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Schulsenatorin Christa Goetsch stellt die Eckpunkte für die Regionalen Schulentwicklungskonferenzen (RSK) vor

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In ihrem vierten Schulbrief an die Schulen stellt die Senatorin kurz vor dem Start der RSKs die Eckpunkte für die Arbeit in den Konferenzen vor.

Schulsenatorin Christa Goetsch stellt die Eckpunkte für die Regionalen Schulentwicklungskonferenzen (RSK) für Hamburg vor

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

am heutigen Montag möchte ich mit Ihnen zusammen ein neues Kapitel der Hamburger Schulentwicklung aufschlagen. Mit den heute startenden Regionalen Schulentwicklungskonferenzen sind Ihre Vertreterinnen und Vertreter aus dem Elternrat, dem Schülerrat und dem Lehrerkollegium gefragt, die Hamburger Schuloffensive aktiv mit zu gestalten und mit zu planen. Wir möchten mit Ihnen allen zusammen Hamburgs Schulen verbessern. Wir freuen uns auf Ihr Engagement.

Für die Konferenzen haben wir als Behörde den Grundstein gelegt. Als Orientierungsrahmen für die Arbeit der Regionalen Schulentwicklungskonferenzen wurden so genannte „Eckpunkte“ formuliert. Um Hamburgs Schulen erfolgreicher zu machen, soll es ab 2010 überall in Hamburg Primarschulen geben, an die sich ab der siebten Klasse zwei Wege zum Abitur anschließen – die Stadtteilschule und das Gymnasium. Mit diesem vierten Schulbrief informieren wir Sie heute über die wichtigsten Einzelheiten dieser Schulformen in Kürze:

  • Die Primarschule umfasst die Jahrgangsstufen 0-6. Sie ist eigenständig und mindestens mit drei Parallelklassen pro Jahrgangsstufe organisiert. Ab der ersten Klasse soll es neben Deutsch und Mathematik auch ein Englischangebot geben. Die zweite Fremdsprache kann ab der fünften Klasse dazu gewählt werden. An der Primarschule unterrichten Lehrerinnen und Lehrer sowohl aus der Grundschule als auch aus dem Gymnasium und der Gesamtschule. Keine Klasse soll größer als 25 Kinder sein. In den Primarschulen mit den so genannten KESS-Sozialindizes 1 und 2 sollen es nicht mehr als 20 sein. Das Sitzenbleiben ist ausgeschlossen; stattdessen werden die Kinder individuell gefördert. Auch weiterhin gilt das Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“. Das Wahlrecht der Eltern bleibt erhalten. Sie wählen eine Schule in der Nähe ihres Wohnorts („regionaler Verbund“). Wenn es mehr Anmeldungen als Plätze gibt, entscheidet die Länge des Schulwegs.

  • Die Stadtteilschule ist eine eigenständige Schulform von Stufe 7 bis 13. Alle Schülerinnen und Schüler, die die sechste Klasse der Primarschule abgeschlossen haben, können sie besuchen. In den Stufen 7 bis 10 sind sie mindestens mit vier Klassen pro Jahrgang organisiert. An Stadtteilschulen arbeiten Lehrerinnen und Lehrer aus Haupt-, Real- und Gesamtschulen, beruflichen Schulen sowie aus den Gymnasien. Die Größe der Lerngruppen soll 25 Schülerinnen und Schüler in den Stufen 7 bis 10 nicht überschreiten. In den Stufen 11 bis 13 beträgt die mittlere Kursgröße 22. An den Stadtteilschulen sind alle Abschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur möglich. In den der Stufen 7 bis 10 gibt es keinen Schulformwechsel mehr, das heißt keine Schülerin, kein Schüler wird umgeschult.

  •  Das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 12 und ist auf den schnelleren Erwerb der allgemeinen Hochschulreife ausgerichtet. Die Berechtigung das Gymnasium zu besuchen, erteilt die Zeugniskonferenz der Primarschule auf der Grundlage eines diagnosegestützten Verfahrens und in enger Abstimmung und Beratung mit den Eltern. Alle Schülerinnen und Schüler mit Gymnasialberechtigung können frei zwischen allen Gymnasien wählen. Wie bei den Stadtteilschulen gilt: Für Schülerinnen und Schüler der Stufen 7 bis 10 des Gymnasiums gibt es keinen Schulformwechsel. Eine Wiederholung von Klassen wird möglichst vermieden. Die Größe der Lerngruppen soll 28 Schülerinnen und Schüler in den Stufen 7 bis 10 nicht überschreiten, in den Stufen 11 und 12 beträgt die mittlere Kursgröße 22.

Die Regionalen Schulentwicklungskonferenzen tagen in 22 Schulregionen. Sie sollen bis Mai 2009 Empfehlungen aussprechen, wie die Standorte und die Angebote in der Region zukünftig aussehen sollen. Es folgen die Vorschläge der Behörde auf der Grundlage der Empfehlungen der Konferenzen. Dann trifft die Deputation der Behörde für Schule und Berufsbildung eine Entscheidung. Zum 1. August 2010 sollen die neuen Schulformen starten.

„Eine kluge Stadt braucht alle Talente“ ist das Motto der Hamburger Schuloffensive. Es wird Sie und uns bei den Veränderungen der Hamburger Schullandschaft in den nächsten Jahren begleiten. Es soll uns alle motivieren, Schritt für Schritt voranzukommen. Zu Ihrer Information finden Sie im Anhang dieses Briefs die kompletten Eckpunkte zu den drei Schulformen. Im Internet informieren wir Sie aktuell und umfassend über alle Aktivitäten rund um die Hamburger Schuloffensive: www.hamburg.de/schulreform. Dort finden Sie auch den 1., 2. und 3. Schulbrief. Antworten auf die wichtigsten Fragen und Informationen auf einen Blick bekommen Sie in dem Flyer „Hamburger Schuloffensive“, der an alle Schulen verteilt wird und auch bei uns bestellt werden kann. Für konkrete Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Hotline: Telefon 428 99 77 33, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr.

Ich wünsche den Regionalen Schulentwicklungskonferenzen einen spannenden Start und Ihnen allen anregende Diskussionen und konstruktive Ergebnisse für die weitere Schulentwicklung.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre

Christa Goetsch

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