Sehenswertes

Eilbek: Wissens- und Sehenswertes Bürgerlich wohnen in Rotklinker

Der unauffällige Stadtteil zieht sich wie ein schmales Handtuch am Eilbek-Kanal entlang. Eilbek ist geprägt vom schlichten Nachkriegs-Siedlungsbau, dem romantischen Jacobipark und einer Top-Anbindung an die Innenstadt – ob mit Rad oder Auto, U- oder S-Bahn. 

Wissens- und Sehenswertes in Eilbek

BezirkWandsbek
Einwohner21.964*
Einwohner pro km²12.541*
Fläche1,7 km²*
Öffentlicher Nahverkehr

S-Bahn:
S1, S3, S11 (Haltestellen: Landwehr, Hasselbrook, Wandsbeker Chaussee)

U-Bahn:
U1 (Haltestellen: Wartenau, Ritterstraße, Wandsbeker Chaussee)

Beste Verkehrsverbindungen

Sechs S1- und U1-Bahnhaltestellen sowie die Regionalbahn sorgen für einen rekordverdächtigen Anschluss ans öffentliche Schienennetz. Und wenn Eilbeker Radfahrer von ihrer Lieblingsstrecke in die Innenstadt berichten, geraten sie ins Schwärmen. In zehn Minuten radeln sie gemütlich am Eilbek-Kanal bis zur Alster, Spaziergänger benötigen etwas länger, genießen dafür umso mehr den Blick aufs die Wandse, auf Bäume und Grün.

Abgrenzungsprobleme

Das gerade mal 1,7 Quadratkilometer große Eilbek liegt zwischen Barmbek-Süd, Wandsbek, Hamm und Hohenfelde. Die Grenzen Eilbeks, das sich bis 1946 Eilbeck nannte, sind allerdings irgendwie verschwommen. So befinden sich die Schön-Klinik Eilbek und das gleichnamige Krankenhaus nicht in Eilbek, sondern nördlich in Barmbek-Süd, während die Haltestelle Wandsbeker Chaussee eigentlich Eilbeker Territorium ist – wie auch die Hasselbrook-Haltestelle mit der Factory, dem Szene-Lokal im denkmalgeschützten alten Bahnhofsgebäude. Für vielfache Verwirrung sorgt dazu der Name Eilbeker Kanal, da es doch die kanalisierte Wandse ist, die ab der Maxstraße im begradigten Bachbett ganz gemütlich in die Alster fließt.

Genossenschaftsbau in Rotklinker

Mit seinen rund 21.000 Bewohnern zählt Eilbek zu den dicht besiedelten Hamburger Stadtteilen. Akkurat aufgereiht stehen die meist schlichten Geschosshäuser mal quer, mal längs zur Straße – in traditionellem Klinker-Rot oder wärmegedämmt in undefinierbarem Grauweiß. In den 1950er-Jahren schuf man mit diesen schlichten Mehrfamilienhäusern schnell und kostengünstig neuen Wohnraum. Heute sind die meist kleinen Eilbeker Wohnungen, oft im Besitz von SAGA- und Genossenschaften, besonders bei jungen Leuten und Paaren beliebt.

Großzügig wohnen in Bunkern und Neubauprojekten

Größere Wohnungen sind in Eilbek dagegen knapp, deshalb meiden manche Familien den Stadtteil, der mit seinen vier Schulen, Kitas und Jugendtreffs eigentlich beste Bedingungen für den Nachwuchs bietet. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch! Weil Freiflächen in Eilbek Mangelware sind, erinnerten sich Architekten an die etwa zehn Eilbeker Hochbunker. Bei einigen Beton-Ungetümen im Eilbeker Weg und der Wielandstraße rissen sie die Seitenwände heraus oder setzten einige Stockwerke on top und gestalteten sie zu familiengerechten Wohnungen um. Abhilfe schaffen jetzt auch Neubauten wie das East Side Projekt mit schicken, geräumigen Wohnungen. Dass mit dem Wohnprojekt eine der wenigen Grünflächen Eilbeks bebaut wurde, erregte allerdings manche Gemüter.

