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Groß Flottbek: Wissens- und Sehenswertes Villen, Gärten und Dorf

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Mit seinen Villen und hübschen Klinkerhäusern inmitten englischer Gärten vermittelt Groß Flottbek den Eindruck, als befände man sich in einem einzigen großzügigen Landschaftspark. Die rund 11.000 Anwohner, unter ihnen der Fernsehkoch Christian Rach, wohnen zentrumsnah und gleichzeitig besonders ruhig.

Wissens- und Sehenswertes in Groß Flottbek

BezirkAltona
Einwohner11.034*
Einwohner pro km²4.654*
Fläche2,4 km²*
Öffentlicher NahverkehrS-Bahn:
S1, S11 (Haltestelle: Othmarschen, Klein Flottbek)

Der ruhige und wohlhabende Hamburger Westen

Groß Flottbek ist einer der beliebtesten Stadtteile Hamburgs, entsprechend hoch sind die Immobilienpreise, die zu den höchsten der Hansestadt zählen. Die Groß Flottbeker sind mit einem Durchschnittseinkommen von 88.000 Euro auch Groß-Verdiener, doch in diesem Stadtteil gilt noch das traditionelle hanseatische Understatement. Mit Geld wird nicht geprotzt. In den breiten Auffahrten stehen kaum Porsches und zum Einkaufen in die Waitzstraße kommen die Anwohner in Jeans und Pullover.

Hier im ruhigen Westen Hamburgs pflegt man das distinguierte Miteinander und investiert eher in teure Hobbys oder die Bildung seiner Kinder. Im Stadtteil leben überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern sowie junge Leute – zum Beispiel in den drei Studentenwohnheimen vor Ort. Da sich in Groß Flottbek einige Seniorenresidenzen befinden, ist die Zahl älterer Menschen höher als im Hamburger Durchschnitt.

Stadtteilgrenzen

Die namensgebende Flottbek plätscherte früher als breiter Bach in Richtung Elbe, heute fließt sie nahezu unterirdisch. Auch die Röbbek ist aus dem Straßenbild verschwunden, nur der Straßenname und die alte Röbbek-Volksschule erinnern an den Bach, dessen Quelle am moorigen Tümpel hinter dem Aldi Markt liegt.

Groß Flottbek ist begrenzt durch die Baurstraße im Osten und die Heinrich-Plett Straße im Westen, die Bahnlinie markiert die Grenze zu Othmarschen, ab der Osdorfer Landstraße beginnt Bahrenfeld. Der nördlich gelegene Groß Flottbeker Friedhof, auf dem Siegfried Lenz begraben liegt, ist also vom Stadtteil abgeschnitten.

Genauso verhält es sich mit dem erfolgreichen Groß Flottbeker Tennis-, Hockey- und Golfclub, der vor allem für seine erfolgreiche Hockey-Sparte bekannt ist. Der Verein befindet sich knapp südlich der Bahnlinie in Othmarschen.

Architektur in Groß Flottbek

Stadtvillen, englische Gärten, unbefestigte Bürgersteige, riesige Bäume mit tief gefurchter Rinde, die schon Jahrhunderte auf dem Buckel haben – das ist Groß Flottbek. Man staunt über die enorme Ruhe mitten in der Stadt, die hin und wieder durch den Landeanflug eines tief fliegenden A380 unterbrochen wird. In Richtung Osdorfer Landstraße häufen sich Reihenhaussiedlungen und Einzelhaussiedlungen aus den Nachkriegsjahren.

Nahe der Bahn wechseln sich gepflegte Jugendstilvillen und Klinker-Kaffeemühlen ab. Sehenswert ist das Haus Neumann in der Cranachstraße mit dem Pagodendach, ein Zeugnis des Klinkerexpressionismus. Interessant sind auch die im Heimatstil gebauten Klinkerhäuser in der Dürerstraße und Wolfsloh, deren Sprossenfenster angenehme Wohnlichkeit vermitteln. In der Adickesstraße fallen einige mächtige Villen-Mehrfamilienhäusern auf, die ab 1909 für Beamte der Deutschen Werft gebaut wurden.

Altes Dorf

Sechs Fachwerkhöfe unter Reetdach und ein paar Scheunen rund um die 1912 erbaute Flottbeker Kirche bilden den Kern des alten Dorfes. Im 200 Jahre alten Landhaus Flottbek an der Baron-Voght-Straße befindet sich das gleichnamige 4-Sterne-Hotel mit Restaurant. Die denkmalgeschützte Röbbek-Volksschule stand einige Jahre leer, nun soll das Grundstück bebaut und zu einem schicken Wohnensemble umgestaltet werden. Das alte Bertha Lyceum in der Waitzstraße kennen viele, weil das schöne Gebäude seit 1974 als Sitz der Volkshochschule West dient.

