Wohldorf-Ohlstedt: Wissens- und Sehenswertes Villenort im Wald

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Das grüne Herz des Doppelstadtteils bildet der Wohldorfer Wald. Rund um den größten Laubwald Hamburgs gruppieren sich der Nobelvorort Ohlstedt und das noch noblere, ländliche Wohldorf mit historischem Gutshof und Villenalleen. Der eindrucksvolle Duvenstedter Brook zählt ebenfalls zum Stadtteil.

Wissens- und Sehenswertes in Wohldorf-Ohlstedt

BezirkWandsbek
Einwohner4.585*
Einwohner pro km²265*
Fläche17,3 km²
Öffentlicher NahverkehrU-Bahn:
U1 (Haltestellen: Hoisbüttel, Ohlstedt)

Zwischen Ländlichkeit und Vorortidylle

Wohldorf-Ohlstedt grenzt an Schleswig-Holstein und gehört zum Bezirk Wandsbek und den Walddörfern. In Einfamilienhäusern und Villen leben über 4.800 Einwohner, darunter überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern sowie ältere Menschen. Das 17,3 Quadratkilometer große Wohldorf-Ohlstedt zählt zu den einkommensstärksten Stadtteilen der Hansestadt. Er punktet als angenehmes Quartier mit guten Restaurants, Pferdehöfen und Stadtvillen, einer U-Bahnanbindung und mit ungemein viel Natur. Wohldorf ist ländlich geprägt, während Ohlstedt Vorortcharakter besitzt. Viele Familien leben seit Generationen in diesem schönen Stadtteil.

Perfekter Sonntagsspaziergang

Beim Spaziergang durchs alte Wohldorf fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt. Man läuft rund um den Mühlenteich an der Kornmühle von 1471, dem historischen Wohldorfer Herrenhaus und der Kupfermühle vorbei, allesamt sorgsam restaurierte Fachwerkgebäude. Aus der Entfernung blickt man von dort auf das neobarocke Landhaus am Kupferteich. Es diente im Zweiten Weltkrieg als Agentenzentrale, später als Verwaltungssitz und heute als Erholungsort für Eltern mit kranken Kindern.

Den nahe gelegenen Wohldorfer Hof führen die Familien Niemeyer und Cordes mit Milchwirtschaft, Ackerbau und Pensionspferden. Ein Hofladen versorgt die Anwohner mit frischer Milch und Käse. Wie der Hof gehörte auch das Backsteingebäude daneben zum ehemaligen Gut. Die damalige Unterkunft der Landarbeiter nannte man im Volksmund „Langer Jammer“. In den geschichtsträchtigen Lokalen Zum Bäcker und der Wohldorfer Mühle speist man mit Blick auf den Mühlenteich – ein echtes Postkartenidyll.

Wohldorfer schwören auf das leckere Brot, das seit 1792 in der Wohldorfer Mühle gebacken wird. Mitten im Wald stoßen Spaziergänger auf einige Holzhäuser, die in Reih und Glied am Weg stehen. Nach Jahren der Verwahrlosung wurden die Landarbeiterhäuser von 1933 renoviert und sehen mit ihrem Holzfachwerk und Blumen geschmückten Vorgärten hübsch aus.

Kaffeemühlen und Norwegerhäuser

Von der Villa im englischen Landhausstil am Duvenstedter Triftweg 35, klassizistischen Landhäusern und Rotklinker-Kaffeemühlen bis zur Bauhausvilla von 1929 mit nüchterner Formgebung entdeckt man in der Bredenbekstraße ganz unterschiedliche Baustile. Nebenan liegt die Matthias-Claudius-Kirche, ein ästhetisch gelungener, achteckiger Bau von 1954, dem Sitz einer großen Kirchengemeinde.

In der Sthamerstraße fallen 15 blauschwarz gestrichene Holzhäuser auf, die so genannten Norwegerhäuser. Man baute sie 1944 für ausgebombte Nazifunktionäre, nach 1945 fanden dort KZ-Überlebende eine Zuflucht. Im Stil der Heimatschutzarchitektur ist das wohnliche Fachwerkhaus mit Giebel am Schleusenredder 21 errichtet, in dem sich das Kleinbahnmuseum Wohldorf befindet. Direkt an der U-Bahnhaltestelle Ohlstedt findet man das im Stil von Fritz Schumacher 1927 konzipierte Rathaus und Feuerwehrhaus mit Turm und Uhr.

Ohlstedter Dorfstraße

Die Alte Dorfstraße in Ohlstedt bildet das unauffällige Ortszentrum. Dort passiert man zunächst den Eisbären, ein beliebtes Eiscafé, und das Restaurant Landhaus. Danach eine Mini-Shoppingzone mit Bäcker, Apotheke und Elektrofachgeschäft, Läden mit Retro-Charme für den kleinen Einkauf vor Ort. Für den Großeinkauf cruisen die Anwohner gern im Geländewagen nach Duvenstedt oder zum Ohlstedter Markt.

