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FAQ Sunrise-Garantie

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Fragen und Antworten zur Privatisierung der HSH Nordbank

Sunrise-Garantie

Was ist die Sunrise Garantie

Bei der so genannten „Sunrise“-Garantie handelt es sich um eine Risiko-Abschirmung. Die Risikoabschirmung besteht in einer Zweitverlustgarantie, die die HSH Nordbank vor Verlusten in einem Portfolio wertgeminderter Vermögenswerten schützt und die Kapitalquoten der Bank stärkt. Eine „Erstverlusttranche“ von 3,2 Milliarden Euro trägt die Bank selbst und für eine „Zweitverlusttranche“ von 10 Milliarden Euro stehen die Länder ein. Darüber hinausgehende Verluste trägt wieder die HSH Nordbank. Diese Verluste reduzieren das Eigenkapital. Die HSH Nordbank zahlt für die Garantie eine Prämie.

Warum und wie wurde die Sunrise Garantie eingerichtet

Die Bank stand 2009 aufgrund der Finanzmarktkrise und der Schifffahrtskrise auf der Kippe. 

Zur Sicherung der Lebensfähigkeit der HSH beschlossen Hamburg und Schleswig-Holstein ein gemeinsames Rettungspaket, bestehend aus einer kreditfinanzierten Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 3 Milliarden Euro und einer 10 Milliarden Euro Zweitverlust-Garantie („Sunrise-Garantie“).

Der Garantievertrag wurde am 2. Juni 2009 zwischen der HSH und der von den Ländern neu gegründeten hsh finanzfonds AöR (Anstalt öffentlichen Rechts) (FinFo) als Garantiegeberin geschlossen.

Welche Aufgabe hat die hsh finanzfonds AöR (Anstalt öffentlichen Rechts) (FinFo)

Die Sunrise-Garantie wird von der hsh finanzfonds AöR, der FinFo, verwaltet. Sie ist die Garantiegeberin gegenüber der Bank. 

Die FinFo wurde 2009 zu diesem Zweck von den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg gegründet. Sie nahm damals 3 Milliarden Euro auf, die als Eigenkapital an die HSH Nordbank gingen. Weiterhin prüft sie alle Anträge der HSH Nordbank auf Auszahlung von Garantien. Sie übernimmt die Auszahlung der berechtigten Garantieanträge. Dafür nimmt sie Schulden auf.

Wie ist die Grundkonstruktion der Garantie im Verkaufsverfahren  

Die HSH Nordbank zahlt für die Garantie eine jährliche Grundprämie von 4 Prozent zuzüglich einer Zusatzprämie von 3,85 Prozent. Für das Privatisierungsverfahren erlegte die Europäische Kommission den Ländern auf, die HSH Nordbank zu entlasten:

  • Die HSH Nordbank wurde in eine Holding und eine operative Gesellschaft geteilt.
  • Die operative Gesellschaft bezahlt Prämien von 2,20 Prozent auf den nicht in Anspruch genommenen Teil der Garantie an die FinFo.
  • Alle anderen Prämien-Verpflichtungen werden von der Holding übernommen.
  • Die FinFo stundet der Holding diese Prämien.
  • Der Verkaufserlös aus der Privatisierung der Bank muss zuerst für diese gestundeten Prämienverpflichtungen verwendet werden.

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