Bildung in Flottbek

Flottbek und Umgebung punktet mit seinen erstklassigen Bildungseinrichtungen und ist deshalb bei jungen Familien sehr beliebt. Vor Ort gibt es eine Reihe von Kitas, eine Grundschule und nahe bei in Othmarschen zwei hochkarätige Gymnasien. 2014 zog die International School, die teuerste und hypermodern eingerichtete Schule Hamburgs, in den Osdorfer Teil des Hemmingstedter Weg, gleich an der Grenze zu Groß Flottbek. Einen guten Ruf genießt auch das Europa Kolleg mit den Studiengängen European and European Legal Studies.

Als Freizeitaktivität können Kinder und Jugendliche zwischen Hockey, Reiten oder musikalischer Früherziehung im Johannes-Brahms-Konservatorium wählen. Oder sie spielen im Tennisclub Vierjahreszeiten im Windmühlenweg – dort wo Tommy Haas jahrelang Bälle übers Netz schlug. Alle Einrichtungen befinden sich vor Ort, die Sportbegeisterung ist traditionell groß in diesem Stadtteil, davon zeugen Vereine wie der Groß Flottbeker Turnverein oder der Reitverein.

Gemütlich shoppen in der Waitzstraße

Die Einkaufsmeile beginnt an der Haltestelle Othmarschen und zieht sich schnurgerade über 360 Meter hin. In der Waitzstraße überwiegen bislang Traditionsgeschäfte wie die Buchhandlung Harder oder das Café Hansen. Zwischen sechs Bäckereien können die Flottbeker beim Brötchenkauf wählen oder dort einen Latte Macchiato trinken.

Nach Ladenschluss um 18 Uhr schwindet das Leben aus der tagsüber betriebsamen Einkaufsstraße, die sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Villenstraße in ein Geschäftsviertel wandelte.

Idyllisch ist die kleine Ladenzone an der ländlichen Beseler Straße mit einem zauberhaften Blumenladen in einer Reetdachkate, einem Café, einer Reinigung und einer Bank. Ein Gesellschaftsereignis ist der Flottbeker Markt, dessen Marktbeschicker und Kunden teilweise in der dritten Generation den Markt besuchen.

Geschichte Groß Flottbeks

Schon 8.000 Jahre vor Christus durchstreiften Jäger und Sammler die Flottbeker Gegend und ab 2.800 Jahren vor Christus siedelten dort Menschen. Erstmalig erwähnt wird Groß Flottbek 1305, als Ritter Hermann von Hamme dem Pinneberger Probst „Lütten un Groten Flöbbeek“ für 130 Mark verkaufte. „Als Zehnten seien jährlich zwei Wispel Weizen, 80 Scheffel Hafer, eine Mark und 20 Büschel Flachs zu entrichten“, steht in einer Chronik.

Zwischen 1640 und 1866 ging Groß Flottbek zuerst in dänischen, später in preußischen Besitz über. Eine Karte von 1785 zeigt, dass sich das damalige Rundlingsdorf an der Kreuzung Windmühlenweg und Baron-Voght-Straße befand. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden erste Villensiedlungen im Süden Groß Flottbeks. Damals wurde es unter wohlhabenden Hanseaten Mode, sich zur Sommerfrische in ein Landhaus zurückzuziehen.

1796 erwarb Caspar Voght einige Ländereien vor Ort und betrieb Ackerbau nach modernsten Richtlinien. In Groß Flottbek lebten damals wohlhabende Kaufleute und einfache Bauern in nächster Nähe, wobei den Bauern Bildung noch vollständig verwehrt war. Heinrich von Thünen schrieb: „Man sollte vermuthen, daß die Nähe der Stadt auf die Lebensart der Bauern einen großen Einfluß hätte. Man kann aber wohl nicht leicht ein Dorf finden, wo die Bauern weniger Ausbildung haben. In dem ganzen Dorfe kann nur hier und da Einer nothdürftig seinen Namen schreiben.“

Schon 1867 legte man Schienen für die Bahnverbindung nach Blankenese mit Station in Flottbek. Flugs entstanden rund um den neuen Bahnhof Luxusvillen für wohlhabende Kaufleute, die mit dem Dampfzug bequem zur Arbeit pendeln konnten. Ab 1901 tobten sie sich nach der Arbeit im Flottbeker Tennisclub oder beim Hockey und Golfspiel aus, ganz nach dem bewunderten britischen Sportler-Vorbild. Im Norden Flottbeks blieb das traditionelle bäuerliche Leben bis ins 20. Jahrhundert erhalten, während in Bahnnähe schon erste Automobile durch die Straßen donnerten.

Ab 1927 wurde Groß Flottbek erstaunlicherweise Pinneberg zugeordnet und erst 1938 zu einem Hamburger Stadtteil. 1938 eröffnete Familie Ramcke die Landhaus Lichtspiele und bis in die 1960er-Jahre gab es drei Kinos im Stadtteil.

Heute gibt es in Groß Flottbek kein Kino mehr und nur wenige Restaurants, dafür aber viel Ruhe und eindrucksvolle Architektur zu erleben. Ganz im Sinne von Baron Caspar Voght, der 1824 schrieb: „Flottbecks Charakter ist heitere Ruhe und frohe Gemüthlichkeit.“

Karte


*Quelle: Hamburger Stadtteilprofile, Statistikamt Nord (Stand: Jan 2019)

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