Schöne Ecken

Echte architektonische Hingucker sind in Eilbek rar gesät, umso mehr freut man sich, wenn manchmal ein stuckverziertes Gründerzeithaus aus dem nüchternen Rotklinkermeer hervorlugt – zum Beispiel das ehrwürdige Schulgebäude in der Hasselbrookstraße, Altbauten in der Schellingstraße oder an der Wandsbeker Chaussee an der Ecke Wartenau. Dort residiert in einem schönen Altbau übrigens das Hamburg weit bekannte Fundus Kindertheater. Nahezu unversehrt überstand das Auenviertel die Bombardements des Zweiten Weltkrieges und so zählt die Blumenau zu den Vorzeigestraßen des Viertels. Ein Blickfang sind auch die im Stil der Reformarchitektur erbaute Versöhnungskirche und die Friedenskirche.

Wandsbeker Chaussee

Mitten durch Eilbek führt die sechsspurige Wandsbeker Chaussee. Wo sich vor zehn Jahren noch eine belebte Einkaufsmeile ausdehnte, übernahmen Nagelstudios, Shisha-Bars oder Friseure die Räumlichkeiten. Als Traditionsgeschäfte blieben das Fahrradgeschäft Löwe und ein paar alteingesessene Lokale ihrem Standort treu und konnten die Kunden halten, während sich die meisten Eilbeker beim Einkauf in Richtung Wandsbeker Quarree und Mundsburg orientieren.

Jacobipark

Die grüne Lunge des Stadtteils ist der romantische Jacobipark, der 1954 von einem ehemaligen Friedhof in einen öffentlichen Park umgewidmet wurde. Der Jacobipark verströmt einfach eine besondere Ruhe. Spaziergänger wandeln auf gewundenen Wegen an Eichen, Buchen und historischen Grabmälern vorbei. Vielleicht am schönsten ist das mit einer Engelsfigur verzierte Grabmal der Schauspielerin Clara Horn. Mit seinem zeitweise betreuten Kinderspielplatz und dem Hundeauslaufplatz und dazu einer Vogelschutzzone dient der Park als Treffpunkt der Eilbeker. Die kleine neugotische Kapelle nebenan, ein Schmuckstück aus gelbem Backstein mit schmalem Turm, erbaute der Alexis de Chateauneuf im Jahr 1864.

Berühmte Eilbeker

Eine ganze Reihe berühmter Politiker, Sportler und Künstler lebten in Eilbek. Max Schmeling, der bisher einzige deutsche Schwergewichts-Boxweltmeister, wuchs in der Hasselbrookstraße auf, wo zeitweise auch der Schriftsteller Hans Fallada wohnte. Einen Gemüse- und Kohlenladen besaßen die Eltern des späteren KPD-Vorsitzenden Fritz Thälmann, der sich schon als Kind für die Arbeiterbewegung begeisterte und die Volksschule in der Kantstraße besuchte. Vicky Leandros Elternhaus steht in der Blumenau und Helmut Schmidt verbrachte seine Jugendjahre in der Schellingstraße 9.

Eilbeks Geschichte

Eilbek hieß früher Ylenbeke und verdankt seinen Namen eher garstigen Tierchen: den Blutegeln. Blutegel verwendete man früher zum Schröpfen und fischte sie bis in die 1950er-Jahre aus dem Eilbek-Kanal. Seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1247 gehörte Eilbek fast 600 Jahre dem Hospital zum Heiligen Geist. Die Grenzen Eilbeks waren in der Vergangenheit anders gesteckt. Die südliche Grenze bildete der alte Heerweg von Lübeck, die heutige Wandsbeker Chaussee. Hasselbrook wurde erst 1865 eingemeindet.

Der Große Brand von 1842 führte zu einem enormen Bevölkerungsschub, weil tausende Obdachlose aus der Innenstadt aufs platte Land zogen. Eilbek, damals ein Dorf mit Wiesen und Äckern, verwandelte sich im Nu in den am dichtesten besiedelten Stadtteil Hamburgs. 1854 lebten in Eilbek bereits 5.000 Menschen, bis 1900 stieg die Einwohnerzahl auf 30.000, darunter waren viele Arbeiter. Viele von ihnen stürmten 1923 während des kommunistischen Aufstands das Eilbeker Polizeirevier. Wie für die meisten anderen Hamburger Stadtteile geriet der 23. Juli 1943 zum Schicksalstag. Bomber der Alliierten zerstörten mehr als 90 Prozent aller Gebäude. Der Wiederaufbau begann ab Anfang der 1950er-Jahre. 

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*Quelle: Hamburger Stadtteilprofile, Statistikamt Nord (Stand: Jan 2019)

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