Gut Moor: Wissens- und Sehenswertes Kleinod in feuchter Gegend

Gut Moor z?hlt zu den am d?nnsten besiedelten Stadtteilen Hamburgs. Es liegt idyllisch am Rande des Urstromtals der Elbe.?

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Wissens- und Sehenswertes in Gut Moor

BezirkHarburg
Einwohner? 131*
Einwohner pro?km?66*
Fl?che1,99 km?*

D?rfliches Flair

Ortsbesuch im ?stlichen Harburg. Wenn man das Gewerbegebiet Gro?moorbogen mit seinen Auto-?und Einrichtungsh?usern durchfahren hat, verabschiedet sich das quirlige Flair. Einmal abgebogen, und das l?ndlich wirkende Gut Moor er?ffnet sich unmittelbar vor einem. Auf dem Gro?moordamm geht es vorbei an alten H?fen mit vielen Feuchtwiesen und Weiden, die im Sommer von runden Strohballen oder schwarzbunten Rindern bev?lkert sind. Auf einer Seite der baumges?umten Hauptstra?e liegt ein Entw?sserungsgraben, ein Verkehrsschild warnt vor Amphibienwanderungen.

Der rund zwei Kilometer lange Gro?moordamm teilt den Stadtteil in eine n?rdliche und eine s?dliche H?lfte. Einst war er eine beschauliche Dorfstra?e, heute wird er ? als einer der wenigen Stra?en der Siedlung ? rege befahren. Gerne nutzen ihn auch Rennradfahrer, die auf diese Weise zum Beispiel zu den nieders?chsischen Orten Meckelfeld, Bullenhausen und Over gelangen.

Wer als eher gem?tlicher Radler nicht gerne so weit f?hrt, kann eine Tour zum Neul?nder See im benachbarten Neuland oder zum Storchennest auf Hof Artzenroth im Gro?moordamm 276 machen. Schon seit vielen Jahren ist das 1806 errichtete ehemalige Fachwerkhaus vor?bergehende Heimat f?r br?tende St?rche.

Erschwertes Bauen

Entlang des Damms stehen die meisten H?user des einstigen Stra?endorfes Gut Moor, darunter reetgedeckte Fachwerkh?user. Der feuchte Moorboden erschwerte die Bebauung und die alten Fachwerkh?user erlitten immer wieder Mauerrisse durch Schwankungen im Untergrund. Hier findet man daher auch H?user, die auf in den Boden eingelassene Pfeiler gebaut wurden.

Die Hausnummern der H?user haben den Haltestellen der Buslinie ihre Namen gegeben: Zum Beispiel Gro?moordamm 121, Gro?moordamm 181 oder Gro?moordamm 223. Folgt man der Stra?e in ?stlicher Richtung, wird es lauter. Dort f?hrt die Autobahn A1 615 Meter lang durch den Stadtteil und teilt ihn in Ost-West-Richtung. Neben der Autobahntrasse, am Gro?moordamm 253, liegt der ?lteste Hof von Gut Moor: Baujahr 1617. Das strohgedeckte Fachwerkhaus wurde als einziges Geb?ude in der Umgebung erh?ht auf einer Wurt erbaut, um gegen die Fluten der nahen Elbe gewappnet zu sein.

Wenige Einwohner

Gut Moor geh?rt bez?glich der Fl?che und Einwohnerzahl zu den kleinsten Stadtteilen Hamburgs: 2015?hatte Gut Moor 136 Einwohner, die auf 1,97 Quadratkilometern lebten. Die Bewohner sind eng verbunden mit den Menschen in den Moord?rfern Gro?-Moor, Klein-Moor und H?rsten. So treffen sie sich zum Beispiel im Sch?tzenverein Moor und Umgebung. Und bei der Freiwilligen Feuerwehr Moor werden gemeinsam Br?nde bek?mpft.

