Fuhlsbüttel: Wissens- und Sehenswertes

Fuhlsbüttel: Wissens- und Sehenswertes Mehr als Flughafen

Unprätentiös, bürgerlich und lebenswert: Der Hamburger Stadtteil Fuhlsbüttel besticht durch hohe Wohnqualität bei moderaten Mietpreisen.

Wissens- und Sehenswertes in Fuhlsbüttel

BezirkHamburg-Nord
Einwohner12.701*
Einwohner pro km²
1.634*
Fläche6,6 km²*
Öffentlicher NahverkehrS-Bahn:
S1 (Haltestelle: Hamburg Airport)
U-Bahn:
U1 (Haltestellen: Fuhlsbüttel, Fuhlsbüttel Nord)

Fuhlsbüttel und der Flugverkehr

Ortsfremde kennen Fuhlsbüttel meist nur wegen des dortigen Hamburger Flughafens, der schon lange ein bedeutender Arbeitgeber für die gesamte Region ist und seit Mitte November 2016 den Namenszusatz „Helmut Schmidt“ trägt. Doch wissen viele nicht, dass der Airport auch als ältester Deutschlands die Anfänge der Luftfahrt markiert.

Am 5. März 1910 war in Hamburg hoher Besuch zu Gast: Der berühmte Luftschiffkonstrukteur Graf Ferdinand von Zeppelin warb an diesem Tag in einer ausdrucksstarken Rede für die Zukunft der Zeppeline. Aufgrund dieses Apells und der Unterstützung von einigen Hamburger Prominenten kamen die Mittel zur Errichtung einer Luftschiffhalle schließlich aus privaten Kreisen zusammen. Bereits im Januar 1912 wurde die Halle auf einem 44,8 Hektar großen Gelände nördlich der Borsteler Rennbahn in der Nähe von Fuhlsbüttel eröffnet. Der reguläre Linienflugverkehr begann unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg 1919. Seitdem wächst der Flughafen ständig: Heute ist der internationale Airport mit über 15 Millionen Passagieren im Jahr der fünftgrößte der Bundesrepublik.

Diese hohe Frequentierung wissen besonders Planespotter zu schätzen, die rund um den Flughafen die besten Plätze zum Beobachten und Fotografieren der Flugzeuge kennen. Eine gute Aussicht bietet sich zum Beispiel von den Aussichtsterrassen T1 und T2 oder vom Coffee to Fly und dem Café Himmelsschreiber – je nachdem, welche Start- oder Landebahn man im Blick haben möchte.

Vom Wacholderpark zum Raakmoor

Ruhe und reichlich Grün, um durchzuatmen, bietet der Wacholderpark, der mit seinen hübschen Laubengängen und gepflegten Lindenbögen viel altmodischen Charme versprüht. Er gilt als erster Spielpark Deutschlands und entstand 1910 nach Entwürfen des Landschaftsarchitekten Leberecht Migge.

Wer die Nähe des Wassers liebt, flaniert durch den idyllischen Alsterpark und kehrt im hübschen Restaurant Zur Ratsmühle mit großer Terrasse ein. Dort befindet sich auch ein Bootsverleih. Eine Ruderpartie oder Tretbootfahrt steht nicht nur bei Fuhlsbüttler Kindern hoch im Kurs.

Ein noch ursprünglicheres Naturerlebnis verspricht das Raakmoor im benachbarten Hummelsbüttel. Das Naturschutzgebiet besteht hauptsächlich aus Niedermoorflächen und Bruchwäldern und beherbergt eine eindrucksvolle Anzahl seltener Tierarten. Noch ein gutes Stück näher von Fuhlsbüttel aus ist allerdings der Parkfriedhof in Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof Europas.

Stadtteilkern Erdkampsweg

Das Herz des Stadtteils schlägt im Erdkampsweg. Die Einkaufsstraße ist lebendig, aber nicht hektisch und beliebter Treffpunkt bei den Anwohnern. Kleine Lebensmittelgeschäfte sowie günstige Discounter säumen die Flaniermeile. Trend-Cafés und Nobelrestaurants sucht man im Viertel vergebens, die Fuhlsbütteler hocken lieber in einem der vielen gemütlichen Italiener oder Griechen beieinander.

Dazu passt die heitere Architektur der 1920er-Jahre, die im Stadtteil häufig zu finden ist – zum Beispiel in Form von Bauten wie dem Etagenhaus am Bergkoppelweg und dem Gymnasium Alstertal. Letzteres stammt übrigens aus der Feder von Hamburgs ehemaligem Oberbaudirektor Fritz Schumacher.

Schiffsverkehr

Schon viele Jahrhunderte vor Erfindung des Flugzeugs spielte Fuhlsbüttel für Hamburgs Blüte eine nicht unwesentliche Rolle: Gelegen an einer Alsterfurt bot das ursprüngliche Bauerndörfchen ideale Voraussetzungen für den Bau von Hamburgs erster Schleuse im Jahr 1448, welche die Schiffbarmachung auf Alster und Trave bis nach Lübeck vorbereitete.

Gefängnis und KZ

Die entscheidende Zäsur in der Geschichte Fuhlsbüttel ist aber erst auf das Jahr 1865 datiert, als ein Gefängnisbau beschlossen und die Verkehrsanbindung an Hamburg deutlich verbessert wurde. 1914 kam eine Haltestelle der Hochbahnlinie nach Langenhorn hinzu, ein Jahr zuvor wurde Fuhlsbüttel Hamburger Stadtteil. Durch Verschiebungen der Stadtteilgrenzen liegt das Gefängnis heute in Ohlsdorf.

Das Gefängnis bescherte dem Stadtteil zwar wirtschaftlichen Aufschwung, doch begann mit ihm 1933 auch das dunkelste Kapitel der Stadtteilgeschichte. Die Nazis errichten dort das KZ Fuhlsbüttel, genannt „Kola-Fu“. Bis zur Befreiung zum Kriegsende 1945 starben dort über 250 Inhaftierte, viele von ihnen an den grausamen Misshandlungen durch die SS.

Heute befindet sich im ehemaligen Eingangsgebäude die „Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945“. Die Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Widerstand“ rückt die einzelnen Biografien in den Mittelpunkt, erzählt die Geschichte des Konzentrationslagers und zeigt unter anderem eine nachgestaltete Einzelzelle.

Die Geschichte des Stadtteils

„Fulesbotle“ – so lautete der Name des heutigen Fuhlsbüttels bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1283. Der Name des damaligen Dorfes lässt auf ein sumpfiges Gebiet schließen, leitet sich die Vorsilbe „ful“ doch von „sumpfig“ oder „schmutzig“ ab, während das Wort „Büttel“ so viel wie Wohnstätte oder Siedlung bedeutet.

Die Erwähnung erfolgte im Zuge des Verkaufs aller Güter des Bürgers Johann vom Berge an das Kloster Reinfeld, zu denen das Dorf und eine Mühle zählten. Beide wurden bereits ein Jahr später wieder an dessen Söhne verkauft und gingen um 1420 in den Besitz der Stadt Hamburg über. So wurde die Mühle auch zur „Ratsmühle“. Seit 1913 gehört Fuhlsbüttel als Stadtteil zu Hamburg.

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*Quelle: Hamburger Stadtteilprofile, Statistikamt Nord (Stand: Jan 2019)

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