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Schöffenwahl 2023 Ehrenamtliche Richter (m/w/d) gesucht

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Sie tragen zum Funktionieren des Rechtssystem bei und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Gerichten und Bevölkerung: Hamburg sucht ehrenamtliche Richter:innen für die Amtszeit 2024 bis 2028.

Statue "Gerechtigkeit" des Hamburger Rathauses steht vor einem hellblauen Farbverlauf

Schöffenwahl 2023 Hamburg - FHH

Gerechtigkeit sucht Verstärkung: Ehrenamtliche Richter:innen leisten mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Lebenserfahrung und ihrem Gerechtigkeitsempfinden einen wertvollen Beitrag zu gerichtlichen Entscheidungen. Sie stärken das Vertrauen in die Justiz und fördern die Transparenz. Wer sich für dieses wichtige Ehrenamt interessiert, kann sich bis Ende März 2023 bewerben.

Etwa 4.600 Menschen aus Hamburg werden ab dem kommenden Jahr als Schöff:innen an den Amtsgerichten und am Landgericht eingesetzt. Weitere rund 320 Bürger:innen werden als ehrenamtliche Richter:innen am Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht tätig sein. Berufen werden sie jeweils für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2028. 

 Ein Portraitfoto von Frau Smith

Ich arbeite als Office Managerin bei einer großen Hamburger Reederei. Bei unzähligen Sitzungen der Kleinen Strafkammern habe ich jedes Mal interessante Erfahrungen gesammelt. Für die kommende Schöffenperiode habe ich meine Bewerbung schon abgegeben und wenn ich mit Kolleg:innen, Nachbarn oder Verwandten über die verantwortungsvolle Aufgabe eines /einer Schöff:in spreche, bin ich mit Herz und Seele dabei."

Sonja Smith Schöffin am Landgericht


Ein wichtiges Ehrenamt

Die Bürger:innen werden aktiv an der Rechtsprechung beteiligt: Ehrenamtliche Richter:innen sind während der Gerichtsverhandlungen den Berufsrichter:innen gleichgestellt. Gemeinsam mit den Berufsrichter:innen entscheiden Sie mit gleichem Stimmrecht über die Schuldfrage und das Strafmaß. Sie tragen die gleiche Verantwortung für die Gerichtsentscheidungen. Sie sind zur Teilnahme an den Sitzungen, zu denen sie geladen wurden, verpflichtet. Die Arbeitgeber:innen müssen sie freistellen.

Die Sicht der ehrenamtlichen Richter:innen ergänzt die juristische Betrachtung durch Berufsrichter:innen sinnvoll. Sie sollen ihre Lebens- und Berufserfahrung, ihren gesunden Menschenverstand und ihren Gemeinsinn in die gerichtlichen Entscheidungen einbringen.

 Ein Portraitfoto von Frau Kollhorst.

Seit 2019 bin ich als Schöffin am Landgericht tätig. Anfangs wusste ich nicht, was mich erwartet, habe dann aber zur Einführung einen Volkshochschulkurs absolviert, was mir den Einstieg erleichtert hat. Ich persönlich empfinde es sehr wichtig, dass es durch die Schöffentätigkeit einen pragmatischen Blick - quasi aus dem Leben - auf die einzelnen Fälle gibt und man so dem Spruch "im Namen des Volkes" ein richtiges Gewicht geben kann."

Jessica Kollhorst Schöffin am Landgericht


Lebenserfahrung gefragt

Schöff:innen sind ehrenamtliche Richter:innen in Strafsachen an den Amtsgerichten und am Landgericht. Sie benötigen keine juristische Vorbildung. Einzig die Schöff:innen in Jugendstrafsachen sollen zusätzlich erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein. Diese Fähigkeiten und Erfahrungen können schul- oder berufsmäßig erworben sein, aber auch durch die Rolle als Eltern.

Die Zahl der Schöff:innen ist so bemessen, dass jede und jeder von ihnen voraussichtlich zu nicht mehr als zwölf Sitzungstagen im Jahr herangezogen wird. In Einzelfällen kann es vorkommen, dass diese Zahl überschritten wird, wenn eine Verhandlung mit mehreren Fortsetzungsterminen stattfindet. Für die Teilnahme an den Sitzungen wird eine Aufwandsentschädigung bezahlt.

 Ein Portraitfoto von Herrn Manke

Beruflich bin ich Firmenkundenberater bei Banken und Sparkassen gewesen und führte zuletzt mit einem Partner ein Treuhandunternehmen als Geschäftsführer. Mit meinem beruflichen Hintergrund konnte ich bereits hilfreich an Verfahren mitwirken. Auch für die kommende Schöffenwahl 2023 stehe ich zur Verfügung - ich halte dies Amt für eine wichtige gesellschaftliche Tätigkeit bei einem begrenzten Zeitaufwand."

Markus Andreas Manke Schöffe am Landgericht


Wie bewirbt man sich?