Neun M?nner aus Gro? Moor und Klein Moor hatten die Wehr 1939 gegr?ndet. 1943 kauften sie eine pferdegezogene Handdruckspritze aus H?rsten. In den folgenden?Jahren schufen sie weitere Ger?te an, die sie vorerst bei einigen Bauernh?fen unterstellen konnten. Schlie?lich organisierten die Feuerwehrkameraden 1947 einen ausrangierten Eisenbahnwaggon als Ger?tehaus.

Im Jahr 1986 wurde der Grundstein f?r ein neues Feuerwehrhaus gelegt, ein kombiniertes Geb?ude f?r die Feuerwehr und den Sch?tzenverein am Gro?moordamm, bereits in Klein Moor gelegen. Der alte Sch?tzenhof im Westteil von Gut Moor war bis in die 1970er-Jahre ein Anziehungspunkt in der Region ? dort wurde viel getanzt und gefeiert. 1978 wurde er vom ?Verein zur F?rderung der Waldorfp?dagogik? gekauft, damit dort eine Rudolf-Steiner-Schule ihren Sitz haben konnte. Doch dann fanden im Geb?ude lediglich die Feste der Abschlussklassen statt.

Gr?ser und Kr?uter

Der Stiftung Ausgleich Altenwerder?geh?ren die zwei Gr?nlandfl?chen in Gut Moor und Klein-Moor, auf denen sogar der Wachtelk?nig zu beobachten war. Nachdem eine der beiden Fl?chen jahrelang brach lag, wird sie seit 2011 wieder regelm??ig gem?ht. Seitdem pr?gen typische Gr?ser und Kr?uter feuchter Wiesen statt Brennnesseln das Bild. So findet sich dort heute das Wiesenschaumkraut und die Kuckuckslichtnelke. Die zweite Gr?nfl?che mit einem angelegten kleinen Gew?sser liegt direkt ?stlich der Autobahn und grenzt an Fl?chen, die vom Sonderverm?gen Naturschutz der Stadt Hamburg betreut werden. Am s?dwestlichen Rand Gut Moors flie?t der Seevekanal, der in der N?he des Rangierbahnhofs Maschen beim H?rstener Wehr von der Seeve abzweigt und in Harburg in die S?derelbe m?ndet.

Moor kultiviert

Den Seevekanal lie? Otto I., Herzog von Harburg?um 1540 von Meckelfeld nach Harburg graben. Der Kanal sollte die dortigen M?hlen antreiben und war gleichzeitig n?tig, um das umliegende Moor zu kultivieren. Sein Enkel, der letzte Harburger Herzog Wilhelm August, schenkte 1630 seinem Kanzler Johann von Drebber ein freies Gut im Moor als Dienstsitz. Zu der so entstandenen Dom?ne Kanzlershof geh?rten zahlreiche L?ndereien und auch das Gebiet des heutigen Stadtteils, der seinen Namen dem nassen Lebensraum verdankt.

Im Jahr 1645 wurde die Vogtei H?pen im Amt Harburg geschaffen, die unter anderem auch Gut Moor, Gro?-Moor und Klein-Moor umfasste. 1667 wurde die Siedlung im Harburger Amtslagerbuch Mohr genannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden die drei Moord?rfer Gut Moor, Gro?-Moor und Klein-Moor getrennt behandelt.?W?hrend Gro?- und Klein-Moor zu Niedersachsen geh?rten, wurde Gut Moor 1885 Teil des Bezirks Harburgs. 1937 wurde die zuvor selbstst?ndige preu?ische Landgemeinde Gut Moor ein Hamburger Stadtteil.

Karte

*Quelle: Statistisches Amt f?r Hamburg und Schleswig-Holstein / Melderegister?(Stand: Jan 2019)

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Kleinod in feuchter Gegend
Gut Moor z?hlt zu den am d?nnsten besiedelten Stadtteilen Hamburgs. Es liegt idyllisch am Rande des Urstromtals der Elbe.?
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