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Literaturverfilmung von Fatih Akin "Der Goldene Handschuh"

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Auf dem größten Filmfestival Deutschlands, der Berlinale, konkurrierten 2019 auch Filmproduktionen aus Hamburg um den Goldenen Bären. Unter anderem war auch Fatih Akins Romanverfilmung "Der Goldene Handschuh" mit dabei.

Fatih Akins Film "Der Goldene Handschuh

Dieser Artikel ist in Kooperation mit der FFHSHS (Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein) entstanden. Die Filmförderung informiert über Dreharbeiten, Filme, Veranstaltungen und Kinostarts im Norden.

"Der Goldene Handschuh"

Hamburgs Kultregisseur Fatih Akin war 2019, nachdem er mit „Gegen die Wand“ 15 Jahre zuvor den Goldenen Bären gewinnen konnte, erneut im Wettbewerb der Berlinale nominiert – dieses Mal jedoch mit einem Horrorfilm. In „Der Goldene Handschuh“ geht es um die wahre Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka, der in den 70ern vier Frauen umbrachte, zersägte und in der Abseite seiner Ottenser Wohnung verwesen ließ. Keine leichte Kost also, doch wer die Romanvorlage von Heinz Strunk kennt, weiß in etwa, worauf er sich bei Akins neuem Film einlässt. 

Die Hauptrolle spielt Shootingstar Jonas Dassler, der zuletzt in den Kinofilmen „Das schweigende Klassenzimmer“ und „Werk ohne Autor“ zu sehen war. Erkennen tut man den 23-Jährigen in seiner Rolle allerdings nicht – hier hat die Maske ganze Arbeit geleistet. Schielend und mit deformiertem Gesicht nuschelt Dassler sich durch die großartige 70er-Jahre-Szenerie, die Fatih Akin und sein Team im Studio und an Originalschauplätzen zum Leben erweckt haben. 

Gedreht wurde der Film natürlich komplett in Hamburg, in weiteren Rollen sind unter anderem Uwe Rhode, Tristan Göbel (bekannt aus „Tschick“) und Hark Bohm zu sehen.

"Systemsprenger"

Kein Horror, dafür aber ähnlich aufwühlend dürfte der neue Film von Regisseurin Nora Fingscheidt „Systemsprenger“ werden, der ebenfalls im Wettbewerb seine Weltpremiere feiert. Im Zentrum der Geschichte steht die neunjährige Benni (Helena Zengel), die ihre Mitmenschen zur Verzweiflung treibt und aus jeder ihrer Pflegefamilien nach kurzer Zeit wieder rausfliegt. Das Drama spielt im Umfeld von Jugendamt, Heimen und Pflegefamilien und ist ein Projekt voller Nachwuchstalente aus Hamburg: Angefangen bei Regisseurin und Autorin Nora Fingscheidt bis zu den jungen Produktionsfirmen Weydemann Bros. und Oma Inge Film. Fingscheidt erhielt im Vorfeld bereits mehrere Auszeichnungen für ihr Drehbuch, darunter unter anderem den Emder Drehbuchpreis. Mit über 35 Drehtagen fand der Großteil der Dreharbeiten Anfang 2018 in Hamburg statt. Das Drama wurde 2020 in mehreren Kategorien mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.


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