Eine Tafel weist auf das älteste Gebäude des Ortes hin, ein restauriertes Reetdachhaus von 1834. Ein paar Häuser weiter sind die Bänke vor der Traditions-Musikkneipe Wanderer besetzt mit Gästen aller Altersklassen, coolen Typen und Anzugmenschen. So eine legere Kneipe würde man hier kaum vermuten.

Von dort ist der nächste Anlaufpunkt der Ohlstedter Platz mit schicken Einfamilienhäusern. Durch die ruhige Dorfstraße spazieren gut gekleidete Anwohner mit Rassehunden, junge Paare, Frauen mit Kopftuch – ob im schicken Dress oder mit Kinderwagen unterwegs, es wird freundlich genickt und gegrüßt.

Am Haselknick

Am gewundenen Alsterlauf verstecken sich der einzige Hamburger Waldcampingplatz und ein rustikales, gemütliches Lokal namens Haselknick. Im Winter knistert ein Feuer im Kamin, im Sommer sitzen die Camper draußen vor ihrem Bier und Radwanderer gönnen sich eine wohlverdiente Pause. Dabei kann man sich bodenständig rustikales oder frisch geräucherten Fisch schmecken lassen. Auf dem nahegelegenen Waldspielplatz können sich später die Kinder austoben.

Gemeinschaftsleben

Viele Bewohner sind im modern ausgestatteten Sportverein TSV Duwo 08 oder im Tennisclub aktiv. Pferdeliebhaber haben auf mehreren Höfen Gelegenheit zum Ausritt. Fest im sozialen Leben verankert ist die evangelische Gemeinde der Matthias-Claudius-Kirche, denn fast die Hälfte der Bewohner sind Kirchenmitglieder.

Die Sommerpredigten, Konzerte und kirchlichen Feste locken zahlreiche Besucher in besagte Kirche oder zu Outdoor-Veranstaltungen. Nicht nur architektonisch interessant ist die Schule am Walde, eine Inklusionsschule mit Schwerpunkt Naturerleben. Als weiterführende Schule ist das Gymnasium Ohlstedt vor Ort. Und die Freiluftschule kennen Kinder aus ganz Hamburg von Klassenausflügen.

Duvenstedter Brook

Das mit 780 Hektar zweitgrößte Naturschutzgebiet Hamburgs gehörte früher zu Duvenstedt und ist bereits seit 1939 Naturschutzgebiet. Seit dem Mittelalter trieben die Bauern ihr Vieh in den Wald, bis der Kahlschlag durch Fraß und staatliche Rodungen drohte. Heute wechseln sich im Duvenstedter Brook Moore, Heideflächen und Wiesen ab.

Seltene Vogelarten wie Pirol, Bekassinen, Kraniche, Falken und Seeadler fühlen sich dort zuhause. Während der Brunftzeit im September erfüllt das Röhren der Rothirsche den Brook. In der Dämmerung tragen massige Hirsche Rangkämpfe aus, die man von den Beobachtungsständen verfolgen kann. Fischotter bauen Dämme an Bächen, im Dickicht von Eichen, Erlen und Hainbuchen grasen Wiesel, Dachse, Rehe und Wildschweine. Pflanzenliebhaber freuen sich am seltenen Schnabelried, Goldstern, Bingelkraut und Knabenkraut.

Im NABU-Haus erhält man fundiertes Wissen über diese abwechslungsreiche Natur. Das Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald ist Hamburgs ältestes Forstrevier mit 300 Jahre alten Eichen sowie Erlen, Buchen und Eschen und eignet sich hervorragend zum Wandern. Direkt durch dieses Biotop verläuft der informative historisch-ökologische Erlebnispfad.

Geschichte 

Während sich der Name Wohldorf von „Wald“ ableitet, bedeutet „Ohl“ in Ohlstedt wohl „alt“ und „stedt“ deutet auf eine sächsische, gut tausend Jahre alte Besiedlung hin. 1407 erwarben die Hamburger Stadtväter Ohlstedt und 1440 Wohldorf – vor allem, um den riesigen Wald zu nutzen.

Als Wirtschafts- und Verwaltungszentrum bauten die Senatoren 1489 ein Herrenhaus an dem Ort, wo sich seit 1712 das jetzige befindet. Die Kornmühle aus dem 15. Jahrhundert nutzte man ab 1622 als Kupfermühle zur Herstellung von Messingdrähten. 1828 pachteten die bekannten Brüder Sloman die Mühle und funktionieren sie zu einer Weberei mit bis zu 150 Arbeitern um. Lange führten die beiden Orte ein Eigenleben, bis man sie 1872 zu einer Gemeinde zusammengelegte.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts pilgerten großstadtmüde Tagesgäste mit Direktbussen vom Hauptbahnhof oder seit 1907 mit der Kleinbahn von Alt-Rahlstedt in die romantischen Dörfer und den Wohldorfer Wald, um sich zu erholen. Ab 1900 setzte in Wohldorf-Ohlstedt die Gentrifizierung ein und viele Hamburger ließen sich in schönen Stadtvillen auf riesigen Grundstücken nieder, die bis heute das Ortsbild dieses wohlhabenden Stadtteils prägen. 

Karte

*Quelle: Stadtteilprofile Hamburg, Statistikamt Nord (Stand: Jan 2019)

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