Lost Places Hamburg Hamburgs verlassene Orte

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Fabrikhallen, alte Theater, ein Tagebau – in Hamburg gibt es einige Orte, an denen einmal viel Leben war und wo sich heute nur noch Spuren aus vergangenen Zeiten finden. Ein paar dieser verlassenen Orte – oder "Lost Places" – stellen wir in unserer Übersicht vor.

Verlassene Orte Hamburg


Dampfboot-Wartezimmer

Dampfboot-Wartezimmer


Über der verschlossenen Tür neben der Treppe, die hinauf zur Lombardsbrücke führt, verrät ein leicht verwitterter Schriftzug, wovor man steht: vor dem letzten erhaltenen Dampfboot-Wartezimmer Hamburgs. Der Wartesaal für die Dampfboot-Linien, die vom Jungfernstieg zur Außenalster pendelten, wurde 1868 in Betrieb genommen. Heute bleibt nur der versperrte Eingang als Zeugnis eines Stücks Hamburger Geschichte.
Ort: Unter der Lombardsbrücke, Hamburg-Neustadt

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Löschplatz im Billhafen

Gepflasterter Platz vor einem Hafenbecken. Im Hintergrund ein Kran im Sonnenuntergang.


Sitzt man auf der Landzunge im Billhafen, kommt fast ein bisschen New-York-Feeling auf mit dem Blick auf die Stadt und die Bahnbrücken, über die fast im Minutentakt Züge und S-Bahnen rollen. Der Löschplatz mit dem alten Hafenkran hat einen einzigartigen Flair in Hamburg und eignet sich bestens für ein gemütliches Getränk am Wasser. Auch bei Anglern ist der Ort beliebt. Hinweis: Das Gelände ist privat und gehört der Firma Hakibau, die in direkter Nachbarschaft am Brandshofer Deich sitzt. Dort kann man um Erlaubnis fragen, dass Gelände zu betreten.
Ort: Billhafen, Rothenburgsort

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Grotte am Altonaer Balkon

Grotte am Altonaer Balkon


Eine kleine Treppe rechts vom Altonaer Balkon führt zu einer ungewöhnlichen Steinformation, die so gar nicht in den Elbhang passt. Und dazu Gitterstäbe, die den Eingang in einer Grotte versperren? Natürlich entstanden ist das nicht, sondern wurde 1902 von Menschenhand geschaffen. Ursprünglich war die Grotte ein Wasserfall, der den Park an der Rainville-Terrasse verschönern sollte. "Wunderlieblich" nannte Heinrich Heine diesen Ort.
Ort: Unterhalb des Altonaer Balkons, Altona-Altstadt

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Schilleroper

Rundes Gebäude mit einer Glaskuppel.


Zirkus, Theater, Zuflucht für Geflüchtete, Hotel, Bar-Restaurant, Musikclub – die 1898 eröffnete Schilleroper hat in ihrer Historie bereits einiges gesehen und wurde für diverse und ganz unterschiedliche Projekte genutzt. Einst sahen über 1.000 Zuschauer Vorführungen des Circus Busch, schließlich stand Hans Albers in der Rotunde auf der Bühne und vor nicht allzu langer Zeit musizierte die Hamburger Schule in der Schilleroper. Heute steht der besondere Rundbau leer und unter Denkmalschutz, die Zukunft der Schilleroper ist jedoch ungewiss. 
Ort: Lerchenstraße/Bei der Schilleroper, St. Pauli

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Ankleidezimmer von Kaiser Wilhelm II.

Ankleidezimmer Kaiser Wilhelm II


Unterhalb der Hochwasseranlage und neben dem Lindley-Denkmal fand man vor nicht allzu langer Zeit einen Siel-Einstieg und einen unterirdischen Umkleideraum von Kaiser Wilhelm II. Der knapp sechs Quadratmeter große Raum wurde 1904 erbaut und danach aus unbekannten Gründen zugemauert und vergessen. Seitdem diente das sandfarbene Sielhäuschen als Zugang zur Hamburger Kanalisation. Der Fund war reiner Zufall. Das Ankleidezimmer kann zu besonderen Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals besichtigt werden
Ort: Vorsetzen, Hamburg-Neustadt

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Schellfischtunnel

Mit einem Tor verschlossener Eingang zu einem Tunnel.


Der Schellfischtunnel – oder Hafenbahntunnel Altona, so der offizielle Name – führt vom Bahnhof Altona bis zum Fischmarkt. Mit dem Tunnel wurde der Warenumschlag zwischen Wasser und Schiene deutlich beschleunigt. Der 961 Meter lange Tunnel verläuft unter der Max-Brauer-Allee nach Süden, unter dem Altonaer Rathaus hindurch und endet am Geesthang hinter dem Elbberg Campus wieder zu Tage. Der Schellfischtunnel ist durch zwei große Stahltore verschlossen, am Tag des offenen Denkmals werden jedoch regelmäßig Führungen angeboten.
Ort: Nordtor: Paul-Nevermann-Platz/Präsident-Krahn-Straße; Südtor: Kaistraße, Altona-Altstadt

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Ruine des Untertagebaus Robertshall

Überreste des Fundaments des Bergwerks Robertshall in Hausbruch


Hamburg ist nicht gerade als Bergbaustadt bekannt. Dennoch finden sich in den Harburger Bergen Überreste eines Untertagebaus. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Kohlebedarf so hoch, dass im Stadtteil Hausbruch das Bergwerk Robertshall entstand. Von 1919 bis 1922 wurde dort in 17 Metern Tiefe Kohle abgebaut. Überreste des Fundaments der Kohlewäscherei finden sich noch heute im Wald der Harburger Berge.
Ort: Ehestorfer Heuweg, Zugang über Parkplatz gegenüber Hohlredder, Hausbruch

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Rundbunker Berliner Tor

Häözerne Sitzbänke in einem Bunker


Der einmalige Tiefbunker am Berliner Tor hat im Jahre 1943 in der Feuersturmnacht mindestens 800 Personen abgesichert. Die runde Bauweise des Bunkers sollte vor Strahlungen und Druck schützen und war vor Bomben sicher. Die dort aufgefundenen Möbel wurden zwar nach dem Zweiten Weltkrieg und während des Kalten Krieges angeschafft, demonstrieren jedoch die damaligen Umstände deutlicher als ein Museum. Obwohl Führungen angeboten werden, steht der Bunker eher als Zeugnis der Vergangenheit.

Ort: Borgfelder Straße, Nähe Haltestelle Berliner Tor, Grünfläche 

Karte

(1) Dampfboot-Wartezimmer

(2) Löschplatz im Billhafen

(3) Grotte am Altonaer Balkon

(4) Schilleroper

(5) Ankleidezimmer von Kaiser Wilhelm II.

(6) Schellfischtunnel Nordtor

(7) Schellfischtunnel Südtor

(8) Ruine des Untertagebaus Robertshall

(9) Rundbunker Berliner Tor

Einige der aufgeführten Orte lassen sich am Tag des offenen Denkmals besichtigen.


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