Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

SKBM Aufgaben der Senatskoordinatorin

Die Abkürzung „SKBM“ steht für „Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen“. Die Einrichtung wurde durch Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft mit Wirkung ab 1. Juli 2002 geschaffen. Die Senatskoordinatorin untersteht der Rechts- und Dienstaufsicht der Behörde für Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und ist fachlich weisungsunabhängig. Zum 6. Juli 2011 wurde Ingrid Körner vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg zur „Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen“ bestellt.

Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen – Aufgaben – FHH

vergrößern Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen (Bild: Ingrid Körner)

Die „Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen“ soll aus einer unabhängigen Position heraus als Mittlerin zwischen Bürger und Verwaltung tätig sein. Des Weiteren soll sie als Ansprechpartnerin für behinderte Menschen und deren Verbände zur Verfügung stehen und deren Anliegen nachgehen.

Sie hat das Recht, sich in die Beratung von Einzelfällen von grundsätzlicher Bedeutung und großer Dringlichkeit einzuschalten.

Wo in der Praxis Integrationsbarrieren auftreten, soll die Senatskoordinatorin auf Möglichkeiten der Abhilfe drängen, Recherchen durchführen, Anregungen geben und notwendige Koordinierungen einleiten.

Die Senatskoordinatorin soll durch Herausgabe von Broschüren und Informationsmaterial dazu beitragen, bestehende Vorurteile gegenüber behinderten Menschen weiter abzubauen und deren Integration voranzutreiben.

Hierzu gehört ebenso die Initiierung gemeinsamer Veranstaltungen von behinderten und nichtbehinderten Menschen sowie die Teilnahme an Veranstaltungen zu einschlägigen Themen.

Die Senatskoordinatorin soll dem Senat alle zwei Jahre einen Tätigkeitsbericht vorlegen.

Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt soll darin liegen, durch Kontakte mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Betriebsrätinnen und Betriebsräten, Schwerbehindertenvertretungen, Kammern, Innungen und Gewerkschaften für die Beschäftigung behinderter Menschen einzutreten und die Bereitschaft zu erhöhen, alternative Arbeitsplätze außerhalb von Werkstätten für Behinderte zur Verfügung zu stellen und Ausbildungsbarrieren für behinderte Jugendliche abzubauen.

Dem Anliegen von Frauen soll dabei besonders Rechnung getragen werden.

vergrößern Logo: Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen (Bild: SKBM)

Es ist Aufgabe der Senatskoordinatorin, in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Behörden dazu beizutragen, dass die Belange behinderter Menschen bei der Schaffung von Wohnraum und anderen Bauprojekten sowie bei der Ausgestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs in Zukunft optimal berücksichtigt werden.

Die Senatskoordinatorin übernimmt den Vorsitz des Preisrichterkollegiums für die Verleihung des Senator-Neumann-Preises und ist für die Vorbereitung und Durchführung der Verleihung zuständig.