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Marienthal: Wissens- und Sehenswertes Nobler Stadtteil mit viel Grün

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Marienthal ist ein kleiner, feiner Stadtteil mit schicken Einfamilienhäusern und Villen im Osten Hamburgs. Über 13.000 Menschen leben hier in ruhiger Wohnlage inmitten von Gärten und Parks.

Wissens- und Sehenswertes in Marienthal

BezirkWandsbek
Einwohner13.310*
Einwohner pro km²4.142*
Fläche3,3 km²
Öffentlicher Nahverkehr

S-Bahn:
S1, S3, S11 (Haltestelle: Wandsbeker Chaussee)

U-Bahn:
U1 (Haltestellen: Wandsbeker Chaussee, Wandsbek Markt)

Begehrte Wohnlage

Gibt man bei Google das Stichwort Hamburg-Marienthal ein, tauchen gleich oben in der Liste diverse Immobilienportale auf. Verständlich, denn bei Marienthal handelt es sich um eine begehrte und teure Wohnlage. Bei einem Spaziergang flaniert man an Gründerzeitvillen mit verspielten Türmchen, Jugendstilhäusern, luxuriösen Bungalows und nüchternen, aber stilvollen Klinkerhäusern entlang. Keine Villa gleicht der anderen, die Marienthaler legten allem Anschein nach in den letzten 100 Jahren großen Wert auf individuelles Wohnen. Nur hinsichtlich der Großzügigkeit der Grundstücke und der Gepflegtheit der Gärten stimmen die Anwesen überein. Manche Straßenzüge haben sich seit dem 19. Jahrhundert kaum verändert.

Gärten und Parks

Man schlendert an hübsch angelegten Gärten mit Bäumen, Sträuchern und Blumenbeeten vorbei und erreicht in der Mitte des Stadtteils das erste der vier Wandsbeker Gehölze. Es handelt sich um Überbleibsel des ehemaligen Wandsbeker Schlossgartens. Die schön angelegten Parks erstrecken sich von West nach Ost und werden von den Marienthalern für Spaziergänge, zum Joggen oder Ausspannen intensiv genutzt. Sehenswert sind das Husarendenkmal und der Gedenkstein für den Dichter und Journalisten Matthias Claudius, den berühmtesten Sohn Wandsbeks aus dem Jahr 1840.

Nobles Bürgertum 

Marienthal hebt sich ab von den angrenzenden Stadtteilen Wandsbek, Horn und Jenfeld, in denen viergeschossige Siedlungsbauten dominieren und wo vergleichsweise weniger betuchte Menschen leben. Allzu lange ist es nicht her, als Marienthaler Damen bei einem Einkauf im nahe gelegenen Wandsbek schon mal betonten, dass sie Marienthalerin seien, was auf Wohlstand und gehobenes Bürgertum hindeutete. Und 2005 erlangte der Stadtteil unrühmliche Aufmerksamkeit, als dort Nachbarn gegen eine geplante Kita klagten und Recht bekamen.

Attraktiv für junge Familien

Das Wohnklientel in Marienthal hat sich seitdem verändert. Viele junge Familien zogen in den 3,3 Quadratkilometer großen Stadtteil, zum Beispiel in die Husarenstraße, wo 2007 etwa 200 Miet-/Eigentumswohnungen sowie 70 Reihenhäuser entstanden. Dort passiert man einige Kitas und Spielplätze und begegnet jungen Müttern und Vätern mit Kinderwagen. Der Stadtteil hat sich sichtlich verjüngt, doch gleichzeitig leben dort überdurchschnittlich viele ältere Menschen. Wegen des vermehrten Bedarfs an altersgerechtem Wohnraum investierte man in einige neue Seniorenheime. Fast könnte man von einem Bauboom sprechen, dem in Marienthal jedoch Grenzen gesetzt sind.

