Block-Busters Theaterprojekt "Sprachasyl"

In Anlehnung an Maxim Gorkis "Nachtasyl" wurden Szenen und Charaktere entwickelt, um Konflikte und Gefühle als komische Tragödie auszudrücken.

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Das Sprechen ist eine komplizierte motorische Fertigkeit des Menschen, wobei er sich der erforderlichen zeitlichen und räumlichen Präzision meist nicht bewusst ist. Das komplexe Sprechsystem ist anfällig für Störungen, eine der bekanntesten ist das Stottern. Etwa 1% der Bevölkerung ist hiervon betroffen. Stottern ist ein universelles Phänomen, welches in allen Kulturen und sozialen Schichten auftritt.

In Literatur und Film wird das Stottern fälschlich für die Darstellung negativer Charaktereigenschaften benutzt. Im Fernsehen dient es manchmal als Zielscheibe für Spott und Gelächter. Dies bestärkt ein negatives Klischee in der Gesellschaft. Dem möchte dies Theaterstück entgegenwirken und ohne moralischen Zeigefinger unterhaltsam für Verständnis werben.

In Anlehnung an Maxim Gorkis "Nachtasyl" wurden von der Gruppe das Stück "Sprachasyl" entwickelt. Es handelt sich um Charaktere, die im Leben Pech gehabt haben und sich mit ihrer Situation auseinandersetzen. Die Bewohner haben eigentlich andere Probleme als ihr Sprechen. Sie sehnen sich nach dem, was jeder Mensch begehrt: Liebe, Erfolg, Akzeptanz oder Reichtum.

Die klassische Charakterstudie mit Musik wird mit Humor und Selbstironie von der stotternden Theatergruppe gespielt. Der Name "Block-Busters" weist auf Blockaden im Sprechen hin. Die Gruppe möchte aufklären und spielt mit viel Hingabe. Es ist nach "Stottern für Anfänger" das zweite Stück der Gruppe.

Termine:

  • Samstag, 15.06.2019 um 19:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) So. 16.06.2019 um 19:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) im Bürgerhaus Barmbek, Lorichsstraße 28a, Hamburg
  • Donnerstag, 03.10.2019 um 20:00 Uhr im statt-Theater Neumünster, Haart 224, Neumünster
  • Sonntag, 03.11.2019 um 17:00 Uhr im Gemeindesaal der Paul-Gerhard Gemeinde, Ohlsdorfer Straße 67, Hamburg

Der Eintritt ist frei.

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Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

SKBM