauweise einzigartige Architektur. Ihr Grundriss ist ein gleichschenkliges Kreuz. Durch ihre runden Formen sowie romanische und gotische Elemente erinnert sie an byzantinische Kirchen.

Seit den 60er-Jahren nahm die Zahl der Kirchgänger in die Gnadenkirche ab. Neue Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes wurden diskutiert und die Gnadenkirche machte sich einen Namen als Kunstkirche. Als sich jedoch hohe Renovierungskosten am Gebäude ankündigten, überstieg das schließlich die Finanzkraft der Gemeinde.

Als ein Zeichen der Ökumene und zum Erhalt als Gotteshaus übergab man das Gebäude 2004 in einem Dankgottesdienst der jüngsten Russisch-Orthodoxen Gemeinde in Hamburg, der Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt.

An und im Gebäude wurden etliche Veränderungen vorgenommen, um das Erscheinungsbild dem orthodoxer Kirchen anzupassen. Fünf Zwiebeltürmchen und orthodoxe Kreuze krönen heute das Gebäude. 

Der Heilige Johannes von Kronstadt ist der wichtigste Heilige der St. Petersburger

Im Mai 2007, als Hamburg sein 50-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft mit St. Petersburg feierte, vollzog die Anbringung eines geweihten Kreuzes die Umwidmung der Kirche.

Die Russisch-Orthodoxe Kirche im Karolinenviertel ist für zahlreiche Menschen russischer Herkunft zu einem Stück Heimat geworden. Sie dient nicht nur als kirchlicher Treffpunkt, sondern auch als soziales und kulturelles Zentrum. Interessierte Besucher finden eine Fülle Informationen zu kirchlichen und historischen Themen. In der Nähe der Kirche befinden sich die Messehallen, das Heiligengeistfeld samt Millerntor-Stadion und der Park "Planten un Blomen".

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