Amt für IT und Digitalisierung Aufgabenschwerpunkte

Die thematischen Eckpunkte spiegeln die Aufgabenschwerpunkte des Amtes für IT und Digitalisierung (ITD) in der Senatskanzlei wider.

Aufgabenschwerpunkte

Digitalstrategie und Kommunikation

Da die Verwaltung aus vielen verschiedenen Behörden, Ämtern, Bezirken oder auch Landesbetreiben besteht, müssen die Fäden der Digitalisierung an einer Stelle zusammenlaufen.

Mit dem Amt ITD wurde eine zentrale Einheit geschaffen, die die Digitalstrategie der Stadt entwickelt und andere beteiligte Stellen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Teilstrategien begleitet. Ziel ist es, die „Digitale Stadt“ zu fördern und eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie für Hamburg zu entwickeln, an der alle Beteiligten mitgewirkt haben. In diesem Zusammenhang werden auch Netzwerke genutzt, um mit Wissenschaft, Wirtschaft oder / und Zivilgesellschaft Lösungen zu schaffen. 

Darüber hinaus spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Die Grundbotschaften des ITD müssen wirkungsvoll in der Hamburger Verwaltung verankern werden und Hamburg weiterhin konsequent als Digitale Stadt positioniert werden.

Digitale Verwaltungsautomation

Ein Herzstück der Servicelandschaft bilden die Fachverfahren, die sich nach innen oder außen richten. Hier werden die benötigten zentralen Infrastrukturen entwickelt und betreut. Zudem wird zentral die Modernisierung von rund 800 Fachverfahren unterstützt und gesteuert.

Serviceangebote, die sich direkt an Bürgerinnen und Bürger richten, sind die Behördennummer 115, die zu fast jedem Anliegen eine Antwort weiß, und der „Melde-Michel“, über den Mängel direkt an die zuständige Stelle gemeldet werden können.

IT-Sicherheit ist ein Thema, dass in der Öffentlichkeit sehr präsent ist. Ob Spam oder Hackangriffe, IT- und Datensicherheit sind Themen, die eine verlässliche Verwaltung ausmachen. Hier wird sich aber auch dem Blick nach innen gewidmet und es werden Sensibilisierungskampagnen entwickelt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hinweise geben, wie man im Netz oder auch am Arbeitsplatzrechner sicher auftritt. 

Auch interne Angebote, wie Dokumentenmanagement oder Archivierung werden hier zentral bereitgestellt und entfalten ihre Wirkung hamburgweit. 

Recht und Bund-Länder-Zusammenarbeit

Mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes kommen neue Herausforderungen auf die Verwaltung zu. Bis 2022 haben sich alle Verwaltungen verpflichtet, Bürgerservices online bereit zu stellen, dafür sind unter anderem bundesweite rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Es müssen die Weichen gestellt werden, um Services ins Netz zu bekommen, wobei natürlich die Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit der Verwaltung gewahrt bleiben muss.

Kundenorientierte Prozesse erfordern in der Regel eine Neujustierung des Rechtsrahmens. Bei der Verknüpfung von Verwaltungsverfahren bedarf es Rechtsanpassungen, manchmal aber auch nur Änderungen bei der Rechtsauslegung. Das ITD wird hier als Motor und Koordinator in einem das Recht verändernden Prozess wirken und die erforderlichen Schwerpunkte setzen. 

Hamburg bringt seine Kompetenzen und Erfahrungen im Rahmen von Kooperationen oder im IT-Planungsrat ein. Die Potentiale der Bund-Länder-Zusammenarbeit sind längst nicht erschöpft. Hamburg und Bremen machen es vor. Mit „Kinderleicht zum Kindergeld“ ist ein Service in die Pilotierung gestartet, der mit einem einzigen Antrag alle weiteren Verfahren anstößt und den Eltern „abnimmt“ (Namensbestimmung, Anzeige der Geburt, Bestellung von Geburtsurkunden, formloser Kindergeldantrag). 

Datenmanagement und Projektunterstützung

IT-Projektportfoliomanagement hat auch in der Verwaltung Einzug gehalten. Mit IT-gestützten Prozessen, Projektplanungs- und Durchführungsunterstützungen werden Daten transparenter und somit Potentiale gehoben um zukünftig einen maximalen Nutzen zu erzielen. 

ITD hält einen sogenannten „Projektpool“ vor, der sich wie eine „Inhouse-Consulting“, verhält. Die Nachfrage in diesem Bereich zeigt, dass Digitalisierung Projektknowhow dringend benötigt. Durch das interne Angebot haben die verschiedenen Behörden die Möglichkeit sich schnell Kompetenz einzuholen. 

Ressourcen und Dienstleistersteuerung

Mit einem zentralen Budget und Controlling finanziert und steuert die Senatskanzlei die Digitalisierung der einzelnen Behörden, Ämter und Landesbetriebe. Vorhaben und Projekte werden hier eingereicht und die Realisierung gesteuert. Dies geschieht mit modernen Reportingsystemen und Controllingtools. 

DigitalFirst

Der Name ist Programm und deutet an, wohin sich die Bürgerservices der Verwaltung entwickeln werden. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen erwarten Dienstleistungen nicht nur online sondern auch von der Handhabung und Reaktion ähnlich wie sie es von anderen Dienstleistungsbereichen gewohnt sind. Hier sind noch Potentiale zu heben, auch was den Vorrang der digitalen Kommunikation angeht. Proaktives Verwaltungshandeln wird in vielen Bereichen noch zurückhaltend eingesetzt.

Der gesamten Verwaltung steht mit DigitalFirst künftig eine standardisierte Serviceplattform zur Verfügung, über die sie ihre Dienstleistungen anbieten können. Mit dieser sogenannte „Factory“ bietet ITD allen Behörden eine Fertigungsstraße an, über die Services bereitgestellt werden können. Erste Vorhaben stehen bereits als Prototypen zur Verfügung.

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