Als ehrenamtliche Richter:in müssen Sie unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen
  • Bei Amtsantritt in 2024 müssen Sie zwischen 25 und 69 Jahre alt sein
  • Sie müssen zur Zeit der Aufstellung der Vorschlagslisten in Hamburg wohnen
  • Sie dürfen keine Vorstrafen haben

Die Bezirksämter erstellen die Vorschlagslisten für die Wahl. Laden Sie sich dazu am Ende der Seite die Einverständniserklärung herunter, füllen Sie sie aus und schicken Sie sie per Post, per Mail oder per Fax an das für Sie zuständige Bezirksamt. Die Kontaktdaten Ihres Bezirksamts finden Sie über die zentrale Internetseite der Bezirke oder bei Eingabe ihrer Wohnanschrift direkt über den Behördenfinder.

 Ein Portraitfoto von Herrn von Brevern

Ich bin Unternehmensberater. Als Schöffe unterstütze ich aktiv die Richter:innen in der Urteilsfindung bei Straftaten mit einem Strafmaß bis zu vier Jahren und unterstreiche damit den Grundsatz bei der Urteilsfindung "Im Namen des Volkes". Die Zusammenarbeit mit den Richter:innen ist dabei immer auf Augenhöhe und immer voller gegenseitigem Respekt. Wenn man neu in dieses ehrenvolle Amt startet, bekommt man eine ausführliche Schulung."

Boris von Brevern Schöffe am Amtsgericht St. Georg


Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite Schöffen.

Bewerbung für die Schöffenwahl

Beschreibung der Leistung

Schöffinnen und Schöffen sind ehrenamtliche Richterinnen und Richter in Strafsachen und wirken bei der Verhandlung und der Urteilsfindung am Amts- bzw. Landgericht mit.
Jugendschöffinnen und Jugendschöffen sind ehrenamtliche Richterinnen und Richter beim Jugendgericht.
 
Als gewählte Schöffin oder gewählter Schöffe sind Sie zu der Teilnahme an den Sitzungen, zu denen Sie geladen wurden, verpflichtet. Der Arbeitgeber hat Sie für die Zeit Ihres Einsatzes freizustellen.
Für Ihren Einsatz erhalten Sie eine Entschädigung (unter anderem für Verdienstausfall, Zeitversäumnis und Fahrtkosten). Eine weitere Vergütung gibt es nicht.
 
Schöffenwahlen finden alle fünf Jahre statt. Wahljahr ist immer das Jahr vor Beginn der neuen fünfjährigen Amtszeit.
 
Die kommende Amtszeit beginnt am 01.01.2024 und endet am 31.12.2028.

Wichtige Hinweise

Voraussetzungen

  • Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit
  • bei Amtsantritt (01.01.2024) zwischen 25 und 69 Jahre alt
  •  Die Meldeanschrift muss im jeweiligen Bezirksamtsbereich liegen. Sie können sich nur bei Ihrem zuständigen Bezirksamt bewerben. 
  • gesundheitliche Eignung
  • ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache
  • kein Vermögensverfall
Zusätzliche Voraussetzung für Jugendschöffen: 
Erzieherische Befähigung und Erfahrung in der Jugenderziehung

Benötigte Unterlagen

Für die Bewerbung ist das ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformular beim Bezirksamt einzureichen.

Zu Beachten

Es gibt folgende Hinweise:
Amtierende Schöffinnen und Schöffen, die auch in der nächsten Amtszeit tätig sein möchten, müssen sich erneut bewerben.
Hierfür werden diese bis Ende Januar 2023 von den Bezirksämtern angeschrieben und bekommen die Bewerbungsunterlagen zugeschickt.


Für die Wahl zum Schöffen oder zur Schöffin benötigen Sie keine juristische Vorbildung.

Fristen

Die Bewerbung sollte bis spätestens 31.03.2023 erfolgen.

Ablauf, Dauer & Gebühren

Verfahrensablauf

Im Frühjahr 2023 stellen die Bezirke Vorschlagslisten für die Wahlen auf und Sie können sich bewerben:
  • Sie reichen das ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformular postalisch, persönlich oder eingescannt per E-Mail beim Bezirksamt ein.
  • Sie werden in eine Vorschlagliste aufgenommen.
  • Die Bezirksversammlung beziehungsweise der Jugendhilfeausschuss beschließen im April oder Mai 2023 die Vorschlagslisten.
  • Die Wahlen werden voraussichtlich im Herbst 2023 beim zuständigen Gericht erfolgen.
Über das Wahlergebnis werden Sie bis Dezember 2023 durch das zuständige Gericht informiert.
 

Dauer

Über das Ergebnis der Wahlen werden die Bewerberinnen und Bewerber bis Dezember 2023 durch das zuständige Gericht informiert.

 

Gebühren

keine

Rechtliche Hinweise

Rechtsbehelf

Einspruch gemäß § 37 Gerichtsverfassungsgericht (GVG)

Rechtsgrundlage

§ 36 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG),

 

Stand der Information: 29.01.2023

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