Hohenfelde: Wissens- und Sehenswertes Zentral und voller Gegensätze

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10.000 Menschen leben hier in Alsternähe. Auf nur 1,15 Quadratkilometern findet man noble Villenstraßen und Straßenzüge mit sozialem Wohnungsbau. Hohenfelde punktet mit seiner zentralen Lage und einem bürgerlichen Ambiente ohne viel Schnickschnack. 

Ein Viertel voller Gegensätze direkt an der Alster

Bezirk Hamburg-Mitte
Einwohner10.030*
Einwohner pro km28.686*
Fläche1,1 km2*
Öffentlicher Nahverkehr

U-Bahn:
U1 (Haltestelle: Lübecker Straße)
U3 (Haltestellen: Lübecker Straße, Uhlandstraße)

Kleiner Stadtteil an der Alster

Der Name klingt nach einem beschaulichen Dörfchen, doch Hohenfelde liegt ganz zentral in Hamburg. Mit seinen 1,15 Quadratkilometern gehört er zu Hamburgs kleinsten Stadtteilen und man kann ihn im Nu auf einer der großen Verkehrsstraßen durchqueren! Hohenfelde liegt eingekeilt zwischen der viel befahrenen Sechslingspforte, dem Mundsburger Kanal und den Straßen Landwehr und Wartenau, die die Grenze zu Borgfelde und Eilbek bilden. Im Westen gehören einige 100 Meter in bester Alsterlage dazu. Die Villen in der Uhlandstraße erinnern an alte Zeiten, in denen Hohenfelde zu den vornehmsten Gegenden Hamburgs zählte.

Spannender Mix

In Hohenfelde erlebt man einen spannenden Mix aus junger und älterer Bevölkerung, aus Wohlhabenden und Durchschnittverdienern, aus Luxusresort und zweckmäßiger SAGA-Wohnung. In den zahlreichen Hinterhöfen expandieren kleine Dienstleister und Handwerksbetriebe. Passable Mieten ermöglichen es bisher auch Kleinunternehmen, hier zu bestehen. Um in den Stadtteil gelangen, muss man die belebtesten Verkehrsachsen der Stadt passieren. Durch die Sechslingspforte und die Lübecker Straße fließt der Berufsverkehr sowie der Durchgangsverkehr Richtung Autobahn. Der Anteil der Verkehrsstraßen ist mit 12 Prozent der Stadtteilfläche überdurchschnittlich hoch, Grünanlagen sind relativ wenige vorhanden.

Grün in Hohenfelde

Den schönsten Entspannungseffekt in der Natur birgt sicherlich ein Spaziergang entlang der Schwanenwik und am Mundsburger Kanal bis zum Kuhmühlenteich. Wassersportler fühlen sich hier wie Fische im Wasser, denn sie können mit ihren Kanus direkt vom Bootshaus des Hamburger Kanu Clubs zu Alstertouren ablegen. Kanu-Polo Fans kämpfen im Mundsburger Kanal um den Ball. Wer einfach relaxen möchte, lässt sich am Alsterufer nieder, schaut Segelbooten und Ruderern nach und genießt das Stadtpanorama.

Villen und sozialer Wohnungsbau

70 Prozent der ehemaligen Arbeiterwohnungen im Süden und des Nobelviertels im Norden wurden im Krieg zerstört. Wenn man heute durch Hohenfelde streift, fällt auf, dass fast jede Straße ein anderes Gesicht zeigt. Von einförmigen Siedlungsbauten über fünfgeschossige Altbauten in der Freiligrathstraße bis zu hin zu schicken Stadtvillen entdecken wir in Hohenfelde alle erdenklichen Wohnformen. Rund um die Lübecker Straße dominiert der soziale Wohnungsbau. In den mehrgeschossigen Rotklinkerhäusern leben vorwiegend junge Leute, darunter Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Am Mundsburger Kanal und dem Kuhmühlenteich reiht sich eine elegante Gründerzeitvilla an die andere. Hier bewegen wir uns in einer der teuersten Ecken Hamburgs, von Maklern Toplagen genannt. Auch die Güntherstraße, Neubertstraße und Lessingstraße sind von prächtigen Stadtvillen aus der Gründerzeit gesäumt. Ein irgendwie kleinstädtisches Ambiente erwartet uns in der schnurgeraden Hohenfelder Allee, wo sich in schmalen, meist niedriggeschossigen Gebäuden Gewerbebetriebe und die Modeschule JAK angesiedelt haben.

Bildungszentrum Hohenfelde

Hohenfelde ist ein Mode-Hotspot! Im bekannten Modecampus in der Armgartstraße, idyllisch gelegen am Mundsburger Kanal, designen Studenten Abendkleider und Alltagsmode für den Catwalk. An der Modeakademie JAK entwerfen Studierende in einer alten Mineralwasserfabrik neue Kreationen. Weiter im Süden bereiten sich junge Hamburger an den Gewerbeschulen für Gastronomie und Ernährung und für Stahl und Maschinenbau in der Angerstraße aufs Berufsleben vor.

Stadtteil im Umbruch

Viele Hohenfelder beklagten in den letzten Jahren den Verlust von wichtiger Infrastruktur. So wurden 2006 eine Schule, eine Kirchengemeinde und ein Jugendzentren geschlossen. Daraufhin gründeten Anwohner eine Bürgerinitiative und formulierten gemeinsam mit der Stadt ein Entwicklungskonzept für den Stadtteil. Die Umstrukturierung Hohenfeldes wird sich wohl letztlich kaum stoppen lassen, weil die östliche Alsterseite immer stärker ins Blickfeld von Investoren gerät. So kam es 2015 zu einem teils schwer nachvollziehbaren Abriss in der Buchtstraße. Hier mussten drei intakte, 130 Jahre alte Villen einigen Neubau-Luxuswohnungen weichen.

Schöne Gebäude

Hohenfelde ist ein eher unauffälliger Stadtteil. Dass das renommierte Marienkrankenhaus, 1880 vom Architekten Martin Haller geplant, in Hohenfelde liegt, wissen viele nicht. Auch die Alster-Schwimmhalle mit dem freischwingenden Dach, das einzige Hamburger Hallenbad mit 50-Meter-Bahnen, ist ein Markenzeichen der Stadt. Ebenso die 1880 von Martin Haller erbaute Alte Polizeiwache Lübecker Tor und die Gewerbeschule Angerstraße, die Fritz Schumacher entwarf. Denkmalgeschützt ist auch die U-Bahn-Haltestelle Lübecker Straße mit dem auffälligen Pilzdach aus den 50er Jahren. Zeitgenössische Architektur lässt sich an der Lübecker Straße besichtigen: Das Bürogebäude Hamburger Welle von Hadi Teherani ist mit seiner geschwungenen Fassade ein Verweis auf die Wassernähe.

Geschichte Hohenfeldes

Über Jahrhunderte galt Hohenfelde – das hohe Feld – als ein ländliches Gebiet mit Kuhweiden und Wassermühlen, daher der Straßenname Kuhmühle. Ab 1850 wurde Hohenfelde erschlossen und die Marsch trocken gelegt. In den 1870er Jahren schuf man mit der Schwanenwik- und der Mundsburger Brücke einen Übergang nach Uhlenhorst. Seit 1894 gehört Hohenfelde zu Hamburg und entwickelte sich nach Harvestehude und Rotherbaum zu einem der wohlhabendsten Stadtteile.

Karte

*Quelle: Hamburger Stadtteilprofile, Statistikamt Nord (Stand: Jan 2019)

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