Bismarck Denkmal Hamburg Der Koloss im Elbpark

Das weltweit größte Standbild des ersten deutschen Reichskanzlers, Otto von Bismarck, befindet sich unweit des Hamburger Hafens im Alten Elbpark. Das Symbol eines zwiespältigen Verhältnisses zwischen dem Reichskanzler und der Freien und Hansestadt Hamburg soll demnächst saniert werden. 

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 Bismarck-Denkmal

Adresse
Alter Elbpark, Seewartenstraße, 20459 Hamburg
Homepage
Mehr Informationen
Öffentliche Verkehrsmittel
U3 Haltstelle Landungsbrücken
S1, S2, S3 Haltestelle Landungsbrücken
Buslinie 112 Haltestelle Landungsbrücken
Parkplätze
Parkhaus Alter Elbpark, Neumayerstraße

Renovierung ab 2019

Die Sanierung des Bismarck-Denkmals ist für das Frühjahr 2019 geplant. Die Kosten werden zwischen Bund und Stadt aufgeteilt. Nach NDR 90,3 Angaben habe die Stadt bereits Fördergelder in Höhe von 6,5 Millionen Euro beantragt. Die Sanierung des Denkmals ist vor allem notwendig, weil sich erste Risse im Beton zeigen und zunehmende Feuchtigkeit im Innern des Sockels die Stabilität des Fundaments bedroht. 

Huldigung an das Kaiserreich

Kurz nach Bismarcks Tod 1898 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Das Ergebnis sollte eine Huldigung an das Kaiserreich, nicht jedoch unbedingt an Bismarck selbst sein, denn zwischen dem Reichskanzler und der Freien und Hansestadt Hamburg hatte immer ein zwiespältiges Verhältnis bestanden. So war Hamburgs größtes Denkmal von Anfang an umstritten. Es siegte schließlich der Entwurf, der den Reichskanzler in Form einer riesigen Rolandsstatue zeigt. Er stammte von dem Architekten Johann Emil Schaudt und dem Bildhauer und Jugendstilkünstler Hugo Lederer.

Das Bismarck-Denkmal – das größte Denkmal Hamburgs

Die traditionell hanseatische Form der Rolandsstatue ist ein Sinnbild für Marktrecht, Gerechtigkeit, Freiheit und Wohlstand. Bismarcks Idealisierung als dieser Schutzpatron stieß bei vielen Hamburgern auf Kritik.

Vom Hafen aus gut sichtbar, auf einer Anhöhe im Elbpark, wurde ab 1902 eine begehbare Sockelanlage gebaut. Die beeindruckende Figur darauf wurde 1906 feierlich enthüllt. Der Sockel und die Figur aus Granit wiegen 625 Tonnen. Sie erreichen eine Gesamthöhe von 34,3 Metern. Die Figur selbst ist 14,8 Meter hoch, allein der Kopf misst bereits 1,83 Meter, das Schwert ist 8 Meter lang.

Revitalisierung des Alten Elbparks

vergrößern Entwurf der Fußgängerbrücke Entwurf der geplanten Fußgängerbrücke     (Bild: MUHS LandschaftsArchitekten) In unmittelbarer Nähe zum Standbild im Alten Elbpark befinden sich die Millerntorwache und die Reeperbahn. Die Landungsbrücken, die Hafenstraße und das Heiligengeistfeld sind zudem nur einen kurzen Spaziergang entfernt.

Die Revitalisierungsmaßnahmen sehen Arbeiten an der Bepflanzung, am Bolzplatz östlich des Bismarck-Denkmals sowie am Zirkusweg-Spielplatz vor: Die Parkanlage soll zu einer baumgeprägten Anlage werden und somit einen offeneren Charakter bekommen. Der Bolzplatz soll durch einen ganzjährig bespielbaren Belag zum multifunktional nutzbaren Platz für weitere Ballsportarten werden. Außerdem ist eine Umgestaltung des Spielplatzes zum Themenspielplatz geplant. Im Gewölbe des Bismarck-Denkmals soll außerdem ein Museum zur Geschichte des Denkmals und der Wallanlagen inklusive WC entstehen.

Die Überlegung, den Alten Elbpark mit der angrenzenden Grünanlage Planten un Blomen zu verbinden, ist aus Kostengründen jedoch aufgegeben worden. Ursprünglich war eine Fußgängerbrücke zur Überquerung des Millerntordamms in Planung. 

Geheimnisvolle Katakomben und preußische Motive

Das Bismarck-Denkmal umgeben weitläufige Katakomben, doch bis heute ist unklar, wozu sie ursprünglich vorgesehen waren. Dort und im hohlen Sockelfuß sind nach 1941 aufwendige Wandmalereien entstanden, die preußisch-nationale Motive und Bismarck-Zitate zeigen.

Während der Kriegsjahre 1939/40 richtete man unter dem Bismarck-Denkmal Luftschutzräume für die Anwohner ein. Bei einem Bombeneinschlag in der Nähe entstanden Senkungen und Verschiebungen am Monument, Wasser drang ein. Die Kriegsschäden wurden in der Nachkriegszeit nur provisorisch saniert, die Zugänge zu den Katakomben verschlossen. Seit 1960 steht der Riesenroland auf der Hamburger Denkmalliste.

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Der Koloss im Elbpark
Das weltweit größte Standbild des ersten deutschen Reichskanzlers, Otto von Bismarck, befindet sich unweit des Hamburger Hafens im Alten Elbpark. Das Symbol eines zwiespältigen Verhältnisses zwischen dem Reichskanzler und der Freien und Hansestadt Hamburg soll demnächst saniert werden. 
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