Wasserverbrauch Wasser sparen leicht gemacht

Pro Person fließen in Deutschland etwa 120 - 190 Liter Trinkwasser täglich in die Kanalisation. Bei dieser Menge spielt nicht nur der Wasserverbrauch eine Rolle, sondern auch der immense Energieverbrauch. Dabei ist es möglich, mit ein paar einfachen Tricks den Wasserverbrauch zu reduzieren und damit auch den Geldbeutel zu schonen.

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Wasserverbrauch und Möglichkeiten zum Sparen

In Deutschland herrscht zwar keine Wassernot: Daher ist ein penibles Wassersparen der Umwelt zuliebe nicht notwendig – mit einer wichtigen Ausnahme: Warmwasser. Denn „Je weniger Wasser für Duschen und Baden erhitzt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht“, sagt Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA). „Das entlastet das Klima und die Haushaltskasse.“

Warmwasserbereitung (dezentral mit Strom) gehört zu den größten Energiefressern im Haushalt und macht bis zu 26% des Gesamtenergie-verbrauchs aus. Wir zeigen die besten Möglichkeiten wie man zu Hause Wasser sparen kann.

Wasser sparen in der Küche

  • Elektrogeräte: Beim Kauf von Wasch- und Spülmaschinen sollte man auch auf den Energieverbrauch achten. Moderne Geräte verbrauchen unter 10.000 Liter (Waschmaschinen) beziehungsweise unter 2.000 Liter (Spülmaschinen) Wasser im Jahr. Achten Sie beim Neukauf eines Geschirrspülers besonders auf das Energielabel. Die Stromsparinitiative weist darauf hin, dass Geräte der Energieeffizienzklasse A+ bei Geschirrspülern für mehr als zehn Maßgedecke schon die Schlechtesten sind, die noch in den Handel gelangen dürfen. Die beste Wahl sind demnach Geräte der Energieeffizienzklasse A+++: Diese sparen allein gegenüber A+-Geräten jährlich mindestens 15 Euro Strom- und Wasserkosten. Eine Auswahl von Elektrohändlern finden sie hier im Branchenbuch.

  • Geschirr spülen: Wer im Besitz einer Spülmaschine ist, sollte darauf verzichten, das Geschirr mit der Hand zu spülen. Denn eine volle Spülmaschine ist wesentlich effizienter und energiesparender als ein sorgfältiges Abwaschen. Auch leicht verschmutztes Geschirr kann direkt und ohne vorheriges Spülen in die Maschine getan werden.

  • Obst und Gemüse richtig waschen: Es ist sinnvoller Obst und Gemüse in einer Schüssel zu waschen, anstatt sie unter fließendem Wasser abzubrausen. Man kann dabei nicht nur jede Menge Wasser sparen, die Reinigung im Wasserbad ist zudem auch gründlicher – der Wasserstrahl erwischt nämlich im Zweifelsfall nicht jede Stelle der Oberfläche. Das Restwasser kann anschließend sogar noch zum Blumengießen verwendet werden.

Wasser im Badezimmer sparen

  • Duschen mit Köpfchen: Statt einem Vollbad (Wasserverbrauch: ca. 140 Liter) sollte man lieber die Dusche benutzen. Der Wasserverbrauch liegt hier nur bei ca. 15 Liter pro Minute. Auch eine gute Mischdüse oder Duschkopf der zusätzlich an den Wasserhahn geschraubt werden kann, hilft den Wasserverbrauch zu regulieren.
  • Zähneputzen und Co.: Beim Gesicht waschen, Hände einseifen oder Zähne putzen, vergessen viele den Wasserhan zuzudrehen. Durchschnittlich gehen dabei 17 Liter pro Minute verloren. Deshalb: Wasserhahn zu, tut der Umwelt und dem Geldbeutel gut. Eine kleine Veränderung mit großer Wirkung!

Wasser sparen bei der Reinigung

  • Wäsche richtig waschen: Die Waschmaschine sollte möglichst immer voll beladen sein. Wer halb gefüllte Maschinen anstellt, weil genau das eine Lieblingsshirt fehlt, verschwendet damit Energie, Wasser und Waschmittel. Besser: Bunte Wäsche und helle Wäsche getrennt sammeln und dann waschen, wenn die Maschine voll wird.
  • Verschwendung mit Hochdruck: Hochdruckreiniger können bis zu 500 Liter Wasser pro Stunde verbrauchen. Daher ist es sinnvoll auf herkömmliche Reinigungsmethoden wie Eimer und Putzlappen umzusteigen. Unter Umständen kommt man damit sogar schneller zum Erfolg als ein technisches Gerät.

  • Spülwasser, einmal zahlen – doppelt nutzen: Beim Putzen sollten weniger verschmutzte Gegenstände oder Flächen immer zuerst gereinigt werden. Anschließend kann das warme Wasser dann noch für schmutzige Pfannen oder sogar zum Fußbodenwischen benutzt werden.

Rat und Hilfe

Persönliche Beratung:
Fragen zu energieeffizienten Haushaltsgeräten und zum Stromsparen im Haushalt beantworten Berater der Verbraucherzentrale Hamburg unter der kostenlosen Energie- und Klimahotline (Telefon 040/24832-250) oder unter der E-Mail klima@vzhh.de. Die Hotline wird zu 100 Prozent von der Behörde für Umwelt und Energie aus Klimaschutzmitteln gefördert.

Ein Tipp, wenn Sie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld in Hamburg beziehen: Energiesparhelfer des Caritas-Verbandes kommen auf Wunsch zu Ihnen nach Hause und helfen mit einem kostenlosen Stromspar-Check dabei, Ihre Kosten zu senken und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Die Behörde für Umwelt und Energie fördert und koordiniert die Beratung im Rahmen des bundesweiten Projektes Stromspar-Check. Sie kooperiert dabei mit dem Caritasverband Hamburg.

Messgerät:
Haushaltsgeräte ziehen im täglichen Gebrauch laut Studien oft mehr Strom, als die Hersteller angeben. Sie können mit Hilfe eines Strommessgeräts, das relativ kostengünstig im Handel erhältlich ist, den Verbrauch Ihrer Produkte selbst bestimmen. Die Verbraucherzentrale Hamburg verleiht auch Strommessgeräte.

Online-Plattform:
Das Öko-Institut in Freiburg betreibt die Verbraucherplattform EcoTopTen Produktlisten bewerten gängige Haushaltsgeräte auf dem Markt in Sachen Energieeffizienz und sagen, welche Modelle langfristig den Geldbeutel schonen. Die EcoTopTen-Produkte müssen nicht nur ökologische Mindestkriterien erfüllen, sondern teilweise auch Preisobergrenzen einhalten. Sofern vorhanden, wird bei der Bewertung auf Testurteile der Stiftung Warentest zurückgegriffen.

App:
Mit der kostenlosen Verbraucher-App Ecogator der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online lassen sich zu Hause oder direkt im Fachmarkt sparsame Haushaltsgeräte ermitteln. Die App berechnet die Stromkosten und informiert über das Energielabel des Geräts. Aktualisierte Listen zeigen die derzeit energieeffizientesten Geräte am Markt.