Schnellere Verbindungen Hamburg und Schleswig-Holstein wachsen zusammen

Der Bau der neuen S-Bahn-Strecke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, verantwortlich für die Planung sind in Hamburg die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und in Schleswig-Holstein das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. Mit der Durchführung des Projekts wurde die DB Netz AG beauftragt.

Gründe für die S4

Fahrgastzahlen steigen

Die S4 ist notwendig, um bei weiter steigenden Fahrgastzahlen einen komfortablen und zuverlässigen Nahverkehr sicher zu stellen. Die Züge auf dieser Strecke sind bereits heute ausgelastet. Experten erwarten, dass diese auch langfristig kontinuierlich steigen wird. Deshalb müssen Anzahl und Länge der Züge an diese Entwicklung angepasst werden. Das ist auf der bestehenden Gleisinfrastruktur jedoch nicht möglich.
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Durch einen Mischbetrieb von Regional-, Fern- und Güterverkehr sind Züge häufig verspätet oder fallen aus. Darüber hinaus ist kein durchgängiger, einheitlicher Takt auf der Strecke möglich. Darunter leidet vor allem die Betriebsqualität der RegionalBahn-Züge, die zwischen Hamburg Hauptbahnhof, Ahrensburg, Bargteheide und Bad Oldesloe verkehren und dabei alle Halte bedienen müssen.

S4 erschließt Städte und Stadtteile

Die RegionalExpress-Verbindung vom Hamburger Hauptbahnhof nach Lübeck bleibt wie gewohnt bestehen und wird durch die neue S-Bahn ergänzt. Damit würde sich eine Aufgabenteilung ergeben: Die S4 erschließt die Hamburger Stadtgebiete Wandsbek und Rahlstedt sowie Ahrensburg und Bargteheide.

Zwischen Hasselbrook und Ahrensburg werden auf 17 Kilometern zwei zusätzliche Gleise gebaut, ein weiterer, eingleisiger Neubau erfolgt auf 2,5 Kilometern von Ahrensburg bis kurz hinter Ahrensburg-Gartenholz. Im Zuge des Ausbaus sind rund 25 Kilometer Schallschutzwände geplant. In Hamburg entstehen vier neue Stationen: Claudiusstraße, Bovestraße, Holstenhofweg und Am Pulverhof.

Alle 10 Minuten, zuverlässig, schnell

Die S4 würde in einem einheitlichen, dichten Fahrplantakt fahren: In der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt zwischen Hamburg-Altona und Ahrensburg, im 20-Minuten-Takt zwischen Hamburg und Bargteheide und im 60-Minuten-Takt nach Bad Oldesloe. Außerhalb der Hauptzeiten ist ein 20-Minuten-Takt zwischen Hamburg-Altona und Ahrensburg-Gartenholz geplant sowie ein grundsätzlicher Stundentakt nach Bargteheide und Bad Oldesloe. Um die steigende Nachfrage im Nahverkehr zu bedienen, kommen auf der S4 moderne, vollständig barrierefreie S-Bahn-Züge zum Einsatz

Weniger umsteigen

Umstiege würden in vielen Fällen überflüssig oder einfacher: Viele Ziele in und rund um die Hamburger Innenstadt, z.B. die Stationen Jungfernstieg, Stadthausbrücke und Landungsbrücken, könnten durch Wegfall des Umstiegs im Hamburger Hauptbahnhof schneller erreicht werden. Auch den Hamburger Flughafen könnte man durch Umstieg in Hasselbrook zur S1 am selben Bahnsteig zügig und einfach erreichen.

Damit wäre die S-Bahn insbesondere für Fahrgäste aus Wandsbek und Pendler aus dem Kreis Stormarn eine attraktive Ergänzung des bisherigen Angebots.

Entlastung für Güter- und Fernverkehr

Neben dieser unmittelbaren Verbesserung brächte die S4 eine deutliche Entlastung für den Güter- und den Fernverkehr. Das wäre für die Strecke nach Bad Oldesloe und für den Hamburger Hauptbahnhof der Fall. Dort würde die S4 die S-Bahngleise nutzen, die noch Kapazitäten haben. Im Fernbahnteil würden die entfallenden RegionalBahn-Züge dringend benötigte Kapazitäten schaffen.

Hamburg und Schleswig-Holstein wachsen zusammen
Der Bau der neuen S-Bahn-Strecke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, verantwortlich für die Planung sind in Hamburg die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) und in Schleswig-Holstein das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. Mit der Durchführung des Projekts wurde die DB Netz AG beauftragt.
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20170207 08:39:11