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Einbruchschutz Wie Sie Ihr Objekt vor Einbruch sichern

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Noch immer haben Einbrecher in der Urlaubszeit und der dunklen Jahreszeit Hochsaison. Rund 80% aller deutschen Haushalte sind so unzureichend gesichert, dass sie dabei leichtes Spiel haben. Mit fachgerecht eingebauter Sicherheitstechnik lässt sich das leicht ändern. Erfahren Sie hier, wie Sie Einbrüche selbst erfolgreich abwehren.

Sicherheitstechnik - unsere Tipps

Gute Prävention stoppt Einbrecher

Die Wohnung ist verwüstet, private Schubladen sind durchwühlt und Wertgegenstände verschwunden: Zwar sind die Zahlen von Wohnungseinbrüchen in Hamburg weiterhin rückläufig, trotzdem passieren sie leider immer noch mehrmals täglich. 2019 registrierte die Hamburger Polizei insgesamt 4.313 versuchte und geglückte Einbrüche. 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr und 47,9 Prozent weniger als 2015, als noch 9.006 Wohnungseinbrüche gemeldet wurden. Dieser historische Tiefststand ist einerseits auf intensive polizeiliche Maßnahmen zurückzuführen. Andererseits vereitelt zusätzliche Sicherheitstechnik immer häufiger die erfolgreiche Umsetzung einer Straftat. In immerhin 2.069 (48 Prozent) der Fälle schafften es die Täter nicht, in die Wohnräume einzudringen. Eine gute Prävention gegen Einbrüche zahlt sich also nachweislich aus.

Schwachstellen machen Einbrüche zum Kinderspiel

In Einfamilienhäuser dringen Einbrecher am häufigsten über Terrassen- oder Balkontüren ein, in Wohnungen in der Regel durch Aufbrechen der Wohnungstür. Leider tragen nicht selten die Opfer selbst dazu bei, dass die Straftäter leichtes Spiel haben: Oft können sich Einbrecher am Ort des Geschehens mit offen herumliegenden Werkzeugen versorgen. Darüber hinaus, erleichtern gekippte Fenster, unverriegelte Türen und ungesicherte Einstiegshilfen, wie Mülltonnen und Leitern, den ungesetzmäßigen Einstieg. Die Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) bescheinigte rund 80 Prozent aller Haushalte eine unzureichende Sicherung. Am schlechtesten sind Wohnungsmieter gegen ungebetene Gäste geschützt: Nur knapp jede fünfte Mietwohnung in Deutschland verfügt über abschließbare Fenstergriffe und zusätzliche Sicherungen an den Türen.


Ihre Profis vor Ort:

Die richtige Sicherheitstechnik installieren

Notwendig für den Schutz ist vor allem die mechanische Sicherung von Türen und Fenstern. Die Polizei rät zu geprüften und zertifizierten einbruchhemmenden Modellen nach DIN-EN 1627 mit Resistance Class (Widerstandsklasse) 2. In dieser Sicherungsklasse sind die Rahmen, Beschläge und Schließbleche genau aufeinander abgestimmt, so dass das beliebteste Werkzeug bei Einbrüchen – der Schraubendreher – keine Chance mehr hat.

Glasklar: Fenster einbruchsicher machen!

Geübte Einbrecher haben bereits nach zehn bis 15 Sekunden ein ungesichertes Fenster geknackt. Beim sogenannten „kleinen Glasbruch“ werfen sie die Scheibe mit einem Stein ein, greifen - so keine keine unliebsame Störung dazwischen kommt - durch das entstandene Loch und entriegeln das Fenster. Durch abschließbare Griffe , die mit Pilzzapfenbeschlägen – hinterhakenden Beschlägen – verbunden sind, kann dieser leichte Einstieg verhindert werden. Derartige Einbruchtechnik kann leicht an Fenstern nachgerüstet werden. Will man dabei keine Spezialbeschläge einbauen, kann man auch aufschraubbare Produkte verwenden, die ebenfalls zertifiziert sein sollten und zumindest jeweils am Griff und auf der Scharnierseite eine Sicherung aufweisen.