Marienthal 27

Um das Ortsbild Marienthals mit seinen vielen Einfamilienhäusern zu erhalten, setzt sich eine Bürgerinitiative seit Jahren gegen größer dimensionierte Wohnanlagen ein. Auf Drängen der Initiative verabschiedete der Senat im Jahr 2004 den Bebauungsplan Marienthal 27, nach dem „städtebauliche Fehlentwicklungen durch eine gebietsuntypische Bebauung“ nicht erlaubt sind. Neubauten dürfen deshalb nur ein- oder zweigeschossig sein.

Zum Einkaufen nach Wandsbek

Im Nordwesten dehnt sich der Stadtteil in einem Schlenker bis zum Bezirksamt Wandsbek aus. Dort säumen für Marienthal untypische Bürobauten und mehrgeschossige Mietshäuser die Straßen. Da es außer einer Apotheke, einigen Lokalen, einer Boutique und einer Konditorei in der Kielmannseggstraße nur wenige Einkaufsmöglichkeiten gibt, verlassen die Marienthaler zum Shoppen ihren Stadtteil und begeben sich dazu meistens ins Wandsbeker Quarree.

Gute Infrastruktur

An der verkehrsreichen Jüthornstraße erstreckt sich das Gelände des Asklepios Krankenhauses Wandsbek. Die medizinische Versorgung in Marienthal ist mit 71 niedergelassenen Ärzten überdurchschnittlich, die Schulen genießen einen guten Ruf.

Marienthal ist über das nahegelegene Wandsbek bestens an öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen. Busse, U-Bahn und Regionalbahn erreichen nach wenigen Minuten das Stadtzentrum. Autofahrer nutzen die B75 oder steuern den Horner Kreisel und die A24 an. Bei so vielen großen Straßen in unmittelbarer Nähe bleibt Verkehrslärm nicht aus. In einigen Ecken des sonst so idyllischen Marienthals müssen sich die Bewohner mit einer ständigen Geräuschkulisse abfinden.

Fußballverein SC Concordia

Wer hätte das gedacht? Das kleine Marienthal spielte jahrelang Fußball auf Bundesniveau und brachte bekannte Spieler wie Holger Stanislawski und Pjotr Trochowski hervor. Der SC Concordia 1907 trat in den 1920er- und 1960er-Jahren in der Oberliga unter anderem gegen Borussia Dortmund an. 2004 hätte Concordia der Eintritt in die Oberliga offen gestanden, doch der Verein konnte einen Stadionumbau finanziell nicht stemmen. Finanzprobleme führten dann 2010 zur Vereinsfusion mit dem TSV Wandsbek-Jenfeld zum Wandsbeker TSV Concordia. Auf dem Gelände des ehemaligen Concordia-Sportplatzes in der noblen Oktaviostraße befindet sich zurzeit ein Flüchtlingsheim, dort soll in Zukunft jedoch eine neue Wohnanlage entstehen.

Von dänischer Exklave zum Nobelviertel

Auf dem Gebiet des heutigen Marienthals lag früher das Zentrum Wandsbeks, das im Jahre 1296 als Dorf entstand und lange Zeit zu Dänemark gehörte. Einer der temporären Besitzer des Landes, der dänische Finanzminister Heinrich Carl Graf von Schimmelmann, ließ dort 1762 das Wandsbeker Schloss errichten.

Der südliche Teil des Areals geriet im Jahr 1857 in den Besitz des Grundstücksspekulanten Johann Anton Wilhelm von Carstenn, der das Schloss 1861 abreißen und dort prunkvolle Villen erbauen ließ. Für das neue Wohngebiet beantragte er im selben Jahr die Umbenennung in Marienthal. Dieser Name geht zurück auf die Ehefrau Maria des Kaiserlichen Rates Friedrich Christian von Kielmannsegg. Dieser war zwischen 1679 und 1705 Besitzer des Gutes Wandsbek und hatte 1680 in der Nähe der Rantzauer Mühle das Haus Marienthal errichten lassen, das als Witwensitz für seine Frau dienen sollte.

Der anwachsende Villenvorort gehörte später mit ganz Wandsbek kurzzeitig zu Preußen und kam schließlich im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 zur Stadt Hamburg.

Karte

*Quelle: Hamburger Stadtteilprofile, Statistikamt Nord (Stand: Jan 2019)

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