Sicherheit hinter Schloss und Riegel

Wenn es ein Dieb innerhalb von drei bis fünf Minuten nicht geschafft hat, in eine Wohnung einzudringen, gibt er in der Regel auf. So lange sollten Schlösser also mindestens standhalten. Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest erwiesen sich Querriegelschlösser als wirksamster Schutz vor ungebetenen Gästen. Schlechter beurteilten die Experten Kastenzusatzschlösser, bei denen die Schlossseite der Tür mit einem zusätzlichen Riegel gesichert wird.

Private Dokumente, Wertpapiere oder teure Gegenstände sind am besten in zertifizierten Tresoren geschützt. Empfehlenswert sind hier Schließfächer, die durch einen geistigen Verschluss – also zum Beispiel einem elektronischen Zahlenschloss – geöffnet werden, da Safeschlüssel häufig von Einbrechern entdeckt werden.

Smart-Home-Systeme als wirkungsvolle Ergänzung

Mechanische Sicherungen können durch Smart-Home-Systeme wirkungsvoll ergänzt werden. Beispielsweise kann eine programmierte Steuerung von Licht, Fernseher und Rollläden Straftätern vorgaukeln, dass jemand zuhause ist. Zudem verfügen smarte Gegensprechanlagen über eine Videofunktion, die man auch über Notebooks oder TV-Bildschirme abrufen kann. Bei einigen intelligenten Vorrichtungen sollte man im Vorhinein jedoch Tücken ausschließen: Etwa, dass man die Meldung der smarten Alarmanlage über unbefugtes Betreten auf dem Mobiltelefon nicht verpasst, weil man gerade keinen Empfang hat. Hier empfiehlt die Polizei, den Alarm immer an eine Wach- und  Sicherheitsfirma weiterzuleiten, die schnell beim Objekt sein oder die Polizei alarmieren kann.

Grundsätzlich gilt für alle technischen Maßnahmen: Täter wissen Einbaufehler auszunutzen, weshalb Sicherungen immer fachgerecht eingebaut werden sollten!

Der gelungene Einbruchsschutz für Gewerbe fährt mehrgleisig

Im Gewerbe ist Einbruchsschutz besonders wichtig: Egal, ob Sie ein Juwelier-, Computerfachgeschäft, Kiosk, Kino, Frisiersalon oder eine Bar betreiben, es sich um einen größeren Industriekomplex oder Supermarkt handelt: Kasse, Waren und teure Technik müssen immer vor Diebstahl gesichert werden! Dabei ist zum einen ein angemessener Versicherungsschutz, zum anderen aber auch eine mehrgleisige Strategie bei der technischen Absicherung geboten. Als absolutes Muss gelten mittlerweile elektronische Schlössern, Code-Systeme sowie durchdachte Außenbeleuchtungsanlagen. Die Polizei rät zudem dringend zu gesicherten Kellerfenstern, verschließbaren Fenstern mit Sicherheitsglas im Erdgeschoss und dem Verwenden einer Alarmanlage.

Wollen Sie im Vorfeld Schäden und Einsatzkosten vermeiden, investieren Sie in eine 24h-Live-Fernüberwachung mit sogenannter „Live-Täter-Ansprache“. Hier werden die Täter nach dem Übertreten einer Lichtschranke oder anderer Warnsysteme von überwachenden Mitarbeitern lautstark verjagt. Den Eindringlingen verpasst dies einen riesen Schrecken und vermittelt ihnen das Gefühl, unter fremder Kontrolle zu stehen Diese Kombination aus Alarm und Überwachung verzeichnet eine hohe Erfolgsquote.

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Beratung in Hamburg

BürgerInnen können sich kostenlos in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle informieren, wie man Einbruchsgefahren erkennt und sein Heim erfolgreich sichert. Einen Termin können Sie montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 040 / 4286-70777 vereinbaren.

Polizei Hamburg
Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
im Haus des Polizeikommissariats 14
Caffamacherreihe 4
20355 Hamburg
kriminalberatung@polizei.hamburg.de


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